Hessen07.11.2018

Hessen: Grippeschutz: Studie des Robert-Koch-Instituts weist auf unzureichende Impfquoten und Impfmotivation bei Klinikpersonal hin

Frankfurt - Die jährliche Impfung gegen saisonale Influenza ist die wichtigste Maßnahme zur  Prävention einer Grippe-Erkrankung. „Das Gesundheitspersonal ist neben chronisch  Erkrankten,  älteren  Menschen  und  Schwangeren  eine  wichtige Zielgruppe  für diese Impfung“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Sie dient nicht  nur dem individuellen Schutz vor   Erkrankung,   sondern   reduziert   auch  die  Weiterverbreitung  des Grippevirus  im   Krankenhaus.“  Die  Landesärztekammer  Hessen  ruft  daher jährlich zur Grippeschutzimpfung auf.

Mit    der   OKaPII-Studie   (Online-Befragung   von   Klinik­personal   zur Influenza-Impfung)    erhebt    das   Robert-Koch-Institut   jährlich   die Influenza-Impfquoten  von  Klinikpersonal.  Ziel  der  Studie  ist  es, die Impfquoten    bei   Klinik­personal    in   Deutschland   repräsentativ   und kontinuierlich  zu  erheben  und  Gründe  für  das  Impfverhalten besser zu verstehen. Im   Herbst  2017  wurden  insgesamt  5.822  Klinikmitarbeiter/innen  aus 54 Kliniken  befragt.  Von diesen waren 40,1 % in der vergangenen Saison gegen Influenza  geimpft.  Innerhalb  der  Ärzteschaft waren 61,4 % geimpft, beim Pflegepersonal  32,5 %  und bei therapeutischen Berufen 34,2 %. Selbstschutz war  der  häufigste  genannte Grund für eine Impfung. Die Gründe gegen  eine Impfung  unterschieden  sich  je nach Berufsgruppe. Während die Ärzteschaft organisatorische   Gründe  aufführte,  waren  es  beim  Pflegepersonal  und therapeutischen Berufen mangelndes Vertrauen in Sicherheit und Effektivität der Impfung.

„Für die saisonale Grippeschutzimpfung ist jetzt die richtige Zeit“, betont der  hessische Ärztekammerpräsident. Um rechtzeitig  geschützt zu sein, wird empfohlen, sich in den Monaten Oktober oder November impfen zu lassen. Auch zu  Beginn  und im  Verlauf der Grippewelle kann es noch sinnvoll sein, eine versäumte  Impfung  nachzuholen, da nicht vorherzusagen ist, wie  lange eine Influenzawelle  andauern wird. Nach der Impfung dauert es etwa 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut  ist. „Das  medizinische  Personal  hat  eine  Vorbild- und Katalysatorfunktion“, ergänzt   Pinkowski.   „Daher   ist   es   besonders  wichtig,  dass  diese Berufsgruppen mit gutem Beispiel voran gehen und sich impfen lassen.“

www.laekh.de