Bundesärztekammer

Arztsuche

Arztsuche in Deutschland

Die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen der Regionen (normalerweise Bundesländer) in Deutschland sind die Einrichtungen, die als einzige die validen Angaben über die Qualifikation der in Deutschland tätigen Ärzte haben. Einige dieser Körperschaften haben bereits Arztsuchdienste aufgebaut, die im Internet für Patienten zugänglich sind. Andere geben bislang nur telefonisch Auskünfte über Ärzte. Wir bieten Ihnen von dieser Seite aus die Informationen zu den Suchdiensten in den einzelnen Regionen.

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Arztsuche Bremerhaven Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Bremen Hamburg Baden-Württemberg Niedersachsen Hessen Bayern Berlin Brandenburg Nordrhein-Westfalen Thüringen Mecklenburg-Vorpommern Saarland Rheinland-Pfalz






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Online-Arztsuche vorhanden

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telefonische Beratung bei der Suche nach einem Arzt


Die Arztsuche ist regional aus den Daten der entsprechenden Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen zusammengestellt und greift auf deren Daten zurück. Wenn Sie Ihren Eintrag im entsprechenden Arztsuchdienst nicht finden, wobei nicht alle Organisationen online vertreten sind, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Ärztekammer oder KV.

Organtransplantation 16.05.2018

Prüfgremien legen Berichte vor

Berlin - Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft haben ihre Kommissionsberichte zu den Prüfungen des Herztransplantationsprogramms am Herz- und Diabeteszentrum NRW der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum am Standort Bad Oeynhausen, des Lungentransplantationsprogramms und des Nieren- und des Pankreastransplantationsprogramms am Universitätsklinikum Freiburg, zu den Prüfungen der Lebertransplantationsprogramme am Universitätsklinikum Leipzig und am Universitätsklinikum Rostock, der Nierentransplantationsprogramme am Klinikum Bremen-Mitte und am...

121. Deutscher Ärztetag 12.05.2018

Schwangerschaftsabbruch: Werbeverbot beibehalten, Beratungs- und Hilfsangebote stärken

Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 hat eine Stärkung der neutralen Information, der individuellen Beratung und der Hilfeleistung für Frauen in Konfliktsituationen gefordert. Ärztinnen und Ärzte in Praxen und Kliniken benötigten Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, sich Zeit für die individuelle Beratung ratsuchender Frauen zu nehmen, heißt es in der mit der großer Mehrheit angenommen Entschließung. Darüber hinaus seien die in Deutschland entwickelten Strukturen mit qualifizierten Beratungsstellen und Hilfsangeboten weiter zu fördern und wo erforderlich auszubauen. Der Entscheidung der Frau über den Abbruch müsse eine ergebnisoffene und unabhängige Beratung vorausgehen, die von geeigneten Hilfsangeboten begleitet werde, so der Ärztetag. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt im Internet umfangreiche Informationen zum Thema Schwangerschaftskonflikt und Schwangerschaftsabbruch bereit und vermittelt über eine Datenbank mit regionaler Suchfunktion zu den anerkannten Beratungsstellen. Diese Angebote seien kontinuierlich weiterzuentwickeln und noch stärker bekannt zu machen, forderten die Abgeordneten. Die anerkannten Beratungsstellen seien zu verpflichten, jede Frau, die sich nach der ergebnisoffenen Beratung für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, auch darüber zu informieren, welche Ärztinnen und Ärzte in erreichbarer Nähe Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Dazu gehöre auch die Erläuterung, mit welchen Verfahren der Schwangerschaftsabbruch bei diesen Ärztinnen und Ärzten erfolgen kann. Der Ärztetag wies darauf hin, dass der Entscheidung der Frau über den Abbruch die gesetzlich vorgeschriebene, ergebnisoffene und neutrale Beratung durch eine anerkannte Beratungsstelle vorausgehen muss. Dazu sei im Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) vorzugeben, dass einer Frau, die sich nach der Beratung für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, eine Auflistung der für sie erreichbaren Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung gestellt wird, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Gemäß § 5 des SchKG haben die Länder ein ausreichendes plurales Angebot wohnortnaher Beratungsstellen sicherzustellen. Die flächendeckende Bereitstellung qualifizierter Beratungs-, aber auch Hilfsangebote für Frauen in Schwangerschaftskonfliktsituationen sei Kennzeichen einer humanen Gesellschaft, so der Ärztetag. Dazu gehöre eine gute personelle wie finanzielle Ausstattung dieser Angebote. Der Deutsche Ärztetag hat sich gegen eine Streichung oder Einschränkung des in § 219a kodifizierten Werbeverbotes für Abtreibungen ausgesprochen, mahnt aber maßvolle Änderungen an, damit sichergestellt wird, dass Ärztinnen und Ärzte, die innerhalb dieses Rahmens über ihre Bereitschaft informieren, gesetzlich zulässige Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, nicht bestraft werden. Bei allen Überlegungen zu Änderungen an den gesetzlichen Vorgaben zum Schwangerschaftsabbruch, auch zum Werbeverbot nach § 219a StGB, müsse der besondere Charakter des Schwangerschaftsabbruches berücksichtigt werden.
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

