Niedersachsen11.05.2018

Niedersachsen: „Wichtiger Beschluss zum Schutz der Patienten“

Hannover - „Unsere niedersächsische Initiative zu einer Anpassung des Anerkennungsverfahrens von ärztlichen Ausbildungen aus Drittstaaten ist auch auf Bundesebene positiv aufgenommen worden“, erklärt Kammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker. Nach intensiven und konstruktiven Debatten haben die Delegierten des Deutschen Ärztetags den Gesetzgeber gestern aufgefordert zu regeln, dass alle Ärztinnen und Ärzte mit absolvierter ärztlicher Ausbildung aus Drittstaaten einen Kenntnisstand nachweisen, über den auch Ärztinnen und Ärzte verfügen, die in Deutschland ihre ärztliche Ausbildung absolviert haben.

„Der Nachweis, dass die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten vorliegen, soll durch das Ablegen einer bundeseinheitlichen Prüfung – analog zum 3. Abschnitt des ärztlichen Staatsexamens – gewährleistet werden“, führt die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer aus. „Es geht hier um die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten – da lasse ich keine Abstriche zu“, betont Wenker. 

Der Deutsche Ärztetag fordert außerdem die Bundesländer auf, die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe zeitnah umfassend auszubauen, sodass alle Anträge auf Anerkennung ärztlicher Grundausbildungen vollständig bearbeitet und fristgerecht beschieden werden können. „Dies ist ein wichtiger Schritt und eine wirksame Maßnahme, um einen möglichen Approbationstourismus zu unterbinden“, sagt Wenker. „Diese Reformen des Anerkennungsverfahrens müssen nun zügig in Gang gebracht werden!“

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