Bundesärztekammer

Arztsuche

Arztsuche in Deutschland

Die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen der Regionen (normalerweise Bundesländer) in Deutschland sind die Einrichtungen, die als einzige die validen Angaben über die Qualifikation der in Deutschland tätigen Ärzte haben. Einige dieser Körperschaften haben bereits Arztsuchdienste aufgebaut, die im Internet für Patienten zugänglich sind. Andere geben bislang nur telefonisch Auskünfte über Ärzte. Wir bieten Ihnen von dieser Seite aus die Informationen zu den Suchdiensten in den einzelnen Regionen.

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Legende:

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Online-Arztsuche vorhanden

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telefonische Beratung bei der Suche nach einem Arzt


Die Arztsuche ist regional aus den Daten der entsprechenden Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen zusammengestellt und greift auf deren Daten zurück. Wenn Sie Ihren Eintrag im entsprechenden Arztsuchdienst nicht finden, wobei nicht alle Organisationen online vertreten sind, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Ärztekammer oder KV.

Irreversibler Hirnfunktionsausfall 06.07.2015

Richtlinie der BÄK zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls veröffentlicht

Berlin – Die Vierte Fortschreibung der Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls der Bundesärztekammer wurde heute im Deutschen Ärzteblatt bekannt gemacht und auf der Internetseite der Bundesärztekammer veröffentlicht. Das Bundesgesundheitsministerium hatte die Richtlinie ohne Beanstandungen genehmigt. In der fortgeschriebenen Richtlinie werden insbesondere die medizinischen Voraussetzungen für die Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls, die apparativen Untersuchungsmethoden und die Qualifikationsanforderungen der an der Diagnostik beteiligten Ärztinnen und Ärzte präzisiert. Die Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls erfolgt in...
Flüchtlinge 02.07.2015

Montgomery fordert menschlichen Umgang mit Flüchtlingen

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland gefordert und insbesondere das Verfahren zur Altersfeststellung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen scharf kritisiert. Nach einer Fehlgeburt, die eine risikoschwangere Frau aus Guinea nach ihrer Umverteilung von Hamburg nach Nordrhein-Westfalen erlitten hat, erklärte Montgomery: „Es ist tragisch, dass erst wieder etwas so Schreckliches passieren musste. Schwangere benötigen der besonderen menschlichen und medizinischen Fürsorge", erklärte Montgomery. Er forderte den Hamburger Senat auf, die Verschärfung im Umgang mit schwangeren Flüchtlingen zu revidieren und zu der Praxis zurück zu kehren, die Frauen im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft nicht mehr auf andere Bundesländer umzuverteilen. „Risikoschwangere dürfen selbstverständlich auch in einem früheren Stadium nicht umverteilt werden“, so Montgomery. Eine Beteiligung von Ärzten bei der Feststellung des Alters von Flüchtlingen sieht der Ärztepräsident äußerst kritisch. Alterseinschätzungen durch Knochenröntgen oder Computertomographie seien wissenschaftlich nicht unumstritten und sollten daher von Ärzten nicht angewandt werden. „Auch bei Untersuchungen der Geschlechtsmerkmale muss die Privatsphäre der zu Untersuchenden gewahrt bleiben. Dass Jugendliche regelhaft in die Gruppe der Erwachsenen eingeteilt werden, wenn sie an der Untersuchung nicht mitwirken, konterkariert die vorgebliche ´Freiwilligkeit´ und ist weder menschlich noch medizinisch gerechtfertigt“, kritisierte Montgomery.
Unabhängige Patientenberatung 01.07.2015

Montgomery: „Patientenberatung darf nicht zu einem kassennahen Call-Center werden“

