Westfalen-Lippe28.08.2019

Westfalen-Lippe: 12. Westfälischer Ärztetag in Münster 

Digitalisierung wird Ärzte in der Patientenversorgung wirkungsvoll unterstützen – aber nicht ersetzen

Münster - „Patientenversorgung im digitalen Wandel“ ist das Thema des 12. Westfälischen Ärztetages, zu dem die Ärztekammer Westfalen-Lippe am Freitag (30. August) einlädt. 
 
„Digitalisierung soll und wird Ärztinnen und Ärzte in der Patientenversorgung wirkungsvoll unterstützen“, ist Ärztekammerpräsident Dr. Theodor Windhorst überzeugt. „Doch sie wird Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Im Zentrum steht auch künftig die persönliche, vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung.“ Dass die Ärzteschaft im Sinne von Patientinnen und Patienten die Entwicklung und Einführung neuer Versorgungsangebote mitgestalte, sei deshalb von großer Bedeutung – und auch, dass die Entwicklung insgesamt an Tempo gewinne. „Im Gesundheitswesen ging es bislang mit der Digitalisierung vergleichsweise langsam voran, man denke nur an die elektronische Gesundheitskarte.“ 
 
Im Ärztehaus in Münster werden beim Ärztetag ausgewählte Beispiele für eine verbesserte Patientenversorgung durch digitale Anwendungen präsentiert, die sich bereits in der Praxis bewähren, so z. B. „Telenotärzte“ als Ergänzung des bestehenden Rettungsdienstes oder die hausärztliche Betreuung von Patienten in einer Videosprechstunde – der „Tele-Rucksack“ einer Versorgungsassistentin macht es möglich. Doch auch die Chancen und Grenzen künstlicher Intelligenz und ethische Fragen, die die Digitalisierung in der Medizin aufwirft, kommen zur Sprache. In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Ärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung, Krankenhäusern, Gesetzlicher Kranken-versicherung und Landesgesundheitsministerium geht es zudem um ein gemeinsames Verständnis von Digitalisierung und um die nötigen Regeln für die flächendeckende Einführung digitaler Versorgungsangebote. 

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