Thüringen23.04.2019

Landesärztekammer Thüringen: Hängepartie um Dekan/Wissenschaftlichen Vorstand an der Jenaer Universität bzw. Universitätsklinikum beenden

Jena - Angesichts der jüngsten Medienberichterstattung fordert die Landesärztekammer Thüringen als Selbstverwaltungsorgan der Thüringer Ärzteschaft das Thüringer Wissenschaftsministerium auf, die Hängepartie um die Besetzung des  Wissenschaftlichen Vorstandes bzw. der Stelle des Dekans zu beenden und zu einem sachorientierten Lösungsansatz zurückzukehren.

„Die Freiheit der universitären Selbstbestimmung können wir als Selbstverwaltungsorganisation nur konsequent unterstützen“, sagt die Präsidentin der Landesärztekammer, Dr. Ellen Lundershausen. Zugleich fordert sie dazu auf, das Votum des Fakultätsrates als universitärem Gremium zu respektieren und dementsprechend zu handeln. „Eine Beschränkung universitärer Freiheit durch die Hintertür darf es nicht geben“, so Lundershausen.

Angesichts drängender medizinischer Versorgungsprobleme in Thüringen wie Ärztemangel und der Notwendigkeit der Schaffung neuer Medizinstudienplätze kann sich Thüringen die Vakanz dieser wichtigen Position nicht leisten. „Uns läuft die Zeit davon,“ so Lundershausen. Darüber hinaus ist es aus Sicht der Landesärztekammer unabdingbar, dass die Stelle des Dekans bzw. des Wissenschaftlichen Vorstandes mit einem klinisch-tätigen Arzt besetzt wird. Ärztlich-klinische und wissenschaftliche Expertise gebündelt in der Position des Dekans der Medizinischen Fakultät sind für medizinische Ausbildung junger Ärzte und Patientensicherheit Goldstandard.

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