Hessen26.03.2019

Hessen: Neuer Vorstand der Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung

Bad Nauheim - Die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen hat am vergangenen  Samstag,  dem 23. März  2019, einen neuen Vorstand der Akademie für  Ärztliche Fort- und Weiterbildung für die neue Wahlperiode vom 1. Juli 2019  bis  zum 1. Juli 2024 gewählt. Designierter Vorsitzender ist Prof. Dr. Dr.  h.c.  Hans-Rudolf Tinneberg, Facharzt für Gynäkologie und  Geburtshilfe sowie Leiter des Endometriosezentrums am Krankenhaus Nordwest. Zudem wurde nach vorausgegangener  Satzungsänderung der Akademie der Vorstand von neun auf zehn Mitglieder erhöht, um das Amt einer/s zweiten stellvertretenden Vorsitzenden zu schaffen. Die Änderung soll jedoch nur bis zum Ende der neuen Wahlperiode im Jahr 2024  Geltung haben. „Mit dieser vorübergehenden Maßnahme wollen wir sowohl die langfristige Arbeit des Vorstandes sichern als  auch eine nahtlose Übernahme des Akademievorsitzes durch Jüngere ermöglichen“, erklärte der hessische  Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski.

Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Dr. med. Hans-Martin Hübner, Dermatologe und Vorsitzender der  Bezirksärztekammer Gießen seit 2012, wurde in seinem Amt bestätigt. Zum designierten zweiten stellvertretenden Vorsitzenden  im dafür neu geschaffenen Amt wurde Prof. Dr. Dr. h.c. mult. David Groneberg, Facharzt für Arbeitsmedizin und  Direktor des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Umweltmedizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität in  Frankfurt am Main.

Von den drei von der Delegiertenversammlung gewählten Beisitzer/innen wurde die Fachärztin für Innere Medizin und  Angiologie sowie Sektionsleiterin „Angiologie“ des Gefäßzentrums am Krankenhaus Nordwest Prof. Dr. med. Viola Hach- Wunderle in ihrem Amt bestätigt. Zugleich kam mit Prof. Dr. med. Erika Baum, der ehemaligen Leiterin der Abteilung für  Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin am Zentrum für Methodenwissenschaften und Gesundheitsforschung  der Philipps-Universität Marburg, ein neues Vorstandsmitglied hinzu. Die Stelle des/r dritten Beisitzer/in blieb vorerst unbesetzt.

Die vorgeschlagenen Beisitzer des Präsidiums Pierre E. Frevert – niedergelassener Facharzt für Psychosomatische  Medizin/Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie/Psychoanalyse und zugleich Kursleiter und Referent des Akademie- Curriculums „Psychosomatische Grundversorgung“ – und Prof. Dr. med. Ulrich Finke – Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Notfallmedizin und Intensivmedizin sowie ehemaliger Ärztlicher Direktor des  Frankfurter Sankt Katharinen-Krankenhauses – wurden von der Delegiertenversammlung per Wahl in dem ehrenamtlichen Amt  angenommen. Ebenso bestätigt wurden von den Delegierten die beiden Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen: die  Fachärztin für Allgemeinmedizin und Vizepräsidentin der Ärztekammer Monika Buchalik sowie der niedergelassene Urologe  und Vorsitzender der Bezirksärztekammer Wiesbaden Dr. med. Michael Weidenfeld.

Der bisherige Vorsitzende der Akademie, der Facharzt für Innere Medizin und ehemalige langjährige ärztliche Direktor des  Frankfurter Heilig-Geist-Krankenhauses Prof. Dr. Klaus-Reinhard Genth, war nach neun Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl  angetreten. Bereits 2007 war sein jahrelanges Engagement in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung als Referent, Gutachter  und Prüfer sowie im Krankenhausausschuss der Landesärztekammer mit der Ehrenplakette der Kammer gewürdigt worden. In der herausragenden Position des Vorstandsvorsitzenden der Akademie hat sich Prof. Genth, der das Amt des  Akademievorsitzenden noch bis zum 1. Juli 2019 ausüben wird, auch im Ruhestand für die ärztliche Fort- und Weiterbildung sowie die Qualifizierung des ärztlichen Nachwuchses ehrenamtlich eingebracht. So geht auch die neue Akademie-Fortbildung  „Antibiotic Stewardship (ABS)“, in deren Rahmen hessische Ärztinnen und Ärzte 2018 zum ersten Mal die Qualifikation „ABS- Experte/in“ erwerben konnten, um der Resistenzenbildung bei hessischen Patienten nach übermäßiger Antibiotikaverordnung  vorzubeugen, nicht zuletzt auf Genths Initiative zurück. Für sein jahrelanges Engagement um die Akademie bedankten sich die Delegierten bei Prof. Genth, der auch weiterhin der Redaktionskonferenz für das Hessische Ärzteblatt angehören wird, mit einem stehenden Applaus.

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