Sachsen23.02.2021

Sachsen: Sächsische Landesärztekammer setzt 2021 noch mehr auf Nachhaltigkeit

Dresden - Die Idee einer nachhaltigen Ausrichtung von Betrieben und Einrichtungen ist immer mehr auf dem Vormarsch. Die Sächsische Landesärztekammer hat diese Idee schon sehr lange im Fokus. "Die bautechnische Gestaltung des Kammergebäudes und des Außenbereiches, die Materialbeschaffung, das Catering und die Mobilität der Gäste sowie der rund 100 Mitarbeiter haben wir schon immer durch die Brille der Nachhaltigkeit betrachtet.", betont Präsident Erik Bodendieck. In diesem Jahr werden weitere Weichen in Richtung Nachhaltigkeit gestellt.

Gründach, Ökostrom und Schmetterlinge

Zu den seit 1995 genutzten bautechnischen Maßnahmen in den Kammergebäuden gehören Erdwärmepumpe, Gründach, Regenwasser-Zisterne genauso wie registrierte Schmetterlingswiesen, naturnahe Bepflanzung und eine Erhaltungspflege für Bäume. 2018 wurde eine Elektrotankstelle für E-Autos errichtet und Ende letzten Jahres erfolgte noch die Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent Ökostrom.

Bahn, Bus, Fahrrad statt PKW

Auch bei der Wahl der Verkehrsmittel setzt die Landesärztekammer auf Ökologie. Bereits vorhanden ist ein Jobticket für Mitarbeiter mit 30 % Förderung durch die Ärztekammer und zahlreiche Fahrradstellplätze. In Planung befindet sich für 2021 ein sogenannter Mobi-Punkt. Dieser Mobi-Punkt bildet eine Verknüpfung von Bahn und Bus, Bike- und Carsharing und die Möglichkeit des Elektroladens. Ein Angebot, mit dem die Wahl des optimalen Verkehrsmittels zukünftig noch leichter fallen und der Weg zur Ärztekammer noch umweltfreundlicher wird.

Dienstreisen mit dem Zug

Damit nicht jeder allein mit einem Auto fährt, gibt es bei Dienstreisen verschiedene Anreize, damit mehrere Dienstreisende aus dem gleichen Ort für die Fahrt zum Tagungsort einen privaten PKW gemeinsam nutzen. Und bei Dienstreisen außerhalb Sachsens sind grundsätzlich nur öffentliche Verkehrsmittel vorgesehen. Zudem werden dienstliche Kilometer mit Moped oder Fahrrad erstattet.

Video statt Präsenz für mehr Flexibilität

Um die Reisetätigkeit nachhaltig abzusenken und gleichzeitig die Arbeitsfähigkeit der Landesärztekammer zu gewährleisten, werden Schritt für Schritt immer mehr Gremiensitzungen und ärztliche Fortbildungen als Hybrid- oder reine Online-Veranstaltungen durchgeführt. Damit können die Krankenhaus- und Praxisärzte viel flexibler ihren ehrenamtlichen Verpflichtungen nachkommen. Für Mitarbeiter wurden bereits verstärkt Arbeitsplätze für mobiles Arbeiten eingerichtet, die 2021 noch weiter ausgebaut werden sollen, wenn es die Aufgabenstellung zulässt.

eAkte ersetzt Papier

Um Papier zu sparen, wurde in vielen Abteilungen der Landesärztekammer bereits vor Jahren eine eAkte eingeführt. Weitere Bereiche werden in diesem Jahr dazu kommen. Ein Mitgliederportal bietet bereits eine papierlose Kammerbeitragsveranlagung und Änderungsmeldungen rechtssicher an. Auch werden alle Beratungsvorlagen für die Kammerversammlungen und den Vorstand nur noch elektronisch bereitgestellt. Für dennoch notwendige Papierausdrucke wird nur Papier der Stärke 70 g/m² und nicht das sonst übliche Papier mit 90 g/m² genutzt. Recyclebares Papier wird in einer hauseigenen Papierpresse gesammelt und der Wiederverwendung zugeführt.

Gesunde Ernährung, natürlich regional

Die Landesärztekammer legt verständlicherweise viel Wert auf eine gesunde Ernährung. Gäste und Mitarbeiter können sich im Kammerrestaurant deshalb am Salatbuffet bedienen oder vegetarische Gerichte auswählen. Dabei kommen vor allem Produkte regionaler Anbieter von Kartoffeln, Gemüse und Fleisch in den Topf, um auch den ökologischen Fußabdruck klein zu halten. Langfristig wird das Ziel verfolgt, noch mehr Frischküche als moderne und gesunde Alternative anzubieten.

Kein Anschluss an ÖPNV

Mehrere Anträge an die Dresdner Verkehrsbetriebe, den Carolapark an den ÖPNV über Bus oder S-Bahn anzuschließen, hatten bisher leider keinen Erfolg, obwohl auf dem Gelände große Einrichtungen mit mehreren hundert Mitarbeitern und Tagesgästen, wie dem Hauptzollamt, drei Heilberufekammern sowie weitere Behörden und Betriebe, angesiedelt sind. Mindestens noch ein Ziel, wofür sich zu kämpfen lohnt.

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