Ärztetag in Erfurt beendet, auf Wiedersehen in Münster

Mit den Beratungen zur (Muster-)Weiterbildungsordnung ist der 121. Deutsche Ärztetag zu Ende gegangen. 250 Delegierte aus ganz Deutschland haben vom 08. bis 11. Mai zahlreiche gesundheits- sozial- und berufspolitische Themen beraten. Der nächste Deutsche Ärztetag findet vom 28. bis 31. Mai 2019 in Münster statt.
121. Deutscher Ärztetag:... 11.05.2018

#Terminservicestellen #Freiberuflichkeit statt Konzernbildung #Heilpraktiker # Tabakaußenwerbeverbot

Terminservicestellen sind der falsche Weg, um Wartezeiten auf Arzttermine zu verkürzen. Das betonte der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt. Mit ihren unangemessen hohen Kosten entzögen diese Verwaltungsstellen im Gegenteil dem Gesundheitssystem Mittel, die dann für die Versorgung fehlten. Heute seien bei den Vertragsärzten Arbeitszeiten von 50 Wochenstunden und mehr die Regel. Die politische Vorstellung, diese durch ein Gesetz verlängern zu wollen, sei populistisch und besonders unter Budgetbedingungen ungeeignet und realitätsfremd. Die Abgeordneten wiesen darauf hin, dass bereits heute bis zu 25 Prozent der ärztlichen Leistungen nicht bezahlt würden. Gleichzeitig verwahrt sich der Ärztetag gegen weitere Bestrebungen, durch sozialrechtliche Vorgaben den Nachweis zusätzlicher Qualifikationen zur Abrechnung von ärztlichen Leistungen zu verlangen. Ärzte müssten ihre in der Facharztweiterbildung erworbenen und in der Prüfung nachgewiesenen Kompetenzen ausüben und dafür die entsprechende Vergütung erhalten können, ohne dafür zusätzliche Qualifikationsnachweise erbringen zu müssen. Außerdem unterstützt der Ärztetag die beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen beschäftigte Kollegen dabei, ihre vom Gesetzgeber garantierte Unabhängigkeit bei der Wahrnehmung ihrer medizinischen Aufgaben auch gegenüber den Krankenkassen offensiv einzufordern. Freiberuflichkeit statt Konzernbildung Mit großer Sorge beobachtet die Ärzteschaft den zunehmenden Aufkauf von Arztsitzen durch Konzerne. Diese Entwicklung könnte die Bedürfnisse der Patienten gegenüber den Renditeinteressen der Konzerne in den Hintergrund drängen. Regionale Monopole schränkten die freiberuflichen Niederlassungsmöglichkeiten von Ärzten ein. „Das Gesundheitswesen darf nicht weiter zum profitzentrierten Gesundheitsmarkt werden“, fordert der Ärztetag. Er rief den Gesetzgeber und die zuständigen Institutionen der Selbstverwaltung dazu auf, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und den freiberuflichen Charakter der ambulanten Versorgung, geprägt von der eigenen Praxis, zu erhalten. Behandlungsspektrum von Heilpraktikern einschränken Dagegen begrüßt der 121. Deutsche Ärztetag das Ansinnen von Union und SPD, im Interesse der Patientensicherheit das zulässige Behandlungsspektrum von Heilpraktikern auf den Prüfstand zu stellen. Die Bundesregierung solle dieses Vorhaben zügig angehen und dabei den ärztlichen Sachverstand einbeziehen. Besonders dringlich sei es, Heilpraktiker von invasiven Maßnahmen wie chirurgischen Eingriffen, Injektionen und Infusionen auszuschließen. Gleiches gelte für die Behandlung von Krebserkrankungen. „Die moderne, evidenzbasierte Medizin stellt – anders als dies vor Jahrzehnten bei Erlass des Heilpraktikergesetzes der Fall war – für viele Krebserkrankungen wirksame Behandlungsmöglichkeiten bereit. Der Erfolg dieser Behandlungen hängt oft entscheidend von einem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ab“, begründet der Ärztetag seine Forderung. Es könne nicht länger zugelassen werden, dass auf Basis einer Heilpraktikererlaubnis der rechtzeitige Beginn einer wirksamen Behandlung verzögert oder verhindert wird. Alzheimer-Risiko-Tests nur mit ärztlicher Begleitung Einen besseren Schutz der Patienten fordert die Ärzteschaft auch in Bezug auf prädiktive Tests auf das Alzheimer-Risiko. Solche Tests dürften nicht ohne qualifizierte ärztliche Aufklärung, Beratung und Begleitung möglich sein. Dies diene insbesondere dazu, die notwendige Unterstützung bei der Ergebnisinterpretation sowie bei der Ableitung von Konsequenzen sicherzustellen. Tabakaußenwerbeverbot endlich umsetzen In einer weiteren Entschließung fordert das Ärzteparlament die Bundesregierung auf, dem Deutschen Bundestag den bereits in der letzten Legislaturperiode vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf für ein Verbot der Tabakaußenwerbung zur Abstimmung vorzulegen. Ein Werbeverbot leiste einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Raucherprävalenz