Westfalen-Lippe02.11.2018

Westfalen-Lippe: Windhorst: Es muss jetzt eine gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung erfolgen

Kammer begrüßt längst fällige Gesetzesinitiative zur Organspende – Noch mehr Information, Aufklärung und Kommunikation notwendig

Münster -  Seit Jahren setzt sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) dafür ein, die Situation der schwerkranken Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind, zu verbessern und die lange Warteliste für eine Transplantation abzubauen. Dazu hat der Präsident der ÄKWL, Dr. Theodor Windhorst, bis heute viele Gespräche mit Bürgern, Patienten, Vertretern der Landes- und Bundespolitik, ärztlich Beteiligten sowie Verbänden und weiteren gesellschaftlich Beteiligten geführt. Der nun vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zur Organspende ist nach Ansicht der Ärztekammer Westfalen-Lippe „längst fällig“ und gibt den richtigen Weg vor. Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst erklärt:
 
„Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Spahn erkennen an, dass die Rahmenbedingungen für die Organspende verbessert werden müssen. Dafür müssen die notwendigen Ressourcen und finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Das ist ein begrüßenswerter erster Schritt. Der zweite Schritt, nämlich die gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung der Thematik Organspende mit all ihren Facetten, muss jetzt folgen. Immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass das Thema der Organspende gesellschaftsumfassend ist. Wir müssen noch mehr und immer wieder über die Organspende sprechen. Wir brauchen noch mehr Information, Aufklärung und Kommunikation. Nur so können wir das Leid derer lindern, die auf ein Spenderorgan warten müssen. Das ist eine stetige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

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