Sachsen-Anhalt10.09.2018

Sachsen-Anhalt: Rationale Arzneimitteltherapie erfordert enge Abstimmung

27. Fortbildungstag der Ärztekammer Sachsen-Anhalt in Magdeburg

Magdeburg - Wenn sich Arzt und Apotheker gemeinsam für die Gesundung ihrer Patienten einsetzen, dann ist das im Sinne ihrer Erkrankten. „Für unsere Patienten ist eine innerärztliche Kommunikation unerlässlich. Genauso wichtig ist aber auch die enge Abstimmung zwischen Arzt und Apotheker. Um das Bewusstsein für das gegenseitige Miteinander zu schärfen, widmet sich unser diesjähriger Fortbildungstag dem Thema „Rationale Arzneimitteltherapie – ein Thema für Arzt und Apotheker“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.
 
Immerhin sorgen sich Ärzte und Apotheker gemeinsam um das Wohlergehen ihrer Patienten. Ist ein Mensch erkrankt, geht er mit seinen gesundheitlichen Problemen zumeist erst zum Arzt. Behandelt dieser die Erkrankung mit Arzneimitteln, wird schnell beim Apotheker deutlich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker ist. Das verbindende Element dieser beiden Gesundheitsberufe sind die verordneten und die in Selbstmedikation eingenommenen Arzneimittel. Denn viel zu häufig ist der Mix problematisch für den Patienten.
 
Hintergrund: In Deutschland nehmen über sieben Millionen Bürger dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum fünf oder mehr Arzneimittel täglich ein. Betroffen sind insbesondere ältere und multimorbide Patienten. Mit der Anzahl gleichzeitig eingenommener Wirkstoffe steigt das Risiko für Wechselwirkungen. Die Balance zwischen nützlicher und notwendiger Behandlung und unangemessener Übertherapie zu finden, ist eine Herausforderung im ärztlichen Alltag.
 
Patienten mit Multimedikation fordern Arzt und Apotheker gleichermaßen, gilt es doch gerade bei diesen Patienten unerwünschte Arzneimittelinteraktionen zu erkennen und zu vermeiden. Interaktionsprobleme lassen sich oft nur im Schulterschluss beider Berufsgruppen lösen. „Aus diesem Grund sollte die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern im täglichen Praxisalltag erleichtert werden, um am Ende die Arzneimitteltherapiesicherheit für die Patienten zu erhöhen“, erklärt Präsidentin Heinemann-Meerz.
 
Über erfolgreiche Kommunikation im Beziehungsdreieck Arzt-Apotheker-Patient informiert Dr. Andreas Drust, Arzt am Universitätsklinikum Magdeburg und approbierter Apotheker. Über Sturzereignisse und Demenzrisiko durch Polypharmazie bei geriatrischen Patienten berichtet Dr. Ursula Wolf vom Universitätsklinikum Halle (Saale). Diese und weitere Themenschwerpunkte werden bei der gemeinsamen Fortbildung von Ärztekammer und Apothekerkammer Sachsen-Anhalt beleuchtet.
 
Der 27. Fortbildungstag der Ärztekammer Sachsen-Anhalt findet am:
Samstag, den 15. September 2018 von 09:15 Uhr bis 13:45 Uhr
im Haus der Heilberufe, EG 77/78, Doctor-Eisenbart-Ring 2,
39120 Magdeburg statt.

www.aeksa.de