Hessen29.11.2018

Hessische Ärzteschaft gegen Kommerzialisierung ambulanter Versorgung

Delegiertenversammlung warnt vor Eingriffen durch Finanzinvestoren

Frankfurt - Die  Übernahme  ambulanter  Versorgungseinrichtungen durch Finanzinvestoren und  Medizinindustrie  betrachten   die  hessischen  Delegierten  mit großer Sorge.  Nach  Kliniken  und  Altenheimen  würden  nun  unter  anderem  auch nephrologische     Praxen     mit     Dialyse,     Radiologische    Praxen, Kinderwunschzentren   und   Zahnarztpraxen   in   Form von  Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) übernommen.

Die  ärztliche  Freiberuflichkeit werde hierdurch zunehmend gefährdet. „Die Kommerzialisierung  dient  weder  dem   Patientenwohl  noch der Qualität der medizinischen   Versorgung“,   kritisiert  die  Delegiertenversammlung  der Landesärztekammer Hessen. Sie  fordert,  dass freiberufliche, von ärztlichen Inhabern geführte Praxen gegenüber Konzernen und  Finanzinvestoren bevorzugt zugelassen werden müssen und  die  Anzahl Medizinischer Versorgungszentren eines Betreibers begrenzt werden.

Weiterhin    sollen   Ärztekammern,   Kassenärztliche   Vereinigungen   und Berufsverbände  junge  Ärztinnen  und  Ärzten  bei der  freien Niederlassung coachen und in der Gründungsphase unterstützen.

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