Bremen18.01.2019

Klinische Ausbildung von Medizinern hilft Bremen weiter

Ärztekammer Bremen: Erster wichtiger Schritt ist getan

Bremen - Die Ärztekammer Bremen begrüßt die gestrige Empfehlung von Wissenschaftsausschuss und Gesundheitsdeputation an die Bürgerschaft, die klinische Ausbildung von Medizinern in Bremen zu prüfen. „So ist wahrscheinlicher geworden, dass Bremen schon bald selbst Ärztinnen und Ärzte ausbilden kann“, sagt Dr. Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer, im Rahmen der gestrigen Sitzung.

Vor dem Hintergrund des bundesweiten Ärztemangels, dem medizinischen Fortschritt und einer immer älter werdenden Bevölkerung habe sich die ärztliche Arbeit total verdichtet, so Gitter: „Der Bedarf nach Ärztinnen und Ärzten und anderen Gesundheitsberufen steigt daher enorm. Eine ausreichende Zahl und eine gute Qualifikation von Ärztinnen und Ärzten sichert nicht nur die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, sondern unterstützt auch den Wirtschaftsstandort Bremen nachhaltig und wesentlich.“

In einem ersten Schritt die klinische Ausbildung zu ermöglichen, helfe Bremen schon sehr weiter. „Wenn tatsächlich klar ist, wie der Masterplan Medizin 2020 realisiert werden soll und die Pläne und Erfahrungen in Bremen weiter vorangeschritten sind, wird man auch mehr Klarheit haben, ob die Überlegungen auf einen Vollstudiengang erweitert werden können und müssen“, sagt Heidrun Gitter.

Bremen hält vielfältige und gute Möglichkeiten vor, ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Studium für Ärztinnen und Ärzte auch im Verbund mit der akademischen Qualifikation anderer Gesundheitsberufe einzurichten. Gute Voraussetzungen hat Bremen auch für die Ausbildung in der Grund- und Regelversorgung auch im Verbund mit möglichen akademischen Lehrpraxen in Bremen und Bremerhaven. „Die Kliniken in kommunaler Trägerschaft in Bremen und Bremerhaven bieten  Hochleistungsmedizin für die Bevölkerung, die nicht jede Universitätsmedizin hat“, sagt Heidrun Gitter. „Diese attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten und spannende Berufsfelder im hochspezialisierten Bereich sind Bewerberinnen und Bewerbern aber oft nicht bekannt, da sie diese eher an Universitätskliniken vermuten.“

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