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aufgefordert, sich in die umstrittene Auftragsvergabe für die Unabhängige Patientenberatung einzuschalten. Montgomery warnte in der Bild-Zeitung (01.07.2015): „Die gesetzlichen Krankenkassen versuchen, sich die Beratungsstelle unter den Nagel zu reißen." Der Minister müsse verhindern, dass die Unabhängige Patientenberatung zu einem krankenkassennahen Call-Center verkommt. Durch Presseberichte war die bevorstehende Entscheidung des GKV-Spitzenverband (GKV-SV) bekannt geworden, dass die gesetzlich vorgesehene Patientenberatung, mit der seit dem Jahr 2006 die Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) beauftragt war, ab dem Jahr 2016 durch ein Call-Center übernommen werden soll. Die Leistungen der UPD hatte der GKV-SV zuvor im Einvernehmen mit dem Patientenbeauftragten für einen Zeitraum von sieben Jahren neu ausgeschrieben. Die BÄK hatte die Vergabeabsicht in einer gemeinsamen Mitteilung mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Bundeszahnärztekammer scharf kritisiert. Eine Patientenberatung, die von einem Call-Center betrieben werden soll, das nachweislich schon für die Krankenkassen tätig war, könne unmöglich die Anliegen von Patienten und Versicherten – insbesondere auch gegenüber den Kostenträgern - glaubwürdig und umfassend vertreten, betonten die Institutionen. Die jetzt bekannt gewordene Vergabeabsicht konterkariere den Anspruch der bisherigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands an eine fachlich kompetente Beratung völlig. Hier solle eine etablierte, anerkannte und mitunter den Krankenkassen unbequeme Patientenberatung zu einem willfährigen Dienstleister auf der Lohnliste der Krankenkassen umfunktioniert werden.
Sterbehilfe-Debatte 01.07.2015

Schweigen über Tabuthema Tod brechen

Berlin - Anlässlich der morgigen Debatte im Deutschen Bundestag über eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe in Deutschland erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery:"Es ist gut, dass sich der Bundestag viel Zeit nimmt und sich ohne Fraktionszwang mit den unterschiedlichen Anträgen zur gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe beschäftigt. Die Parlamentsdebatte ist der vorläufige Höhepunkt einer in Politik und Öffentlichkeit sehr ernsthaft geführten Diskussion, die endlich das gesellschaftliche Schweigen über das Tabuthema Tod gebrochen hat. Dabei zeigen die im Vorfeld bekannt gewordenen Initiativen der verschiedenen Parlamentariergruppen, dass es einen großen Konsens gibt, Sterbehilfevereinen das Handwerk zu legen. Ebenso unstrittig ist es, die Palliativmedizin, die Schmerztherapie und die Hospizarbeit in Deutschland weiter auszubauen. Besonders hervorzuheben ist der Gesetzentwurf der Abgeordneten Michael Brand und Kerstin Griese. Der Entwurf sieht ein klares Verbot von Sterbehilfeorganisationen vor, verzichtet aber auf weitere gesetzliche Regelungen. Die sind auch gar nicht notwendig, denn die Berufsordnungen aller 17 Ärztekammern regeln einheitlich und bundesweit, dass es die Aufgabe von Ärzten ist, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten. Damit gilt schon jetzt für alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland: Sie sollen Hilfe beim Sterben leisten, aber nicht Hilfe zum Sterben.“ ...
Patientenberatung 30.06.2015

Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Patientenberatung gefährdet

Berlin – Die voraussichtliche Vergabeentscheidung des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV) über die Neustrukturierung der Patientenberatung stößt bei den Institutionen der Heilberufe auf massive Kritik. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), Bundesärztekammer (BÄK) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sehen die künftige Unabhängigkeit und Neutralität der Beratung bedroht. Sie forderten insbesondere den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann auf, die vom GKV-SV offensichtlich beabsichtigte Vergabeentscheidung zu revidieren. Finanzierung und Vergabe müssen an die Bedingung geknüpft werden, dass die künftige Patientenberatung auch tatsächlich unabhängig arbeiten kann. Eine Patientenberatung, die von einem Call-Center betrieben werden soll, das nachweislich schon für die Krankenkassen tätig war, kann unmöglich die Anliegen von Patienten und Versicherten – insbesondere auch gegenüber den Kostenträgern - glaubwürdig und umfassend vertreten. Die jetzt bekannt gewordene Vergabeabsicht konterkariert den Anspruch der bisherigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands (UPD) an eine fachlich kompetente Beratung völlig. Hier soll eine etablierte, anerkannte und mitunter den Krankenkassen unbequeme Patientenberatung zu einem willfährigen Dienstleister auf der Lohnliste der Krankenkassen umfunktioniert werden. Die Kassen stellen mit diesem Vorhaben einmal mehr unter Beweis, dass sie an einer neutralen und sachgerechten Information von Patienten und Versicherten kein echtes Interesse haben. Die Heilberufe befürchten, dass mehr Quantität in der Beratung zu Lasten der Qualität geht. Hintergrund: Durch Presseberichte war die bevorstehende Entscheidung des GKV-SV bekannt geworden, dass die gesetzlich vorgesehene Patientenberatung, mit der seit dem Jahr 2006 die UPD beauftragt war, ab dem Jahr 2016 durch ein Call-Center übernommen werden soll. Die Leistungen der UPD hatte der GKV-SV zuvor im Einvernehmen mit dem Patientenbeauftragten für einen Zeitraum von sieben Jahren neu ausgeschrieben. Nach dem Willen des Gesetzgebers steht für die Patientenberatung künftig ein jährliches Budget von 9 Millionen Euro für die Förderung von Einrichtungen zur Verfügung, die Verbraucher und Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen qualitätsgesichert und kostenfrei informieren und beraten sollen. Die Unabhängigkeit der Patientenberatung soll dadurch gewährleistet werden, dass es den Verbänden der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung nach § 65 b SGB V gesetzlich untersagt ist, Einfluss auf Inhalt oder Umfang der Beratungstätigkeit zu nehmen. Ihre Ansprechpartner: Dr. Roland Stahl (KBV), Tel.: 030 40 05-2201Kai Fortelka (KZBV), Tel.: 030 28 01 79-28Alexander Dückers (BÄK), Tel.: 030 40 04 56-700Jette Krämer (BZÄK), Tel.: 030 4 00 05-150 Gemeinsame Pressemitteilung von KBV, KZBV, BÄK und BZÄK vom 30.06.2015
Versorgung psychisch Kranker 29.06.2015

