Landesärztekammern 12.07.2018

Westfalen-Lippe: 43 Mal „sehr gut“ - Ärztekammer ehrt erfolgreiche Absolventen 

Münster - Mehr als 1.600 Auszubildende für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) haben sich in diesem Jahr zur Abschlussprüfung an einem der 35 Berufskollegs in Westfalen-Lippe angemeldet. 43 von ihnen erreichten die Höchstnote „sehr gut“. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe zeichnete sie gestern im Rahmen einer Feierstunde im Ärztehaus in Münster aus: Der Beauftragte der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, Dr. med. Hans-Peter Peters, gratulierte den neuen MFA und überreichte Urkunden und Buchpräsente. Er beglückwünschte außerdem zehn Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung, die die Abschlussprüfung ihrer Aufstiegsfortbildung ebenfalls mit Höchstnoten meisterten. 
 
Zur Sommerprüfung an den Berufskollegs in Westfalen-Lippe waren 1.351 Auszubildende für den Beruf der MFA angetreten, bei der vorangegangenen Winterprüfung waren es 265. Der MFA-Brief eröffne den Start in das vielfältige und anspruchsvolle Berufsleben der Medizinischen Fachangestellten, erläuterte Ausbildungsbeauftragter Dr. Peters. Sie seien Bezugsperson für Patientinnen und Patienten. Als „rechte Hand“ von Ärztin und Arzt übten sie außerdem eine überaus verantwortungsvolle Tätigkeit aus. So sei die interprofessionelle Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen in der Arztpraxis gelebte Realität und wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg. 
 
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe betreut nach dem Berufsbildungsgesetz die dreijährige Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten. Die anspruchsvolle Ausbildung vermittle umfangreiches fachliches Wissen, unterstrich Dr. Peters. Er würdigte die Ärztinnen und Ärzten, die ihre Auszubildenden mit großer Bereitschaft zu hervorragenden Abschlüssen geführt hätten, dankte aber auch den Berufskollegs in Westfalen-Lippe, mit denen die Ärztekammer eng zusammenarbeite. „Ohne dieses konstruktive Zusammenwirken wäre eine qualifizierte Ausbildung kaum möglich“, so Dr. Peters. Er hob besonders auch das hohe Engagement der Schulleiter und Lehrer hervor. 
 
Medizinischen Fachangestellten stehen vielfältige Möglichkeiten weiterer beruflicher Qualifizierung offen: Mittlerweile gibt es 26 Spezialisierungsqualifikationen, wie die Entlastende Versorgungsassistentin (EVA) in Hausarzt- und Facharztpraxen. Ebenso besteht die Möglichkeit der Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung. 

www.aekwl.de