und der mit dem Tabakkonsum assoziierten Krankheits- und Todesfälle. Vereinfachung der „Vereinbarung zu klinischen Sektionen“ Vereinfachungsbedarf erkannte das Ärzteparlament bei der „Vereinbarung zu klinischen Sektionen“. In der aktuellen Form sei die Vereinbarung unnötig kompliziert und fördere nicht das Qualitätssicherungsinstrument Obduktion, heißt es in der Entschließung. Im Gegenteil werde ein Teil der ärztlichen Ressource mit völlig unsinniger Kodierungstätigkeit gebunden. Der Zuschlag auf die Diagnosis Related Group (DRG) in Höhe von 750 Euro sollte aus Sicht der Ärzteschaft bei jeder Obduktion erteilt werden. Ab Erreichen einer realistischen Obduktionsquote von zehn Prozent sollte das Krankenhaus für jede weitere Obduktion einen Zuschlag von 1.200 Euro erhalten. Die Frist für die abschließende Berichterstellung müsse auf realisierbare vier Wochen erhöht werden. Zentralisierte Nutzenbewertung ohne Nutzen für Patientinnen und Patienten Mit Blick auf die jüngsten Initiativen aus Brüssel lehnt der 121. Deutsche Ärztetag eine Zentralisierung der Bewertung des klinischen Nutzens von Arzneimitteln und Medizinproduktion innerhalb der Europäischen Union ab. Gleiches gilt für die damit verbundene Pflicht zur Übernahme der Bewertungsergebnisse für die Nationalstaaten. „Für das deutsche Gesundheitswesen ginge ein weiteres Stück Souveränität verloren“, befürchten die Ärztetags-Abgeordneten. Nach Auffassung der Ärzteschaft wird der dazu von der Europäischen Kommission vorgelegte Entwurf der methodischen und wissenschaftlichen Komplexität des Health Technology Assessments (HTA) nicht gerecht. Während ein Nutzen für die Patientinnen und Patienten nicht erkennbar sei, steigere die Zentralisierung das Risiko der Einflussnahme der Arzneimittel- und Medizinprodukteindustrie. Gleichzeitig begrüßte der Ärztetag die weitere Förderung der Zusammenarbeit der mit HTA befassten Institutionen in der EU auf freiwilliger Basis. Abgeschlossene Ausbildung Voraussetzung für den Physician Assistant Die Anbieter des Studiengangs Physician Assistant fordert der Ärztetag auf, den Zugang zum Studium nur aufbauend auf einer vorherigen abgeschlossenen Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf zuzulassen und nicht als grundständiges Studium anzubieten. Nur der im Konsenspapier „Physician Assistant – ein neuer Beruf im deutschen Gesundheitswesen“ von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung dargestellte anerkannte Bachelorabschluss im Anschluss an eine erfolgreiche dreijährige Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf werde von der Ärzteschaft als Delegationsberuf akzeptiert. Qualitätssicherung neu justieren Darüber hinaus forderten die Abgeordneten vom Gesetzgeber eine Neujustierung der Qualitätssicherung. In den letzten Jahren sei es aufgrund der zunehmenden Anforderungen der externen Qualitätssicherung zu einer Ressourcenverlagerung von der Patientenversorgung hin zur Dokumentation gekommen. Zusätzliche rücke das sinnvolle interne Qualitätsmanagement zunehmend in den Hintergrund. „Der vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) häufig verwendete und gut klingende Begriff der Patientenzentrierung wird durch die derzeitig im Wesentlichen auf Indikatoren basierende Qualitätsmessung gerade nicht erreicht“, kritisiert die Ärzteschaft. Das Bundesgesundheitsministerium solle die überbordenden externen Qualitätssicherungsmaßnahmen reduzieren, ihren Nutzen bewerten und Ressourcen vermehrt in die Sicherung von Struktur- und Prozessqualität lenken. Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes stärken In einer weiteren Entschließung hat der Deutsche Ärztetag die Stärkung der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) gefordert. Bund, Länder und Kommunen müssten als Träger des ÖGD zu einer tariflich abgesicherten Angleichung der Vergütung an die arztspezifischen Tarifverträge des Marburger Bundes kommen. Zudem sei dafür zu sorgen, dass der ÖGD seine Aufgaben im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung gemäß Präventionsgesetz (PrävG) besser erfüllen könne. Die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages befassen sich bis Freitag mit gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Themen. Folgen Sie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Ärztetag unter #daet2018 auch auf Twitter und halten Sie sich über die Diskussionen auf dem Laufenden. Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung....
121. Deutscher Ärztetag:... 11.05.2018