Spezifisch ärztliche Kompetenz in der Psychotherapie unersetzbar

Dr. Cornelia Goesmann, Vorstandsbeauftragte der Bundesärztekammer für die ärztliche Psychotherapie, hat sich gegen die derzeit diskutierte Direktausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten ausgesprochen. Käme es zu einem solchen Studiengang, würde letztlich die auch die ärztliche Psychotherapie geschwächt, sagte Goesmann in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 26). In Deutschland wird die psychotherapeutische Versorgung sowohl von ärztlichen als auch von psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit den ihnen jeweils eigenen Qualifikationen getragen. Mit einer Direktausbildung von psychologischen Psychotherapeuten, also einem Hochschulstudium, an dessen Ende ein Staatsexamen mit einer einheitlichen Approbation in Psychotherapie steht, hat sich auch der diesjährige Deutsche Ärztetag in Frankfurt kritisch auseinandergesetzt. Die Delegierten des Ärztetages begrüßten ausdrücklich ein Positionspapier der Bundesärztekammer zur ärztlichen Psychotherapie. Die BÄK  warnt darin: „Die Einführung einer basalen Direktausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten würde die bestehende Versorgung von Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wesentlich verändern. Folge wäre eine Qualitätseinbuße der Versorgung.“  Der Slogan „der Körper den Ärzten und die Seele den Psychologen“ sei in vielen Köpfen in der Gesundheitspolitik verankert und bestimme zurzeit die Diskussionen um eine Direktausbildung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Die komplexe Behandlung psychischer und psychosomatischer Störungen müsse jedoch sowohl die psychischen wie die somatischen Aspekte von Erkrankungen umfassen.  Ärztinnen und Ärzte seien die zentrale Säule in der Versorgung von Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Die  weit überwiegende Zahl dieser  Patienten würde im Rahmen des ärztlichen Versorgungssystems behandelt, betont die BÄK in ihrem Positionspapier. Dies entspreche auch den Präferenzen der Patienten: Eine repräsentative Befragung der Bevölkerung habe jüngst gezeigt, dass Hausärzte, Psychosomatiker und Psychiater als zentrale Ansprechpartner für psychische Störungen gesehen werden. Die Bundesärztekammer und die Ärztekammer Niedersachsen hatten sich bereits im vergangenen Jahr im Rahmen eines Symposiums  intensiv mit Fragen der ärztlichen Psychotherapie beschäftigt. Goesmann hatte auf dem Symposium betont, dass es notwendig sei, ein individuelles Gesamtkonzept für den einzelnen Patienten anbieten zu können. Darin liege die spezifisch ärztliche Kompetenz für die Behandlung psychisch Kranker. Dies sei umso wichtiger, als psychisch Kranke häufig auch unter behandlungsbedürftigen somatischen Erkrankungen leiden, die sich wechselseitig sogar noch verstärken können. Notwendig sei ein breit gefächertes Beratungsangebot, also mehr Gruppentherapie, mehr Krisenintervention und mehr Beratungsgespräche. Solche Maßnahmen müssten von den Kostenträgern aber auch finanziert werden, so Goesmann. Dabei könne auf ein sehr breit gestuftes ärztliches psychotherapeutisches Angebot zurückgegriffen werden, das von der Psychosomatischen Grundversorgung durch den Hausarzt bis hin zur fachärztlichen psychiatrischen, psychosomatischen und  psychotherapeutischen Versorgung reiche. Positionspapier der Bundesärztekammer zur ärztlichen Psychotherapie [PDF] Berlin, 24.04.2015 Artikel und Interview Deutsches Ärzteblatt [Heft 26] Pressemitteilung zum Hannoverschen Symposium vom 02.07.2014...
Nikotinsucht 29.06.2015

Montgomery fordert Werbeverbot für Tabakprodukte

Berlin  - "Wir begrüßen das von der Bundesregierung geplante Werbeverbot für Tabakprodukte. Es  wäre ein wichtiger Schritt, um den Tabakkonsum spürbar zu reduzieren.“ Das erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Deutschland sei neben Bulgarien das einzige EU-Land, das die Außenwerbung für Tabakprodukte noch nicht verboten habe.Darüber hinaus dürften Medikamente zur Rauchentwöhnung nicht länger von der gesetzlichen Arzneimittelversorgung ausgeschlossen werden. „Jährlich sterben in Deutschland über 110.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Der Gesetzgeber muss daher endlich die gesetzlichen Voraussetzungen zur Behandlung von Tabaksucht schaffen“, so Montgomery.
Verbände 25.06.2015

Montgomery im Vorstand des BFB

Berlin - Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat ein neues Präsidium gewählt. Erstmalig fanden zudem die Wahlen zum BFB-Vorstand statt. In das insgesamt 23-köpfige Gremium wurde auch Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, gewählt. In seinem Amt als BFB-Präsident bestätigt wurde Dr. Horst Vinken, Präsident der Bundessteuerberaterkammer. Ebenfalls wiedergewählt als BFB-Vizepräsident und Schatzmeister wurde der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes, Harald Elster. In ihrem Amt als BFB-Vizepräsident bestätigt wurden auch Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Präsidiumsmitglied des Deutschen Anwaltvereins, und Gerhard Albrecht, Vizepräsident der Wirtschaftsprüferkammer. Neu im BFB-Präsidium sind Dipl.-Ing. Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, und RA/StB Dr. Björn Demuth, Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe Baden-Württemberg. Der 118. Deutsche Ärztetag 2015 hatte den Wiedereintritt der Bundesärztekammer in den BFB nach einem Restrukturierungsprozess der Organisation befürwortet. Der BFB vertritt als Spitzenverband der Kammern freier Berufe und Verbände die Interessen der freien Berufe in Deutschland. Ziel einer Mitgliedschaft ist es, gemeinsam mit anderen Organisationen auf nationaler wie EU-Ebene den Gedanken der Freiberuflichkeit weiterzuverbreiten und das Kammersystem in der politischen Diskussion zu vertreten. Pressemitteilung des BFB
Krankenhausreform 23.06.2015

