Thüringen26.04.2021

Thüringen: Gemeinsam für den Ärztenachwuchs: Mentoren-Projekt 2.0 fördert Medizinstudierende

Gemeinsame Presse-Information der Landesärztekammer Thüringen, des Universitätsklinikums Jena, der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen (savth) und der gesetzlichen Krankenkassen in Thüringen

Jena - Um Medizinstudierende für eine spätere ärztliche Tätigkeit in Thüringen zu begeistern und somit zur Sicherung der flächendeckenden medizinischen Versorgung beizutragen, wurde in Thüringen zum 1. April 2021 das Mentoren-Projekt 2.0 gestartet. Ziel des zunächst auf drei Jahre angelegten Projektes ist es, neben der frühzeitigen ärztlichen Praxis, auch das Interesse für die ärztliche Tätigkeit in den Regionen zu wecken und somit zur Sicherung der flächendeckenden medizinischen Versorgung in Thüringen beizutragen. Insgesamt 20 Plätze stehen den Medizinstudierenden des Universitätsklinikums Jena jährlich zur Verfügung.

Die Studierenden, die sogenannten „Mentees“ im Projekt, begleiten die ärztlichen Mentoren auf der Station, in der Ambulanz, im OP oder in der Praxis; sie beobachten, fragen und lernen von ihrem Mentor. An zehn Tagen mit mindestens sechs Arbeitsstunden arbeiten sie gemeinsam mit ihren Mentoren an den festgelegten Lernzielen. Nach erfolgreicher Absolvierung des Mentoren-Projektes erhalten die Studierenden eine Prämie in Höhe von 250 Euro. Hierfür muss nach Abschluss des Projektes ein Förderantrag bei der Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen (savth) gestellt werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen in Thüringen unterstützen das Mentoren-Projekt und fördern den ärztlichen Nachwuchs mit jährlich 5.000 Euro. „Wir haben kassenübergreifend das gleiche Ziel: nämlich eine zukunftssichere, ärztliche Versorgung im Freistaat für unsere Versicherten zu gestalten und sind dazu auch bereit, einen finanziellen Anreiz zu schaffen. Wir möchten jungen Ärztinnen und Ärzten praxisnahe Erfahrungen vor Ort ermöglichen und mit unserem Engagement ein Signal setzen, dass es wichtig ist, dass die Menschen auch in 10 Jahren noch wohnortnah versorgt werden“, fasst Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS stellvertretend für die gesetzlichen Krankenkassen die Bemühungen zusammen.

Der Ärztescout Thüringen ist Ansprechpartner zum Mentoren-Projekt, berät zu den Voraussetzungen und evaluiert mit dem Universitätsklinikum Jena den Erfolg des Programms. Die Landesärztekammer Thüringen akquiriert landesweit geeignete Mentorinnen und Mentoren, wobei der Fokus auf den ländlichen Regionen liegen soll. Eine Übersicht zu den bisher gemeldeten Mentorinnen und Mentoren und deren Fachgebieten finden Interessierte hier.