#Standards gegen Cyber-Angriffe #Arztgesundheit schützen #Arbeitsmedizin stärken

„Beim Schutz vor Cyber-Angriffen darf es keine zwei Klassen von Krankenhäusern geben“, stellt der 121. Deutsche Ärztetag in einer weiteren Entschließung fest. Hochsensible krankheitsbezogene Patientendaten seien überall gleichermaßen gut vor Fremdzugriffen zu schützen. Die IT-Sicherheit in Krankenhäusern dürfe keine Kostenfrage sein. Gerade im Zuge der digitalen Modernisierung sei sie eine Notwendigkeit. Die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geforderten Mindeststandards müssten in der gesamten vollstationären medizinischen Versorgung zur Anwendung kommen. Keine Verordnungssteuerung durch das AIS Das Arztinformationssystem (AIS) darf nach Auffassung des 121. Deutschen Ärztetags ausschließlich dazu dienen, die Qualität der Arzneimittelversorgung sicherzustellen – und zwar durch mehr Transparenz beim Zusatznutzen von Arzneimitteln. Dafür solle gewährleistet werden, dass nur unabhängige, verständliche und übersichtliche Informationen zur Nutzenbewertung neuer Arzneimittel abgebildet würden. Die Gestaltung des AIS müsse eine Zweckentfremdung als Instrument zur Verordnungssteuerung unterbinden. Schutz der Arztgesundheit Gleichzeitig stellten die Abgeordneten klar, dass die Bedingungen bei der Ausübung des Arztberufs in allen Sektoren und ärztlichen Berufsfeldern so gestaltet sein müssten, dass eine Gefährdung der körperlichen und seelischen Gesundheit minimiert werde. Bereitschafts- und Notdienste im stationären und ambulanten Sektor seien so anzulegen, dass ausreichende zusammenhängende Ruhezeiten ermöglicht würden. Die Honorarsysteme müssten so gestaltet werden, dass bei einer dem allgemeinen Arbeitsleben entsprechenden Jahresarbeitszeit ein auskömmliches und leistungsadäquates Honorar erwirtschaftet werden könne. Dabei sei auch der Zeitaufwand für Bürokratie, Verwaltung oder Betriebsführung zu berücksichtigen. Ärztliche Kompetenzen im Arbeitsschutz stärken Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 fordert alle zuständigen Akteurinnen und Akteure in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf, die ärztlichen Kompetenzen im Arbeitsschutz uneingeschränkt zu stärken. Entschieden sei allen Versuchen entgegenzutreten, arbeitsmedizinische Leistungen und betriebsärztliche Tätigkeiten durch andere Berufsgruppen zu substituieren. Neue Arbeitsformen und technologischer Fortschritt erforderten es, dass gerade Arbeitsmediziner und Betriebsärzte frühzeitig gesundheitliche Risiken für die Beschäftigten erkennen könnten. Der Ärztetag begründete seine Forderung damit, dass aktuell vor dem Hintergrund der Evaluation der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Konzepte zur Öffnung der betrieblichen Betreuung durch Betriebsärzte für andere Professionen diskutiert werden. So gebe es Überlegungen, die Grundbetreuung mit dem bisher vorgesehenen Mindestanteil von 0,2 Stunden pro Jahr und Beschäftigtem zur Disposition zu stellen. „Damit hätten die Beschäftigten im Rahmen des Arbeitsschutzes kaum noch Zugang zu einer ärztlich fundierten Betreuung“, warnt der Ärztetag. Die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages befassen sich bis Freitag mit gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Themen. Folgen Sie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Ärztetag unter #daet2018 auch auf Twitter und halten Sie sich über die Diskussionen auf dem Laufenden. Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung.
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