BÄK fordert einklagbare Verpflichtungen der Länder für Klinikinvestitionen

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) bekräftigt ihre Kritik an dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Krankenhaus-Strukturgesetz. Zwar sei die verstärkte Berücksichtigung qualitativer Aspekte bei der Krankenhausplanung grundsätzlich zu begrüßen, ein zentraler Mangel sei aber die nach wie vor nicht gesicherte Finanzierungsgrundlage für die Kliniken. Dies betonte die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf gegenüber dem Bundesrat.Die vorgesehene Festschreibung des Investitionsvolumens auf lediglich den Durchschnitt der Jahre 2012 - 2014 sei völlig unzureichend. Ohne deutliche Nachbesserung dieser Regelung könne von einer zukunftsweisenden Krankenhausreform nicht die Rede sein. „Leidtragende sind die Patienten sowie die Mitarbeiter in den Kliniken, die die fehlenden Finanzmittel durch eine weitere Arbeitsverdichtung und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kompensieren müssen.“ Die Bundesärztekammer fordert gesetzliche Regelungen, die eine Bund-Länder-Kofinanzierung von zusätzlich mindestens drei Milliarden Euro pro Jahr sicherstellen. „Notwendig sind klare und einklagbare Verpflichtungen der Länder für Krankenhausinvestitionen“, so die BÄK.Insbesondere im Hinblick auf die Patientensicherheit sei zudem eine deutlich verbesserte Berücksichtigung der notwendigen Personalausstattung und Personalfinanzierung notwendig. „Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsverhältnisse, zur Reduktion der Arbeitsverdichtung zur Refinanzierung der Tarifabschlüsse sowie zur Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nicht enthalten“, bemängelt die BÄK.Diskussionsbedürftig sei auch das dem Reformansatz zugrunde liegende Verständnis zur weiteren Ausgestaltung und Anwendung der Qualitätssicherung. Der Entwurf sieht vor, dass künftig Qualitätszuschläge und Abschläge für Leistungen eingeführt werden, die in außerordentlich guter oder unzureichender Qualität erbracht werden. Bislang sei die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Pay-for-Performance-Ansätzen im Gesundheitswesen nicht ausreichend nachgewiesen, wie auch eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte. Die im Regierungsentwurf angelegten Maßnahmen sollten zunächst einzeln erprobt, anstatt gleichzeitig und flächendeckend umgesetzt werden. Vor einer bundesweiten Einführung sei eine unabhängige, wissenschaftlich begleitete Evaluation von Qualitätszuschlägen notwendig. Basis hierfür müssten die vom Gemeinsamen Bundesausschuss in den nächsten Jahren noch zu entwickelnden spezifischen Qualitätsindikatoren sein. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf der Bundesregierung eines Gesetzes zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung (Krankenhausstrukturgesetz)19.06.2015
eHealth-Gesetz 17.06.2015

