Hessen28.09.2018

Hessen: Influenza: Jetzt impfen lassen!

Landesärztekammer Hessen ruft zur jährlichen Grippeschutzimpfung auf

Frankfurt - „Die  außergewöhnlich  schwere  Grippewelle  der vergangenen Saison hat uns deutlich  gezeigt,  wie  wichtig der Schutz durch eine Impfung ist“, betont Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen (LÄKH). Da die  jährliche Grippeschutzimpfung einen wirksamen Schutz vor der Infektion mit  dem  Grippevirus  bietet,  ruft  die   Landesärztekammer Hessen auch in diesem  Herbst  dazu auf, sich in den kommenden Wochen impfen zu lassen. Um rechtzeitig  geschützt zu sein, wird empfohlen, sich bereits in den Monaten Oktober  oder  November impfen zu lassen. Auch zu  Beginn und im Verlauf der Grippewelle kann es noch sinnvoll sein, eine versäumte Impfung nachzuholen, da  nicht  vorherzusagen  ist, wie lange eine Influenzawelle andauern wird. Nach  der  Impfung  dauert  es etwa 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist.

Wie  ernst  das  Risiko einer Infektion mit dem Influenza-Virus ist, machen die    Zahlen    der    vergangenen    Saison    2017/2018   deutlich:   Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden rund 334.000 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle    gemeldet   (Zeitraum:   40.   Kalenderwoche   2017  –  20. Kalenderwoche   2018)   –   der   höchste   Wert   seit  Inkrafttreten   des Infektionsschutzgesetzes  2001. Rund 60.000 Fälle waren hospitalisiert, die meisten  Betroffenen  gehörten  zur   Altersgruppe  ab  60  Jahren. Auch die Auswertung  der  Sterbedaten  im  Zeitraum der Grippewelle ist ein weiteres Indiz   für    die   Schwere   der   Grippewelle:   1.674   Todesfälle   mit Influenza-Infektion  wurden  an  das Robert-Koch-Institut übermittelt.  „Die Grippe-Impfung  ist  eine  Maßnahme,  die viele Leben retten kann“, erklärt Pinkowski.

Schwere, teilweise lebensbedrohliche Komplikationen einer Grippeerkrankung, z.   B.   eine   Lungenentzündung,  stellen  vor   allem  für  Personen  mit Grunderkrankungen  und  Ältere ein hohes Risiko dar. In Übereinstimmung mit den    Empfehlungen     der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts  rät  die Landesärztekammer Hessen vor allem Menschen
über  60  Jahren,  aber  auch  Kindern,  Jugendlichen  und  Erwachsenen mit erhöhter  gesundheitlicher  Gefährdung  infolge  eines  Grundleidens, sowie Bewohnern  von  Alten-  und  Pflegeheimen  zu der Grippeschutzimpfung. Auch Personen mit  erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal und Menschen in  Einrichtungen  mit  umfangreichem  Publikumsverkehr  sollten sich impfen lassen. Seit Juli 2010 empfiehlt die STIKO die Grippeschutzimpfung außerdem für  Schwangere  (ab  dem  2.  Drittel der Schwangerschaft und bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits ab dem 1. Drittel).

Da  sich  die Eigenschaften der Grippeviren von Saison zu Saison verändern, musste  die  Stammzusammensetzung  der  Influenza-Impfstoffe auch für dieses Jahr    aus    Bestandteilen    der    aktuell    weltweit   zirkulierenden Influenza-Virustypen  neu entwickelt werden. "Deshalb ist es notwendig, sich jedes  Jahr  gegen  Grippe impfen zu lassen", unterstreicht Pinkowski.  "Die Impfung   bietet  nicht  nur  Schutz  für  den  Geimpften  selbst,  sondern verhindert  auch  das  Risiko,  zur Infektionsquelle  für andere zu werden." Obwohl die Grippeschutzimpfung als wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Grippe-Infektion  gilt,   kann  eine  Erkrankung  allerdings  auch  nach der Impfung   nicht   hundertprozentig   ausgeschlossen   werden.   "Doch   das Ansteckungsrisiko   lässt   sich  durch  Hygienemaßnahmen  verringern",  so Pinkowski: "Das bedeutet, sich regelmäßig und  gründlich die Hände mit Seife zu  waschen,  zu  Menschen mit Atemwegsinfektionen Abstand zu halten und in Ellenbeuge oder Taschentuch zu niesen und zu husten."

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