Ärztetag kritisiert Arbeitsentwurf zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 hat die geplante Novellierung des Psychotherapeutengesetzes in der derzeit bekannten Form abgelehnt und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aufgefordert, den im Sommer 2017 vorgelegten Arbeitsentwurf zurückzunehmen. Der Gesetzentwurf bedrohe das ärztliche Berufsbild und die ganzheitliche Versorgung der Patienten, kritisierten die Abgeordneten. Mit der Reform könnten voneinander getrennte Versorgungsbereiche entstehen und die psychotherapeutische Versorgung aus der medizinisch-ärztlichen Versorgung ausgegliedert werden. Die psychotherapeutische Versorgung von Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen in Deutschland werde durch Ärzte, Psychologen, Pädagogen bzw. Sozialpädagogen mit einer entsprechenden Ausbildung in einem wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren sichergestellt. An dieser multidisziplinär vernetzten Versorgung sollte festgehalten werden, forderte das Ärzteparlament. Es dürfe nicht zu einer Verdrängung der Ärzte aus der psychotherapeutischen Versorgung kommen. Das BMG strebe offensichtlich eine Analogie der Aus- und Weiterbildung des nichtärztlichen Psychotherapeuten zum Medizinstudium an. Es gehe somit zusätzlich um Weiterbildung nach abgeschlossener Ausbildung, aber auch um die Einführung eines Parallelberufes zum Arzt, kritisierten die Abgeordneten. Bereits heute seien alle psychotherapeutischen Verfahren Bestandteil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und würden auch in der Versorgungsrealität von Ärzten eingebracht. Der Ärztetag hat darüber hinaus eine Reduktion der Berufsbezeichnung der Psychologischen Psychotherapeuten sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auf „Psychotherapeut“ nachdrücklich zurückgewiesen. Diese Bezeichnung dürfe nicht für Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten reserviert werden, da Ärztinnen und Ärzte ebenfalls psychotherapeutisch tätig sein dürfen. Vielmehr sollten Patienten erkennen können, auf Basis welcher Grundqualifikation psychotherapeutische Verfahren angewandt werden, heißt es in der Entschließung. Die Einführung von Modellstudiengängen, in denen die Kompetenzen zur Feststellung, Verordnung und Überprüfung psychopharmakologischer Maßnahmen vermittelt werden sollen, hat der Ärztetag ebenfalls abgelehnt. Eine sichere Anwendung von Psychopharmaka sei nur auf der Grundlage eines Medizinstudiums möglich. Der vom BMG vorgelegte Arbeitsentwurf verfehle zudem die grundsätzliche Zielsetzung, die Qualifikationswege akademischer Heilberufe vergleichbar zu regeln. Ohne Aussagen zur Weiterbildung bleibe die Reform unvollständig, so der Ärztetag.
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

Deutscher Ärztetag fordert Gesundheitserziehung in den Schulen

Der 121. Deutsche Ärztetag hat eine Reihe von Entschließungen verabschiedet, die auf eine bessere Gesundheitsprävention abzielen. So werden die Bundesländer aufgefordert, im Schulunterricht Gesundheitserziehung in den Lehrplan aufzunehmen. Der Ärztetag stellte mit Besorgnis fest, dass weiterhin 15,4 Prozent der Kinder übergewichtig und allein 5,9 Prozent adipös sind. Er forderte daher die Bundesregierung auf, geeignete gesetzgeberische Maßnahmen der Besteuerung und Lebensmittelkennzeichnung zu ergreifen, um den Verzehr ungesunder Lebensmittel, insbesondere durch Kinder und Jugendliche, zu reduzieren. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) könne eine 20-prozentige Preiserhöhung auf zuckerhaltige Getränke zu einer 20-prozentigen Konsumreduktion führen. Bereits die Ankündigung einer gestuften Zuckersteuer habe in Großbritannien zu einer Reduktion des Zuckergehalts in den Rezepturen verschiedener Softdrink-Hersteller geführt. Am wirksamsten sei die Kombination unterschiedlicher konsumbezogener Maßnahmen in einem Policy-Mix, so der Ärztetag. Zudem plädierte das Ärzteparlament für eine sogenannte Ampel (Lebensmittelkennzeichnung) auf Lebensmittelverpackungen. Nährwertangaben müssten klar und verständlich sein - und zwar auf einen Blick. Eine Ampelkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen könne für jeden leicht und verständlich den Gehalt an gesundheits-relevanten Nährstoffen signalisieren, wie z. B. an Fetten, gesättigten Fettsäuren, Zucker. Darüber hinaus hat der 121. Deutsche Ärztetag einen nationalen Diabetesplan für Deutschland gefordert, um eine systematische Strategie für die Verbesserung von Prävention, Therapie und Forschung zu Diabetes zu entwickeln. „Nur eine umfassende bundesweite Strategie bildet eine adäquate Reaktion auf die immer weiter ansteigende Prävalenz des Diabetes, die immer noch zu hohe Dunkelziffer an nicht diagnostizierten Fällen, die notwendigen Verbesserungen an den Schnittstellen der Versorgungsstrukturen sowie die steigenden Behandlungskosten“, heißt es in der Entschließung. Die diabetologische Versorgung an den Schnittstellen zwischen hausärztlicher, fachärztlicher, stationärer und rehabilitativer Versorgung sollte auf der Basis eines Kriterienkatalogs erfolgen.
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

