Brandenburg18.12.2018

Krankenhausqualität: Landesärztekammer Brandenburg unterstützt Kurs von Ministerin Karawanskij

Potsdam - Die Landesärztekammer Brandenburg unterstützt die in den letzten Wochen vielzitierte Haltung von Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij bei der Umsetzung von GBA-Qualitätsindikatoren zur Krankenhausplanung. Danach sollen Krankenhäuser vor einer automatischen Schließung bewahrt werden, wenn sie einzelne Qualitätsanforderungen des GBA nicht erfüllen.

„Qualitätsanforderungen für Krankenhäuser sind gut und richtig. Aber sie verbessern die gesundheitliche Versorgung nur dann, wenn sie die Besonderheiten vor Ort berücksichtigen und bei Nichterfüllung von detaillierten Anforderungen in Spezialbereichen nicht sofort zu einem Aus der gesamten Einrichtung führen.“ Das erklärt Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB). Die geplante Regelung im Brandenburgischen Krankenhausentwicklungsgesetz sei deshalb zu begrüßen. Danach soll die Übernahme der Empfehlungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu den Qualitätsindikatoren für die Krankenhausplanung der Länder mit einem Anwendungsspielraum der Landesregierung verknüpft werden. Einen solchen Spielraum sieht das Sozialrecht für die Landesebene als Regelungsmöglichkeit vor.

„Es sollte zu denken geben, dass die Erfinder der Qualitätsindikatoren beim G-BA bekanntermaßen derzeit selbst nicht von deren Tauglichkeit für die qualitätsbezogene Krankenhausplanung ausgehen“, so Schulz weiter. Die Umsetzung müsse daher mit Augenmaß erfolgen. „Zentralisierte Pauschallösungen führen nicht automatisch zu einer besseren Qualität in der Versorgung“, so Schulz.
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