Hessen16.11.2018

Zeitsparend und umweltschonend: Hessischer Ärztekammerpräsident begrüßt elektronisches Rezept

„Voraussetzung ist jedoch eine funktionstüchtige digitale Infrastruktur“

Frankfurt - Das  elektronische  Rezept  ist  weder das Ei des Kolumbus noch wird es die medizinische  Therapie  revolutionieren,  aber es kann Ärzten und Patienten helfen,  Zeit  zu  sparen“,  begrüßt  Dr.  Edgar  Pinkowski,  Präsident der Landesärztekammer  Hessen, den jüngsten Vorstoß von Bundesgesundheitsminister  Jens  Spahn (CDU) zur Einführung einer digitalen Verordnung.  „Schon  heute  werden  Patienten  auch  telefonisch  oder  per Videosprechstunde  beraten.  Da  macht  es  Sinn, wenn sie in diesen Fällen nicht  gesondert  in  die  Praxis  kommen  müssen,  um  sich  ein Rezept in Papierform    abzuholen.   Das   gilt   auch   für   Wiederholungsrezepte.“ Elektronische Rezepte seien rund um die Uhr abrufbar und umweltschonend.

Wichtige  Voraussetzung  ist  jedoch  eine  bislang  noch nicht vorhandene funktionstüchtige   digitale  Infrastruktur“,  betont   Pinkowski.  Zugleich dämpft  er  mögliche  Erwartungen,  dass  in  Zukunft  auch ohne Arztbesuch jedwedes  Medikament digital  verschrieben werden könnte.  „Für die Diagnose vieler Erkrankungen ist die körperliche Untersuchung unerlässlich. Und  auch in  unserer  digitalen  Welt  basieren  Therapie  und  Verordnung  auf  der Diagnose“,  erklärt  Pinkowski.  Um das  elektronische Rezept für Patienten, die eine Videosprechstunde besuchen oder ein Wiederholungsrezept benötigen, auf den Weg zu bringen  und den notwendigen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, sei nun der Gesetzgeber gefordert.

www.laekh.de