Bundesärztekammer

Arztsuche

Arztsuche in Deutschland

Die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen der Regionen (normalerweise Bundesländer) in Deutschland sind die Einrichtungen, die als einzige die validen Angaben über die Qualifikation der in Deutschland tätigen Ärzte haben. Einige dieser Körperschaften haben bereits Arztsuchdienste aufgebaut, die im Internet für Patienten zugänglich sind. Andere geben bislang nur telefonisch Auskünfte über Ärzte. Wir bieten Ihnen von dieser Seite aus die Informationen zu den Suchdiensten in den einzelnen Regionen.

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Legende:

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Online-Arztsuche vorhanden

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telefonische Beratung bei der Suche nach einem Arzt


Die Arztsuche ist regional aus den Daten der entsprechenden Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen zusammengestellt und greift auf deren Daten zurück. Wenn Sie Ihren Eintrag im entsprechenden Arztsuchdienst nicht finden, wobei nicht alle Organisationen online vertreten sind, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Ärztekammer oder KV.

Crystal Meth 02.12.2016

Menschen aus der Abhängigkeit von „Crystal Meth“ holen

Berlin - Leistungsfähiger, konzentrierter, angstfreier – diese Attribute könnten der Werbung eines Coachingseminars für Führungskräfte entnommen sein. Es sind jedoch die Eigenschaften, die der synthetischen Psychodroge „Crystal Meth“ zugeschrieben werden und diese für viele Menschen attraktiv machen. „Aggressivität, Unruhe und Wahnvorstellungen – das ist die andere Seite der Droge. Oft wird im Verlauf der Sucht die Dosis erhöht, um die erwünschten Effekte zu erzielen. Das verstärkt den Druck, ständig neuen Stoff zu besorgen“, betonte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer anlässlich der heutigen Vorstellung der S3-Leitlinie Methamphetamin-bezogene...

Welt-AIDS-Tag 2016 30.11.2016

Wenker: „AIDS ist behandelbar, aber nicht heilbar“

Berlin - „Die medizinische Versorgung für HIV-Infizierte und AIDS-Erkrankte hat sich erheblich verbessert und zu einer deutlich höheren Lebensqualität und Lebenserwartung geführt. Trotzdem gilt nach wie vor: AIDS ist behandelbar, aber nicht heilbar.“ Das sagte Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK), vor dem morgigen Welt-AIDS-Tag in Berlin. Wenker forderte Politik, Verbände und Stiftungen auf, auch in Zukunft ihre erfolgreiche Präventionsarbeit fortführen. Dies sei vor allem für junge Menschen wichtig, die die umfangreichen Aufklärungskampagnen der 80er und 90er Jahre nicht miterlebt hätten.Es dürfe auch keine gesellschaftliche Ausgrenzung der Betroffenen zugelassen werden. Aufgabe von Ärzten sei es, ihren Patienten nach einer Diagnose seelischen Halt zu geben und sie medizinisch zu betreuen. Ärzte wirkten auch präventiv und klärten über Ansteckungsrisiken auf. „So gehen Ärztinnen und Ärzte gleichermaßen gegen Verharmlosung und gesellschaftliche Vorurteile an“, sagte Wenker mit Blick auf die diesjährige Kampagne des Welt-AIDS-Tages  #positivzusammenleben. Die BÄK-Vize-Präsidentin hob hervor: „AIDS-Patienten haben einen Anspruch auf eine gute ärztliche Versorgung mit Engagement und dem Respekt vor der menschlichen Würde.“
Heil- und Hilfsmittelgesetz 28.11.2016

