Bundesärztekammer

Arztsuche

Arztsuche in Deutschland

Die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen der Regionen (normalerweise Bundesländer) in Deutschland sind die Einrichtungen, die als einzige die validen Angaben über die Qualifikation der in Deutschland tätigen Ärzte haben. Einige dieser Körperschaften haben bereits Arztsuchdienste aufgebaut, die im Internet für Patienten zugänglich sind. Andere geben bislang nur telefonisch Auskünfte über Ärzte. Wir bieten Ihnen von dieser Seite aus die Informationen zu den Suchdiensten in den einzelnen Regionen.

Für weitere Informationen über die Arztsuche in einem Bundesland klicken Sie auf die entsprechende Fläche in der Kartendarstellung oder wählen Sie die Landesbezeichnung in der Hauptnavigation.

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Online-Arztsuche vorhanden

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telefonische Beratung bei der Suche nach einem Arzt


Die Arztsuche ist regional aus den Daten der entsprechenden Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen zusammengestellt und greift auf deren Daten zurück. Wenn Sie Ihren Eintrag im entsprechenden Arztsuchdienst nicht finden, wobei nicht alle Organisationen online vertreten sind, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Ärztekammer oder KV.

Medizinische Fachangestellte 10.02.2016

Tarifverhandlungen werden im April fortgesetzt

Berlin – In der ersten Verhandlungsrunde über neue Tarifverträge für Medizinische Fachangestellte (Gehalts- und Manteltarifvertrag, Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung) trennten sich die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) und der Verband medizinischer Fachberufe ohne Ergebnis. Die Medizinischen Fachangestellten forderten um 175,00 Euro höheres Eingangsgehalt in Tätigkeitsgruppe I, die Anhebung der monatlichen Ausbildungsvergütungen um 100,00 -120,00 Euro sowie eine Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses zur betrieblichen Altersversorgung um 15,00 Euro monatlich für...
Cannabinoidhaltige Arzneimittel 09.02.2016

BÄK unterstützt Kostenübernahme für Cannabis-Fertigarzneien und Rezepturen

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) begrüßen grundsätzlich das Vorhaben des Bundesgesundheitsministeriums, eine erweiterte Verordnungsfähigkeit cannabinoidhaltiger Arzneimittel zu schaffen. Die wissenschaftliche Datenlage sei für standardisierte und in kontrollierter Dosis einsetzbare Cannabis-Arzneien für bestimmte Anwendungsgebiete für eine Verordnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ausreichend, betonen BÄK und AkdÄ in ihrer schriftlichen Stellungnahme zu dem vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften.   Nicht nachvollziehbar sei aber, warum zunächst die Voraussetzungen der Chroniker-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses erfüllt sein müssen, bevor eine Erkrankung von einem Arzt mit Cannabis-Arzneimitteln behandelt werden darf. „In der Praxis würde dies bedeuten, dass ein erkrankter Patient zunächst ein Jahr lang mit anderen verfügbaren Arzneimitteln behandelt werden müsste, bevor ihm eine Therapie mit cannabinoidhaltigen Arzneimitteln erstattet wird“, heißt es in der Stellungnahme. Auf strikte Ablehnung bei der Ärzteschaft stoßen die Pläne, auch die Kostenübernahme von getrockneten Cannabis-Blüten und Extrakten zu ermöglichen. Im Gegensatz zu cannabinoidhaltigen Rezeptur- und Fertigarzneien fehle es für deren medizinischen Einsatz an ausreichender wissenschaftlicher Evidenz. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der Gebrauch von Medizinalhanf keine genaue Dosierung der medizinisch wirksamen Komponenten von Cannabis erlaube und zudem dessen Gebrauch als Joint mit den gesundheitlichen Gefahren des Tabakrauchens verbunden sei, so BÄK und AkdÄ in ihrer Stellungnahme. Folglich lehnen sie auch die Einrichtung einer sogenannten Cannabis-Agentur zur Kontrolle des Anbaus und des Handels ab. Zwar sei es richtig, die Anwendung cannabinoidhaltiger Arzneimittel weiterhin wissenschaftlich zu begleiten. Die im Gesetzentwurf vorgesehene verpflichtende Teilnahme der betroffenen Patienten an einer Begleitforschung zur Voraussetzung für eine leistungsrechtliche Regelung zu machen, sei hingegen nicht akzeptabel. Auch die ärztliche Verordnung unter einen Zustimmungsvorbehalt der Krankenkasse zu stellen, sei für Leistungen der GKV ein Novum. Stellungnahme der Bundesärztekammer und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften [PDF] Berlin, 04.02.2016
Tag der Kinderhospizarbeit 09.02.2016

