Berlin14.12.2021

Berliner Ärzt:innenschaft unterstützt gesundheitspolitische Ziele der neuen Bundesregierung

Berlin -  Der Koalitionsvertrag ist unterzeichnet. Einige der formulierten Vorhaben im Bereich Pflege und Gesundheit sind vielversprechend. Sowohl die ambulante und die stationäre Gesundheitsversorgung als auch den Öffentlichen Gesundheitsdienst hat man im Blick – leider trifft dies nicht auf alle medizinischen Berufe zu. Die COVID-19-Pandemie wird von allen gemeinsam bewältigt. Alle verdienen eine Anerkennung.

Der Koalitionsvertrag gibt Hoffnung, dass drängende gesundheitspolitische Themen angepackt werden, die bereits seit vielen Jahren von der Ärzt:innenschaft an die Politik adressiert wurden. Sei es bei der vorgesehenen sektorengleichen Vergütung durch Hybrid-DRGs oder die Aufhebung der Budgetierung der ärztlichen Honorare im hausärztlichen Bereich, die Berliner Ärzt:innenschaft ist bereit, bei der Umsetzung konstruktiv mitzuwirken. 

Auch die vorgesehene Stärkung der Pflege sowie der Pflegebonus werden von der Ärztekammer Berlin begrüßt. Die finanzielle Zuwendung ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die in der COVID-19-Pandemie geleistete Arbeit. 

Alle medizinischen Berufe verdienen Anerkennung und Wertschätzung 

„Es wird jedoch übersehen, dass die Pandemie gemeinsam von allen medizinischen Berufen eingedämmt wird. Neben der Pflege sind es auch die Medizinischen Fachangestellten in den ärztlichen Praxen sowie die Ärzt:innen in allen medizinischen Bereichen, die seit nahezu zwei Jahren Herausragendes leisten müssen. Sie alle verdienen Anerkennung und Wertschätzung für ihren unermüdlichen Einsatz“, sagt PD Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Ärztekammer Berlin. 
Dr. med. Matthias Blöchle, Vizepräsident der Ärztekammer Berlin und niedergelassener Facharzt, ergänzt: „Mit der Pandemie kamen auf die Mitarbeitenden der ambulanten Medizin erhebliche Mehrbelastungen zu. Der Beratungsbedarf der verunsicherten Patient:innen ist hoch. Nicht selten müssen sie Anfeindungen und Beleidigungen ertragen. Zudem setzen sie sich durch die zahlreichen Patientenkontakte selbst einem erheblichen Infektionsrisiko aus. Die Umsetzung der Impfkampagne in dieser Situation ist eine große Herausforderung. Aus genannten Gründen verdienen auch die Mitarbeitenden in den ärztlichen Praxen einen Corona-Bonus.“

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