Ärzteschaft fordert Trendwende im stationären Sektor

Der 121. Deutsche Ärztetag hat die mit dem aktuellen Koalitionsvertrag beschlossene vollständige Tarifrefinanzierung bei Pflegekräften begrüßt. Gleichzeitig forderte er mit Nachdruck, Ärztinnen und Ärzte sowie das übrige medizinische Personal ebenso mit in die Regelung einzubeziehen. Aufwendungen für die Vorhaltefunktion sowie die Personalrekrutierung und Personalentwicklung müssten umfassend berücksichtigt werden. Nur dadurch könne „eine klare Trendwende von einer verfehlten Ökonomisierung hin zu einer am medizinischen, pflegerischen und menschlichen Bedarf ausgerichteten Modernisierung erreicht werden“, stellten die Abgeordneten klar. An die Bundesregierung und die Bundesländer erging der Appell, die Krankenhausstrukturen zukunfts- und versorgungsorientiert weiterzuentwickeln. Dies erfordere ausreichendes und qualifiziertes Personal, eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung unter Berücksichtigung regionaler Strukturen sowie die Sicherstellung von medizinischer Kompetenz in der Fläche. Notwendig seien deutlich erhöhte Investitionen für Umstrukturierungen, neue Technologien und Digitalisierung. Dazu müssten die Bundesländer dringend ihren Investitionsverpflichtungen nachkommen. Für die Implementierung neuer Technologien sei der zusätzliche Einsatz von Bundesmitteln nötig. Zudem sei eine Abschaffung des DRG-Systems notwendig. „Der Versuch, mittels finanzieller Anreize und Elemente des Wettbewerbs zu einer besseren und effizienteren gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung zu gelangen, ist gescheitert“, stellen die Ärztetags-Abgeordneten fest. Die Alternative zu Konkurrenzdenken und Wettbewerb sei die sektorenübergreifende Kooperation, die sich am Nutzen für die Bevölkerung orientiert.
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