Montgomery: Kinder- und Jugendhospize brauchen solide wirtschaftliche Grundlage

Berlin - Anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit am 10. Februar 2016 erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Die Mitarbeiter und Ehrenamtler in ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhospizen stehen sterbenden Kindern und auch ihren Eltern, Freunden und Angehörigen zur Seite. Sie engagieren sich für ein Lebensende und Sterben in Würde. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt und Anerkennung. Umso wichtiger ist es, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Zukunft dieser wichtigen Einrichtungen kann nicht allein vom ehrenamtlichen Einsatz der Mitarbeiter und von privaten Spenden abhängen. Sie muss auch solide finanziert werden. Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz hat die Bundesregierung ein wichtiges Signal gesetzt. Durch die Festschreibung einer separaten Rahmenvereinbarung für Kinder wird die finanzielle Ausstattung der Hospize maßgeblich verbessert. Jetzt kommt es auf eine zügige Umsetzung an, damit die Kinderhospizarbeit gesichert und weiter ausgebaut werden kann."
Therapie des Typ-2-Diabetes 04.02.2016

Neue Kurzinformation zu Behandlung des Typ-2-Diabetes

Berlin - Typ-2-Diabetes ist weit verbreitet. Charakteristisch für diese Krankheit ist ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel. Unbehandelt kann Diabetes Gefäße, Nerven und Organe schädigen. Die Therapie zielt darauf, Schäden zu vermeiden oder ein Fortschreiten zu verlangsamen, indem der Blutzuckerspiegel gesenkt wird. Eine Änderung des Lebensstils ist bei manchen Menschen bereits ausreichend, andere erhalten nach einiger Zeit Medikamente, um die Therapie zu unterstützen. Wichtig sind dabei die individuell vereinbarten Therapieziele: Es gilt kein starrer Blutzucker-Grenzwert für alle, vielmehr legen Arzt und Patient gemeinsam fest, welche Grenzwerte mit welchen Mitteln erreicht werden sollen. Auf zwei Seiten bietet das neue Informationsblatt "Therapie des Typ-2-Diabetes – Wie läuft die Behandlung ab?" einen Überblick über Ziele und Möglichkeiten der Behandlung. Außerdem erfahren Menschen mit Typ-2-Diabetes, aus welchen Stufen sich ihre Therapie zusammensetzt, und was sie selbst im Umgang mit ihrer Erkrankung tun können. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. Diese stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken kostenlos zur Verfügung, um sie bei Bedarf Patienten persönlich auszuhändigen. Kurzinformation für Patienten "Therapie des Typ-2-Diabetes - Wie läuft die Behandlung ab?" www.patienten-information.de/kurzinformationen/diabetes/diabetes-therapieMethodik und Quellen www.patienten-information.de/kurzinformationen/diabetes/diabetes-therapie/kurzinformationen/quellen-und-methodik/diabetes-therapieKurzinformationen für Patienten auf Patienten-Information.de  www.patinfo.org Weitere Patienteninformationen
Gesundheitspolitik 03.02.2016

Montgomery: Übermäßige Profite bei Medikamenten sind nicht legitim

Berlin - GOÄ, Anti-Korruptionsgesetz, Flüchtlinge und Arzneimittelpreise – diese vier Themen werden nach Ansicht von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die gesundheitspolitische Diskussion der nächsten Monate bestimmen. „Das Jahr 2016 wird ein spannendes Jahr werden“, sagte Montgomery in einem Videostatement. So werde sich der diesjährige Deutsche Ärztetag unter anderem mit der Frage der Preisbildung bei neuen, innovativen Arzneimitteln befassen. Übermäßige Profit- und Renditeerwartungen zu Lasten der Solidargemeinschaft seien nicht legitim. Darüber werde man mit der Pharmaindustrie reden müssen. „Ich hoffe, dass am Ende eine Verbesserung des deutschen AMNOG-Verfahrens herauskommt“, so Montgomery.
Asylverfahren 02.02.2016

