Niedersachsen24.08.2018

Niedersachsen: Hausärztliche Versorgung in Niedersachsen flächendeckend sicherstellen

Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von SPD und CDU

Hannover - Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) begrüßen den  in der heutigen Landtagssitzung zur ersten Beratung vorgelegten Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von SPD und  CDU. „Es ist sehr erfreulich, dass die Sozialdemokraten und Christdemokraten die ärztliche Versorgung in Niedersachsen  sicherstellen und zukunftsfest machen wollen“, erklärt Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker. „Neue Medizinstudienplätze müssen zügig eingerichtet werden. Es darf nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Es dauert zwölf Jahre,  bis die heutigen Studienanfänger als fertige Ärztinnen und Ärzte in der Praxis stehen“, ergänzt KVN-Vorstandsvorsitzender Mark  Barjenbruch.

Im Entschließungsantrag „Hausärztliche Versorgung flächendeckend in Niedersachsen sicherstellen“ wird die Niedersächsische  Landesregierung als erstes aufgefordert, den Ausbau der Studienplätze für Medizin zügig voranzutreiben. „Es ist dringend  notwendig, in Niedersachsen mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden“, bestätigt Martina Wenker. „Um die Situation kurzfristig zu  entspannen, müssen jetzt sofort mindestens 250 Studienplätze neu geschaffen werden“, fordert die Kammerpräsidentin.  Langfristig müssten die Kapazitäten an den Medizinischen Fakultäten zusätzlich deutlich gesteigert werden: „Es freut mich sehr,  dass unser Vorschlag, die akademischen Lehrkrankenhäuser in die klinische Lehre einzubinden, um in diesem Abschnitt mehr  Studienplätze zu schaffen, ebenfalls Einzug in den Antrag gefunden hat“, betont Wenker.

„Durch die Maßnahmen im Entschließungsantrag ist ein breiter Katalog entstanden, der die Attraktivität des Arztberufs erhöht“,  sagt Mark Barjenbruch. „Hospitationen in hausärztlichen Praxen, die Verbundweiterbildung in Krankenhäusern und Praxen und  neue kooperative Arbeitsmöglichkeiten für Medizinerinnen und Mediziner. Diese Anreize werden Ärztinnen und Ärzte dazu  bewegen, sich in ländlichen Gebieten niederzulassen und damit für eine Entschärfung der Versorgungsprobleme zu sorgen“, so  der Vorstandsvorsitzende. „Alle Partner im niedersächsischen Gesundheitswesen dürfen nicht in ihrem gemeinsamen Bemühen  nachlassen, eine flächendeckende ärztliche Versorgung für die Menschen in Niedersachsen zu erhalten“, unterstreicht  Barjenbruch.

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