Ärztetag beschließt neue Weiterbildungsordnung für Ärzte

Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 hat mit großer Mehrheit die Gesamtnovelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) beschlossen. Die MWBO ist die Vorlage für die rechtlich verbindlichen Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern. Ziel der Gesamt-Novelle ist eine kompetenzbasierte Weiterbildung zur Verbesserung der Weiterbildungsqualität. „Inhalte statt Zeiten“, so brachte Dr. Franz Bartmann die wesentliche Neuerung der Weiterbildungsreform auf den Punkt. „Die Kernfrage lautet nicht mehr, wie oft und in welcher Zeit wurden Inhalte erbracht, sondern wie und in welcher Form werden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erworben“, sagte der Vorsitzende der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer (BÄK). Die erworbenen Kompetenzen werden künftig in vier Kategorien bescheinigt: Inhalte, die der Weiterzubildende zu beschreiben hat; Inhalte, die er systematisch einordnen und erklären soll, sowie Fertigkeiten, die er unter Supervision und solche, die er selbstverantwortlich durchführt. Zur Abstimmung standen die Präambel, die Ziel und Zweck der ärztlichen Weiterbildung definiert, sowie der Paragrafenteil, der die rechtlichen Vorgaben der Weiterbildung beschreibt. Außerdem haben die Abgeordneten über die Allgemeinen Inhalte der Weiterbildung entschieden, also die übergreifenden Kompetenzen, die jeder Arzt erwerben muss – wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung je nach Fachgebiet. In den Allgemeinen Inhalten werden die ärztlichen Haltungen und Rollen näher beschrieben, wie ärztliche Gesprächsführung, Managementaufgaben, interkollegiale und interprofessionelle Zusammenarbeit; insgesamt wird ein großer Wert auf patientenbezogene Tätigkeiten gelegt.   Der Ärztetag hat darüber hinaus über den sogenannten Kopfteil der Zusatz-Weiterbildungen der MWBO abgestimmt. Die Delegierten haben u.a. entschieden, welche Zusatz-Bezeichnungen zukünftig Teil der ärztlichen Weiterbildung werden. Außerdem wurden die Voraussetzungen und Mindestzeiten für deren Erwerb festgelegt werden. Nicht entschieden hat der Ärztetag hingegen über die Inhalte der Zusatz-Weiterbildungen. Diese soll der BÄK-Vorstand auf der Grundlage dessen beschließen, was die Weiterbildungsgremien der BÄK in enger Abstimmung mit den Fachgesellschaften und Berufsverbänden sowie den Landesärztekammern erarbeiten. Mit den Weiterbildungsinhalten der Fachgebiete war der Ärztetag im vergangenen Jahr ebenso verfahren.Der Ärztetag begrüßte die Einführung eines elektronischen Logbuchs (eLogbuch) und hat Anforderungen an die Konzeptentwicklung einschließlich der technischen Spezifikationen sowie der rechtlichen und finanziellen Folgen für die Landesärztekammern gestellt. Unter Beibehalt der Bundeseinheitlichkeit sollen die technischen Möglichkeiten auch erlauben, dass das eLogbuch einzelne Abweichungen in den Landesärztekammern erlaubt. Mit dem Beschluss des 121. Deutschen Ärztetags 2018 in Erfurt hat eine Weiterbildungsreform ihren Abschluss gefunden, die 2012 in Nürnberg begann. Damals erteilte der Ärztetag den Weiterbildungsgremien der BÄK den Auftrag, eine kompetenzbasierte MWBO zu entwickeln. Einen  Meilenstein  auf  der  Zielgeraden  zur  Verabschiedung  der Novelle  hatte  der  120.  Deutsche  Ärztetag  im  Mai  2017  erreicht,  indem  er  für  den Kernbereich der neuen MWBO – die Facharzt-   und   Schwerpunktkompetenzen – ,  die Titel, Gebietsdefinitionen und Weiterbildungszeiten beschlossen hat. Nachfolgend wurden die Weiterbildungsinhalte im Konvergenzverfahren mit den Landesärztekammern abgestimmt. Dieses Ergebnis des Deutschen Ärztetags belegt die besondere Wertschätzung des intensiven Einsatzes von Dr. Bartmann als Vorsitzender der Weiterbildungsgremien der BÄK....
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