Gute Ansätze, schlechte Umsetzung

Berlin – Die Vertreter von Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und Krankenhäusern in der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) sehen in dem geplanten eHealth-Gesetz positive Ansätze, die einen Mehrwert für die Patienten und ihre Behandlung bringen können. „Das Gesetz eröffnet neue Möglichkeiten und fördert die sichere elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen“, stellten die Gesellschafter fest. Auch wenn in Detailfragen Defizite bestünden, kämen sinnvolle Anwendungen wie zum Beispiel der Medikationsplan und der Notfalldatensatz auf den Weg. Das Gesetz schreibt den Beginn des sogenannten „Online Rollout“ der Telematikinfrastruktur und damit der Vernetzung der Leistungserbringer ab dem 1. Juli 2016 vor, belegt diesen Termin allerdings mit möglichen Sanktionen für die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, falls die gematik bis dahin nicht die notwendigen Voraussetzungen für den Online-Rollout geschaffen hat. Diese Vernetzung muss jedoch noch mit Industrielösungen erprobt werden, um sicher zu gehen, dass in den Praxen praktikable und funktionierende Technik eingesetzt wird. Allerdings sei das Ende der Erprobung erst für Juli 2016, also nach dem Start des Online Rollouts geplant. „Der Zeitplan lässt keine Auswertung der Erprobungsergebnisse zu. Dabei muss die Erprobung erst einmal zeigen, ob geeignete Lösungen für Praxen und Krankenhäuser entwickelt wurden, bevor ausgerollt werden kann. Bisher gibt es daran noch berechtigte Zweifel“ erklärte Dr. Thomas Kriedel, Vorsitzender der Gesellschafter der gematik und Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Finanzielle Einbußen in Folge der Sanktionen würden darüber hinaus zu einer Unkalkulierbarkeit der Haushalte der betroffenen Körperschaften führen. Des Weiteren kritisierten die Gesellschafter, dass durch die Ausschreibung der Erprobung bereits zwei Industriekonzerne Produkte aus Versichertengeldern entwickeln können, andere Anbieter aber aufgrund des engen Zeitplans kaum eine Chance mehr dazu bekommen, in den Markt einzusteigen und gleichwertige oder gar bessere Produkte anzubieten. Die Gesellschafter befürchten, dass es durch diese Monopolstellung der Industriekonsortien, den Zeitdruck und die Sanktionen dazu kommen kann, dass unreife oder gar schlechte Produkte zu völlig überhöhten Preisen ins Feld gebracht werden müssen und bei den beteiligten Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und Krankenhäusern die Akzeptanz für die Umsetzung dieser grundsätzlich sinnvollen Technik weiter geschmälert wird. Die geplante Form der Umsetzung sei realitätsfern und die Sanktionierung mittels Haushaltskürzungen trifft die Falschen. Massive Kritik geübt wird zudem an den potenziellen Sanktionen in Form von Honorarkürzungen, der vorgesehenen Fristsetzung für die Nutzung der Online-Anbindung und der Anwendung zur Aktualisierung der Versichertendaten durch Leistungserbringer zum 1. Juli 2018. Neben den positiven Aspekten des Gesetzes sind die Sanktionsregelungen aus Sicht der Leistungserbringer das völlig falsche Instrument, um die Telematikinfrastruktur wie erhofft zu fördern. Weder Gesellschafter, noch Ärzte und Zahnärzte haben Einfluss auf die Einhaltung der vorgegebenen Termine. Gesellschafter der gematik sind die Spitzenverbände der Leistungserbringer und Kostenträger im Gesundheitswesen. Oberstes Entscheidungsgremium ist die Gesellschafterversammlung, der unter anderem die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer und der Deutsche Apothekerverband angehören. Ihre Ansprechpartner: Dr. Roland Stahl (KBV),  Tel.: 030  40 05-2201 Kai Fortelka (KZBV), Tel.: 030  28 01 79 28 Samir Rabbata (BÄK),  Tel.: 030  40 04 56-703 Jette Krämer (BZÄK), Tel.: 030  4 00 05-150 Dr. Reiner Kern (DAV), Tel.: 030  4 00 04-131 Holger Mages (DKG), Tel.: 030  3 98 01-1022 ...
Transplantationsmedizin 15.06.2015

Kommissionen verabschieden Prüfberichte

Berlin - Am 9. Juni haben die Prüfungs- und die Überwachungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, den Kommissionsbericht sowie einen ergänzenden Kommissionsbericht zu der Prüfung des Herztransplantationsprogramms der Herzchirurgischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München – Campus Großhadern verabschiedet.

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