BÄK: Ärzten ausreichend Zeit für Untersuchung von Asylbegehrenden geben

Berlin - Ärztinnen und Ärzte müssen in einem beschleunigten Asylverfahren ausreichend Zeit haben, Asylbegehrende auf körperliche und seelische Krankheiten hin zu untersuchen und diese im begründeten Fall geltend zu machen. Das fordert die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung beschleunigter Asylverfahren. Unerheblich sei dabei, ob die Erkrankungen der Asylbewerber bereits im Heimatland bestanden oder erst auf der Flucht oder in Deutschland aufgetreten sind. Das Bundeskabinett befasst sich am morgigen Mittwoch mit dem Gesetzentwurf. Mit ihm sollen unter anderem die Rahmenbedingungen für die Erstellung ärztlicher Atteste im Zusammenhang mit Abschiebungen präzisiert und klargestellt werden. Nur bei lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Erkrankungen, die sich durch die Abschiebung wesentlich verschlechtern würden, kann von einer Abschiebung abgesehen werden. In Fällen von Posttraumatischer Belastungsstörungen soll die Abschiebung aber regelmäßig möglich sein.  Allerdings bestehe besonders hier die Gefahr, dass sich die lebensbedrohliche oder schwerwiegende Erkrankung durch die Abschiebung wesentlich verschlechtert kann, warnt Dr. Ulrich Clever, Menschrechtsbeauftragter der Bundesärztekammer. In ihrer Stellungnahme fordert die BÄK deshalb, dass auch psychische Krankheiten unter der Begrifflichkeit der „lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Erkrankung“ subsumiert werden müssten. Im Herkunftsland, in dem das Trauma gesetzt wurde, werde es kaum die Voraussetzungen für eine erfolgreiche medizinisch-somatische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung geben.  Für medizinische Gutachten, Stellungnahmen und Untersuchungen von Flüchtlingen und Asylbewerbern in aufenthaltsrechtlichen Verfahren und vor der Abschiebung sollten ausschließlich Ärzte und Psychotherapeuten beauftragt werden, die über eine entsprechende Qualifikation verfügen. Hierfür müssten die Ressourcen des öffentlichen Gesundheitsdienstes an den stark gestiegenen Bedarf angepasst werden, betont die BÄK. Ferner müssten im ärztlichen Diagnose- und Behandlungsprozess qualifizierte Dolmetscher oder Dolmetscherdienste in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.  Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren" [PDF] Berlin, 01.02.2016
Transplantationsregister 29.01.2016

BÄK begrüßt Referentenentwurf des BMG

Berlin - Die Bundesärztekammer hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Transplantationsregisters uneingeschränkt begrüßt. Mit dem Gesetz würden nunmehr die rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb eines bundesweiten Transplantationsregisters geschaffen werden, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme zu dem Entwurf, den die BÄK an die Bundesregierung übermittelt hat. Mitte Dezember 2015 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Referentenentwurf vorgelegt. Ziel des Gesetzes ist die Errichtung eines bundesweiten Transplantationsregisters, in dem die transplantationsmedizinischen Daten zusammengeführt werden. Mit dem Register sollen wesentliche Erkenntnisse gewonnen werden, die zu einer Verbesserung und Weiterentwicklung der transplantationsmedizinischen Versorgung und zur Erhöhung der Transparenz führen. Die Bundesärztekammer erwartet, dass das Transplantationsregister eine Verbesserung des Dokumentations- und Datenflusssystems für alle Bereiche des Transplantationswesens bewirkt. Dabei begrüßt sie insbesondere, dass mit dem Referentenentwurf an die mit dem Transplantationsgesetz geschaffene Selbstverwaltungslösung angeknüpft wird. Die BÄK betont in ihrer Stellungnahme, sie werde sich als Vertreterin der im Transplantationswesen tätigen Ärztinnen und Ärzte dafür einsetzen, dass sich der Dokumentationsaufwand für die Transplantationszentren in einem vertretbaren Rahmen bewegt. Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Referentenentwurf zur Errichtung eines nationalen Transplantationsregisters (Transplantationsregistergesetz – TxRegG)
Internationales 27.01.2016

