Thüringen12.12.2019

Thüringen: Mehr Medizinstudienplätze für Thüringen – Unterstützung für FDP Forderung 

Gemeinsame Presse-Information der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen und der Landesärztekammer Thüringen

Jena - In einer gemeinsamen Sitzung haben sich heute der Vorstand der Landeskrankenhausgesellschaft und der Vorstand der Landesärztekammer Thüringen ausdrücklich für die Unterstützung der Forderung der FDP (heutige Zeitungsberichterstattung von TA, TLZ und OTZ) nach mehr Medizinstudienplätzen ausgesprochen. „Es ist dringend notwendig, dass dieses Problem endlich in konkrete Bahnen gelenkt wird“, sind sich Dr. Ellen Lundershausen, Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, und Dr. Gundula Werner, Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, einig.
 
„Bereits im Herbst hatten wir im Vorfeld der Landtagswahl die Thüringer Parteien gemeinsam mit anderen Akteuren des Thüringer Gesundheitswesens wie der Kassenärztlichen Vereinigung und der Kassen aufgefordert, sich zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze im Fach Humanmedizin zu bekennen und im neu gewählten Landtag diese Aufgabe schnellstmöglich anzugehen“, so Lundershausen und Werner.
 
Aus Sicht von Landesärztekammer und Landeskrankenhausgesellschaft ist die Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze alternativlos! „Zum einen, weil andere Bundesländer mit verschiedenen Instrumenten, u. a. der Schaffung neuer Kapazitäten an weiteren Universitäten oder einer Landarztquote, selbst entsprechende Maßnahmen ergreifen und für ihren eigenen Nachwuchs sorgen und diese Studierenden nicht unbedingt zu uns nach Thüringen kommen werden. Zum anderen ist in den vergangenen Jahren der Anteil der Medizinstudierenden aus Thüringen an der Universität Jena kontinuierlich zurückgegangen“, so die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen.
 
„Darüber hinaus lässt die demografische Entwicklung für Thüringen bereits heute erkennen, dass in den nächsten Jahren viele Ärzte ausscheiden und die Bevölkerung gerade in den ländlichen Gebieten überaltert und mehr Gesundheitsleistungen nachfragen werden,“ so Dr. Gundula Werner, Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen.
 
Ziel von Landeskrankenhausgesellschaft und Landesärztekammer ist es, weiterhin eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung in Thüringen zu ermöglichen. Dazu bedarf es dringend mehr gut ausgebildeter Ärzte und folglich einer Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze in Thüringen. Beide Verbände sind sich einig, dass angehende junge Ärztinnen und Ärzte, die in Thüringen studieren und auch hier ihre Facharztweiterbildung absolvieren, für eine spätere ärztliche Tätigkeit in Thüringen gewonnen werden können.

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