Rheinland-Pfalz17.12.2018

Landesärztekammer Rheinland-Pfalz: Teilstudienplätze sind kein Gewinn

Mainz - Großes Verständnis für die Medizinstudierenden, die heute in Mainz auf ihre problematische Situation mit einem Teilstudienplatz aufmerksam machen, zeigt die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz.
 
Teilstudienplätze sind keine Lösung, um mehr Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung zu gewinnen, kritisiert Dr. Jürgen Hoffart, Hauptgeschäftsführer der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz: „Es ist keineswegs förderlich, junge engagierte Medizinstudierende nach dem Physikum ohne Perspektive auf die Straße zu setzen. Wir brauchen in Zukunft auch diese jungen Kolleginnen und Kollegen dringend.“
 
Das Problem der Teilstudienplätze zeigt, wie wichtig es ist, dass in Rheinland-Pfalz endlich mehr Medizinstudienplätze zur Verfügung stehen, so Hoffart. Auch die geplante Regionalisierung des Medizinstudiums kann Entlastung für Teilstudienplatzinhaber bringen, wenn demnächst Studierende den klinischen Teil ihres Studiums beispielsweise in Trier absolvieren können.

Auch in Kenntnis der Problematik von Gerichtszulassungen zum Studium sollte die Universität Mainz darüber nachdenken, für diese Studierende eine Überlastquote in der klinischen Ausbildung zu fahren.
 
Ein Teilstudienplatz ist ein Studienplatz, bei dem die Zulassung auf den ersten Teil des Studiengangs beschränkt und das Weiterstudium nicht gewährleistet ist. Einen Teilstudienplatz bekommen Bewerber über das Losverfahren oder weil sie mit einer Klage Zugang zum Medizinstudium bekommen haben.

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