Bundesärztekammer fordert Freilassung von Dr. Said in Kairo

Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich mit Nachdruck an den Innenminister und den Justizminister Ägyptens, Magdy Abdel Ghaffar und Ahmed El-Zend, gewandt, um auf die Lage des in Deutschland tätigen Arztes Dr. Ahmed Mohamed Said aufmerksam zu machen. Der Menschenrechtsaktivist Said ist bei einer friedlichen Gedenkveranstaltung am 16. November 2015 in Kairo verhaftet und zu einer zweijähren Haft verurteilt worden. Said hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Heute soll es zu einer Anhörung kommen. Nach Angaben seiner Familie wurde Dr. Said, der in Frankfurt als Chirurg tätig ist, gefoltert und unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten. Die Vorwürfe, wie z. B. der Verstoß gegen das Versammlungsverbot, die ihm und vier weiteren Angeklagten (Mustafa Ibrahim Mohamed Ahmed, Karim Khaled Fathy, Mohamed Abdel-Hamin und Gamila Serzel-Dain) angelastet werden, verstoßen gegen universelle Menschenrechte. Zu anderen Vorwürfen fehlen in dieser Untersuchung objektive Beweise. Bereits am 8. Dezember 2015 ist Dr. Ahmed Said in einen partiellen Hungerstreik getreten. Seine Familie berichtet, dass er während der Vernehmung im Gefängnis von Abdeen Handschellen tragen musste, ihm die Augen verbunden, er geschlagen sowie mit Elektroschocks und brennenden Zigaretten misshandelt wurde. Beim Versuch, die Folter der Staatsanwaltschaft zu melden, habe diese eine Untersuchung verweigert. Bis zum 14. Dezember sei ihm der Kontakt zur Familie und seinem Rechtsbeistand nicht gewährt worden. Die Bundesärztekammer forderte die Minister auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, dass der Urteilsspruch und die politisch motivierte Strafe zurückgenommen und Dr. Said sowie die anderen vier Gefangenen umgehend freigelassen werden. Die ägyptischen Behörden werden darüber hinaus aufgefordert, dass die Gefangenen bis zur Freilassung vor Folter und Gewalt geschützt werden und ihnen ein regelmäßiger Zugang von Anwälten und Familien garantiert wird. Schließlich appelliert die Bundesärztekammer an die Behörden eine sofortige und unabhängige Untersuchung über die Foltervorwürfe durchzuführen. Brief des Präsidenten der Bundesärztekammer an den Innenminister von Ägypten [PDF] Brief des Präsidenten der Bundesärztekammer an den Justizminister von Ägypten [PDF]
GOÄ 23.01.2016

