Hessen21.01.2019

Steigende Ausbildungszahlen in hessischen Arztpraxen

Ärztekammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski unterstützt das Ausbildungsengagement hessischer Ärztinnen und Ärzte

Frankfurt - Auch  2018  haben  Ärztinnen  und  Ärzte in Hessen wieder mehr Medizinische Fachangestellte (MFA) ausgebildet. Während bereits die Halbjahresbilanz mit 662 neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen zum 30.06.2018 gegenüber 596 zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres positiv ausgefallen war, wurde sie von  der  Bilanz  am  Ende  des  Jahres  noch   übertroffen:  So konnten zum 31.12.2018  insgesamt  1.135  abgeschlossene  Berufsausbildungsverträge  in hessischen   Arztpraxen  verzeichnet  werden. Im Vorjahr hatte sich die Zahl noch auf 1.057 belaufen.

Als erfreuliche Entwicklung bezeichnet der Präsident der Landesärztekammer, Dr.    med.    Edgar    Pinkowski,   den    kontinuierlichen   Anstieg   der Ausbildungszahlen  in  den vergangenen Jahren: „Damit wird sowohl das große Interesse  an   dem ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Beruf der Medizinischen    Fachangestellten    deutlich    als    auch     die    hohe Ausbildungsbereitschaft  der  ärztlichen  Kolleginnen  und  Kollegen.“  Die positive    Entwicklung    zeige,    dass    die    Ausbildungsbereitschaft niedergelassener   Ärztinnen   und   Ärzte  trotz  schwieriger  beruflicher Rahmenbedingungen wachse. Zugleich bezeichnete Pinkowski die Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten (MFA) als eine „Investition in die  Zukunft“, da  diese  sowohl  die  berufliche  Zukunft  junger  Menschen  als auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung sichere.

Laut der bundesweit durchgeführten DIHK-Befragung „Ausbildung 2018“ stellen nach  wie  vor  unklare  Berufsvorstellungen und mangelnde Ausbildungsreife vieler  Schulabgänger  die  beiden  größten Ausbildungshemmnisse dar – eine Aussage,   die   Roswitha  Barthel,  Leiterin  der  Abteilung  „Medizinische Fachangestellte“  der  Landesärztekammer  Hessen, bestätigt:  „Interessierte junge  Leute  sind  sich  nicht  immer  bewusst,  dass  mit  dem  Beruf des Medizinischen Fachangestellten große  Verantwortung einhergeht. Fehlerhaftes oder  unkonzentriertes  Verhalten,  ggf. auch sprachlich bedingt, kann sich unter  Umständen negativ auf die Patienten und damit auch auf die Arztpraxis auswirken. Als zukünftige Mitarbeiter an der Seite von  Ärztinnen und Ärzten sollten  Bewerber  neben dem Interesse an medizinischen Zusammenhängen auch Einfühlungsvermögen  und Kommunikationsfreude mitbringen. Zudem sollten sie den Wunsch haben, mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen.“

Noch   ist  der  Bewerbermangel  in  dem  Ausbildungsberuf  der  MFA  nicht gravierend.  Allerdings werde die demografische  Entwicklung auch vor Praxen und Krankenhäusern nicht Halt machen, sagte Dr. Pinkowski. „Ich unterstütze daher  das  Ausbildungsengagement von Ärztinnen und Ärzten ausdrücklich. Nur so    kann   einem   Fachkräftemangel   in   diesem    Bereich   rechtzeitig entgegengewirkt werden.“

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