Ärztetag fordert für Versicherte Rechtsanspruch auf elektronische Patientenakte

Erfurt - Der 121. Deutsche Ärztetag hat den Gesetzgeber dazu aufgefordert, bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens mit einem zweiten E-Health-Gesetz nachzusteuern. Dies sei notwendig, um die Möglichkeiten der digitalen Gesundheitsversorgung möglichst zeitnah zur Verfügung zu stellen.Aus Sicht der Ärzteschaft sollte das Gesetz eine Reihe von Punkten adressieren, darunter den Anspruch der GKV-Versicherten auf die diskriminierungsfreie Wahl einer elektronischen Patientenakte gegenüber seiner Krankenkasse. Der Ärztetag forderte den Gesetzgeber auf, parallele Entwicklungen von elektronischen Gesundheitsaktensystemen der Krankenkassen und damit Wildwuchs und Insellösungen zu unterbinden.Ferner forderte der Ärztetag die Etablierung einer dauerhaften Erprobungsregion für die elektronische Gesundheitskarte durch die gematik. Der Ärztetag kritisierte, dass die gematik derzeit nach dem sogenannten Marktmodell Anwendungen der eGK einführt. Das bedeutet, dass jeder Anbieter eines Konnektors selbst eine Testregion auswählen und ausstatten muss, um dort sein Produkt zu testen und eine Zulassung zu erhalten. Dieses Vorgehen sei ineffizient und zeitraubend. Eine dauerhaft etablierte Testregion wäre ein geeignetes Setting, um neue Anwendungen mit neuen Komponenten schneller zu erproben. Notwendig sei auch die Sicherung der Qualität von Softwaresystemen. So solle der Gesetzgeber eine gesetzliche Grundlage schaffen, um Praxisverwaltungs-, Apotheken- und Krankenhausinformationssysteme einem Zertifizierungsverfahren zu unterziehen. „Die Erprobung muss durch ärztliche Expertise, z.B. in Form ärztlicher Beiräte begleitet werden“, so der Ärztetag.Außerdem sprachen sich die Abgeordneten für positive Anreize statt Sanktionen aus. Die im ersten E-Health-Gesetz verankerten Sanktionsandrohungen für die Gesellschafter der gematik führten zu Fehlanreizen, weil nicht mehr die Qualität im Vordergrund stehe, sondern die Vermeidung von Sanktionen.Um Gesundheitsapps den Markteintritt zu erleichtern, sollten die Krankenkassen dazu verpflichtet werden, chronisch Kranken ein jährliches „Digitalbudget“ einzurichten. Darüber sollen die Versicherten als Medizinprodukt zugelassene, nutzenstiftende und im Vorfeld evaluierte Anwendungen erwerben können.In einer weiteren Entschließung forderte der Ärztetag die Politik auf, die verpflichtende Anbindung der Arztpraxen und medizinischen Versorgungszentren an die Telematikinfrastruktur zum Ende des Jahres 2018 auszusetzen. Ebenso sei die Strafandrohung von Honorarabzügen zurückzuziehen. Die Abgeordneten begründeten dies damit, dass erhebliche Probleme bei zahlreichen Praxen aufgetreten seien, die sich an die TI angeschlossen hatten. Gesundheitskarten könnten mitunter nicht eingelesen werden, Praxisabläufe würden behindert. Auch sei die Finanzierung der Installation nicht gesichert.Die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages befassen sich bis Freitag mit gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Themen. Folgen Sie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Ärztetag unter #daet2018 auch auf Twitter und halten Sie sich über die Diskussionen auf dem Laufenden.Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung.
121. Deutscher Ärztetag 11.05.2018

121. Deutscher Ärztetag fordert mehr Medizinstudienplätze

Erfurt - Die Abgeordneten des 121. Deutschen Ärztetages haben heute in Erfurt eine schnelle Reform des Medizinstudiums angemahnt. Vor dem Hintergrund des grassierenden Ärztemangels forderten sie die Bundesländer auf, die finanziellen Mittel für eine Erhöhung der Zahl der Studienplätze in der Humanmedizin um bundesweit mindestens zehn Prozent bereitzustellen. Seit der Wiedervereinigung habe die Zahl der Medizinstudienplätze gravierend abgenommen. „Die Versorgung der immer älter und kränker werdenden Bevölkerung braucht dringend mehr Ärztinnen und Ärzte“, so der Ärztetag. Weiteren Änderungsbedarf sehen die Abgeordneten bei den Auswahlverfahren zum Medizinstudium. So forderte der Ärztetag Bund und Länder auf, bei der nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil von Anfang des Jahres notwendigen Neuregelung der Zulassung zum Medizinstudium die berufliche Vorprägung der Bewerber besonders in den Blick zu nehmen. Es sollte ein bundesweit einheitliches Verfahren eingeführt werden, in das die Abiturnote sowie die Ergebnisse eines einheitlichen schriftlichen Tests und eines standardisierten Assesmentverfahrens zu je einem Drittel einfließen. Neben Abschlüssen in medizinischen Fachberufen sei auch eine mindestens einjährige Pflegezeit in Anstellung unter den Bedingungen des Tarifvertrages für Pflegepersonal als Vorbereitung auf das Medizinstudium anzuerkennen. In einer weiteren Entschließung forderte der Ärztetag das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf, die Qualität des Praktischen Jahres (PJ) durch eine hochwertige praktische Lehre mittels zusätzlichen für die Lehre freigestellten ärztlichen Personals an jedem akademischen Lehrkrankenhaus einschließlich der Universitätsklinika zu verbessern. Die Arbeits- und Lernbedingungen im PJ müssten verbessert werden. Der Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung im PJ solle in der ärztlichen Approbationsordnung verankert werden. Die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages befassen sich bis Freitag mit gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Themen. Folgen Sie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Ärztetag unter #daet2018 auch auf Twitter und halten Sie sich über die Diskussionen auf dem Laufenden. Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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Deutsches Ärzteblatt

www.aerzteblatt.de

Arzneimittelkommission
der deutschen Ärzteschaft
www.akdae.de

Ärztliches Zentrum für
Qualität in der Medizin
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