Ärztetag stellt Signale auf Grün

„Der Deutsche Ärztetag hat der Bundesärztekammer auf beeindruckende Weise den Rücken gestärkt. Das war ein klarer Vertrauensbeweis für den Vorstand der Bundesärztekammer und die Verhandlungsführer der BÄK, die sich seit Jahren für eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) einsetzen.“ So kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery den Ausgang des heutigen außerordentlichen Deutschen Ärztetages in Berlin. Die Delegierten hatten den Leitantrag des Bundesärztekammer-Vorstandes mit großer Mehrheit angenommen. Gleichzeitig überwiesen sie Anträge, deren Umsetzung eine Unterbrechung der laufenden Verhandlungen mit PKV und Beihilfe für eine neue GOÄ zur Folge gehabt hätten, an den zuständigen Ausschuss der BÄK. Die Delegierten forderten die Bundesregierung auf, die GOÄ entsprechend dem zwischen BÄK, Verband der Privaten Krankenversicherung und Beihilfe ausgehandelten Kompromissvorschlag zum nächstmöglichen Zeitpunkt innerhalb der noch laufenden Legislaturperiode in Kraft zu setzen. Der Vorstand der Bundesärztekammer wurde damit beauftragt, unter Beratung durch den Ausschuss "Gebührenordnung" der Bundesärztekammer die Gesetzesinitiative zur Anpassung der Bundesärzteordnung und den Entwurf der neuen GOÄ abschließend zu prüfen und gegenüber dem Bundesministerium für Gesundheit freizugeben. In einer Entschließung formulierte der Ärztetag die Voraussetzungen für die Novelle. Abschließend stellten die Delegierten klar: „Die Ärzteschaft erwartet jetzt, dass die Politik ihre Zusagen einhält. Die dringend notwendige GOÄ-Novelle darf nicht dem beginnenden Bundestagswahlkampf geopfert werden.“ Entschließung des außerordentlichen Deutschen Ärztetages: GOÄ-Novelle jetzt umsetzen: Moderne Medizin zu rechtssicheren und fairen Bedingungen für Patienten und Ärzte! Der Deutsche Ärztetag fordert die Bundesregierung dringend auf, die nach der Maßgabe der unten aufgeführten Voraussetzungen gestaltete Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) entsprechend dem zwischen der Bundesärztekammer und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) sowie den für das Beihilferecht zuständigen obersten Bundes- und Landesbehörden (Beihilfe) ausgehandelten Kompromissvorschlag zum nächstmöglichen Zeitpunkt innerhalb der noch laufenden Legislaturperiode in Kraft zu setzen. Der Vorstand der Bundesärztekammer wird damit beauftragt, unter Beratung durch den Ausschuss "Gebührenordnung" der Bundesärztekammer die Gesetzesinitiative zur Anpassung der Bundesärzteordnung (BÄO) und den Entwurf der neuen GOÄ abschließend zu prüfen und gegenüber dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) freizugeben, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: 1. Die neue GOÄ erfüllt weiterhin eine doppelte Schutzfunktion für Patienten und Ärzte: Durch das Festlegen ausgewogener Preise werden die Patienten vor finanzieller Überforderung geschützt und die ärztlichen Leistungen angemessen vergütet. 2. Durch das Festlegen nicht unterschreitbarer Gebührensätze unter Berücksichtigung gerechtfertigter Ausnahmefälle werden die notwendigen Voraussetzungen einer menschlichen und qualitativ hochwertigen Patientenversorgung gewährleistet. 3. Das Gebührenverzeichnis der neuen GOÄ entspricht dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft. Darin noch nicht abgebildete innovative Leistungen können wie bisher ohne Verzögerung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte erbracht und analog mittels gleichwertiger vorhandener Gebührenpositionen abgerechnet werden. 4. Abweichende Honorarvereinbarungen sind weiterhin möglich. 5. Gehalts- und Kostenentwicklungen einschließlich des Inflationsausgleichs sind bei der Festlegung der Euro-Preise der Gebührenpositionen der neuen GOÄ und deren künftig fortlaufenden Überprüfung und Anpassung in einem fairen Interessenausgleich mit den nach § 11 BÄO "zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten" zu berücksichtigen. Die Festlegung und Weiterentwicklung der Euro-Preise der neuen GOÄ soll unter Erhalt ihrer Doppelschutzfunktion auch im Vergleich mit der Anpassungshöhe und den Anpassungsintervallen anderer Gebührenordnungen freier Berufe angemessen sein. 6. Die Bundesärztekammer verständigt sich mit dem BMG, dem PKV-Verband und der Beihilfe darauf, während der geplanten 36-monatigen Monitoringphase im Anschluss an die Inkraftsetzung der neuen GOÄ eventuelle Inkongruenzen hinsichtlich der Abrechnungsbestimmungen, der Legenden und Bewertungen der Gebührenpositionen unter Anhörung der ärztlichen Verbände und Fachgesellschaften zu identifizieren und zu beheben. Die Praktikabilität und die Angemessenheit der neuen Steigerungssystematik werden überprüft und dabei festgestellte Mängel behoben. Die Ergebnisse der Prüfungen und die daraufhin ergriffenen Maßnahmen werden durch die Bundesärztekammer fortlaufend veröffentlicht. Die Ärzteschaft erwartet jetzt, dass die Politik ihre Zusagen einhält. Die dringend notwendige GOÄ-Novelle darf nicht dem beginnenden Bundestagswahlkampf geopfert werden! Erste druckfähige Fotos von der Veranstaltung können unter www.aerzteblatt.de/bildservice heruntergeladen werden. Bildquelle: axentis Weitere Fotos werden in Kürze eingestellt....
GOÄ 21.01.2016

Windhorst: Chance auf neue GOÄ nutzen

Berlin - Am kommenden Samstag findet der Sonderärztetag zur Novellierung der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Berlin statt. Das Deutsche Ärzteblatt hat den Vorsitzenden des GOÄ-Ausschusses der Bundesärztekammer, Dr. Theodor Windhorst, gefragt, was er vom außerordentlichen Ärztetag erwartet.
GOÄ 18.01.2016

Montgomery: GOÄ ist kein Thema für den Wahlkampf

Berlin - „Wir brauchen eine neue Gebührenordnung, die Rechtssicherheit schafft und die kontinuierlich auf dem Stand des medizinischen Fortschritts und der Kostenentwicklung gehalten werden kann “, erklärte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, auf dem Neujahrsempfang der Ärzteschaft in Berlin. Von dem außerordentlichen Deutschen Ärztetag, der am kommenden Samstag über die Novelle der Gebührenordnung für Ärzte berät, erhofft er sich klare Beschlüsse. Er ist optimistisch, dass in diesem Jahr noch eine neue Gebührenordnung für Ärzte verabschiedet werde. Montgomery warnte die Politik davor, das Thema in den Bundestagswahlkampf hineinzuziehen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe rief die Ärzteschaft zur Einigkeit auf. Es wäre töricht, einen Zug kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof „durch Uneinigkeiten aus den Gleisen“ zu werfen. Die Reform sei „überfällig und kein Schauplatz für Sozialneiddebatten.“

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Deutsches Ärzteblatt

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Arzneimittelkommission
der deutschen Ärzteschaft
www.akdae.de

Ärztliches Zentrum für
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www.aezq.de