Hessen26.03.2019

Hessen: Forderung nach transparenter Gleichwertigkeitsprüfung der Qualifikation ausländischer Ärztinnen und Ärzte

Delegiertenversammlung der Landesärztekammer beschließt Resolution zum Ausbau der zentralen Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) in Bonn

Bad  Nauheim - Mit  einer  Resolution  hat  die  Delegiertenversammlung der Landesärztekammer   Hessen   am   23.   März    den   Ausbau  der  zentralen Gutachtenstelle  für  Gesundheitsberufe  (Gf) in Bonn gefordert. Diese soll mit der Annahme und  Entscheidung aller Anträge auf Gleichwertigkeitsprüfung einer   in  Drittstaaten  erworbenen  ärztlichen  Qualifikation  beauftragt werden.  „Ziel  muss eine zügige Überprüfung der Ausbildungsnachweise sein, um Zeiten der Arbeit mit nur vorübergehender  Berufserlaubnis zu reduzieren. Defizite  müssen  zeitnah  festgestellt  und  mit  klaren Aufgaben versehen werden“, heißt es  wörtlich in der Resolution. Um eventuelle Abweichungen im Vergleich  zur  deutschen  Ausbildung  oder  gar Fälschungen von  Dokumenten möglichst  sicher  zu  erkennen,  sei  die  Bearbeitung  der  Anträge durch erfahrenes Personal notwendig.

Bereits  heute  herrsche  in  vielen Regionen Deutschlands ein gravierender Ärztemangel,   machten   die   Delegierten   deutlich.  Neben  dem  dringend notwendigen  Ausbau von inländischen Studienplätzen an Universitätskliniken sei  eine   gelingende  Arbeitsmarktintegration von Ärztinnen und Ärzten mit Qualifikationen  aus  anderen EU-Mitgliedsländern und auch  aus Drittstaaten eine wichtige Maßnahme, um die Patientenversorgung auch im Hinblick auf die demographische  Entwicklung   sicherzustellen.  „Entscheidend  ist  ein klar strukturiertes  und transparentes System zur Gleichwertigkeitsprüfung einer in    Drittstaaten   erworbenen   ärztlichen  Qualifikation“,  erklärte  das hessische Ärzteparlament.

Abschließend  wiesen  die Delegierten in der Resolution daraufhin, dass die detaillierte  Kenntnisstandprüfung  durch  die   Landesärztekammern, die der Überprüfung  der  ärztlichen  Kenntnisse  analog  des dritten Staatsexamens entsprechen   soll,    ein   nachgewiesenes   C1  Niveau  der  medizinischen Fachsprache  sowie ausreichende allgemeinsprachliche  Deutschkenntnisse (B2) voraussetzt.

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