Niedersachsen05.03.2019

Niedersachsen: Eine gesunde Ernährung kann Diabetes und andere Krankheiten verhindern

„Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März: Marion Charlotte Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, warnt vor Fehlernährung schon im Kindesalter

Hannover - Auf etwa zwölf Millionen Menschen steigt die Zahl der an Typ-2-Diabetes erkrankten Deutschen bis 2040. Das errechneten jetzt Experten vom Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf. „Doch dieser sogenannte Altersdiabetes lässt sich nicht zuletzt oft durch eine ausgewogene Ernährung verhindern“, sagt Marion Charlotte Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). Denn Übergewicht, mangelnde Bewegung und vor allem auch Fehlernährung seien wichtige Risikofaktoren für Diabetes mellitus, betont die Allgemeinmedizinerin anlässlich des „Tags der gesunden Ernährung“ am 7. März. Eine unausgewogene Ernährungsweise kann allerdings nicht nur zu Diabetes, sondern auch zu Schlaganfällen und Bluthochdruck sowie zu Erkrankungen von Herz, Leber oder der Nieren führen. Sie begünstigt sogar die Entstehung verschiedener Krebsarten.

Tatsache ist, dass laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland mittlerweile 15,4 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig sind. 5,9 Prozent sind sogar fettleibig. Zusammen mit ÄKN-Präsidentin Dr. Martina Wenker setzt sich Renneberg schon seit Längerem für ein Schulfach Gesundheit in Niedersachsen ein: „Als Hausärztin erlebe ich, dass viele Erwachsene Schwierigkeiten haben, ein gesundes Essen zuzubereiten. So können auch ihre Kinder kein Gespür für gesunde Ernährung entwickeln.“

Neben Ernährungsmedizinern, die ebenfalls für ein Unterrichtsfach Ernährung plädieren, vermisst auch die Mehrheit der Deutschen das Thema Gesundheit in der Schule. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage der Stiftung Gesundheitswissen. 71 Prozent der rund 1000 vom Marktforschungsinstitut forsa Befragten sind offenkundig der Meinung, dass Gesundheitsthemen in der Schule zu wenig behandelt werden.

www.aekn.de