BÄK: „Blankoverordnung“ in Modellvorhaben flächendeckend erproben

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt die Absicht des Gesetzgebers, die Zusammenarbeit aller Gesundheitsberufe zu fördern und hierfür die Heilmittelerbringer noch stärker als bisher in die Versorgungsverantwortung einzubinden. Das Instrument der sogenannten „Blankoverordnung“ soll dafür in Modellvorhaben flächendeckend erprobt werden. Das scheine ein grundsätzlich geeigneter Weg zu sein, heißt es in der Stellungnahme der BÄK zu dem Gesetzentwurf.  Die BÄK begrüßt, dass der Gesetzgeber die in § 3 Heilmittel-Richtlinie geregelte Rolle des Arztes, Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung zu veranlassen, unterstreicht und als Basis der Heilmittelerbringung die ärztliche (Differential)Diagnose und Indikation vorschreibt. Nur unter dieser Voraussetzung solle der Heilmittelerbringer die Auswahl und die Dauer der Therapie sowie die Frequenz der Behandlungseinheiten selbst bestimmen können. Dem verordnenden Arzt müsse es jederzeit wegen der ärztlichen Gesamtverordnung und Koordinationsfunktion möglich sein, einzelne Heilmittel als kontraindiziert auszuschließen, fordert die BÄK. Die BÄK spricht sich außerdem für eine Beteiligung der Ärzteschaft bei der Entwicklung und Durchführung der Modellvorhaben aus. Dadurch werde das für eine gute Heilmittelversorgung notwendige Zusammenwirken der Beteiligten gestärkt.  Bestrebungen nach einem Direktzugang der Patienten zur Versorgung ohne voraus gehende ärztliche Differentialdiagnostik und Indikation lehnt die BÄK allerdings ab. Verantwortung für Diagnose und Therapie müssen weiterhin beim Arzt liegen. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der  Heil- und Hilfsmittelversorgung (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz – HHVG; BT-Drucksache 18/10186) sowie zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Versorgung verbessern – Kompetenzen von Heilmittelerbringern ausbauen“ (BT-Drucksache 18/10247) [PDF]Berlin, 25.11.2016
Medizintourismus 25.11.2016

Ärzten ethische und rechtliche Orientierungshilfe geben

Berlin - Auslandsbehandlungen sind vor dem Hintergrund der europäischen Freizügigkeit grundsätzlich zulässig. Sie werfen aber bei näherer Betrachtung eine Reihe von ethischen und rechtlichen Fragen auf. Darauf verweist die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) in ihrer aktuellen Stellungnahme zum „Umgang mit medizinischen Angeboten im Ausland“, in der sie unter anderem Fragen der Reproduktionsmedizin und der Zahnbehandlung beispielhaft genauer beleuchtet. Ein Problemschwerpunkt in der Stellungnahme sind in Deutschland rechtswidrige, aber im Ausland erlaubte Angebote. Als Beispiele nennt die ZEKO unter anderem Eizellspende, Leihmutterschaft und Geschlechtswahl mittels Spermienselektion oder Präimplantations­diagnostik, die nach dem Embryonenschutzgesetz in Deutschland verboten, in anderen Ländern aber erlaubt sind. Häufig würden Ärzte um Information und Beratung zu im Ausland angebotenen Behandlungsmethoden gebeten. Mitunter fragten Patienten auch Hilfestellung in der Organisation dieser Leistungen nach sowie vorbereitende ärztliche Maßnahmen und direkte Überweisung an ausländische Praxen und Kliniken. Ärzte müssten die geltenden Verbotsnormen für ihr Fachgebiet kennen und diese auch befolgen, stellt die ZEKO klar. Allerdings gebe es keine Verpflichtung für Ärzte, ihre Patienten zur Rechtsbefolgung anzuhalten oder zu erziehen. Mit ihrer Stellungnahme will die ZEKO den in Deutschland tätigen Ärzten eine Orientierungshilfe geben. Auf der Grundlage der geltenden Rechtslage und allgemein anerkannter ethischer Standards analysiert sie ausgewählte Fallkonstellationen, insbesondere aus der Reproduktions- und der Zahnmedizin, und gibt konkrete Empfehlungen für den Umgang mit medizinischen Maßnahmen, die im Ausland angeboten werden. Stellungnahme "Umgang mit medizinischen Angeboten im Ausland. Ethische und rechtliche Fragen des 'Medizintourismus'"Berlin, 25.11.2016
Betäubungsmittel 25.11.2016

BÄK fordert mehr Rechtssicherheit für substituierende Ärzte

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt grundsätzlich das Vorhaben der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für die Substitutionstherapie Opioidabhängiger zu verbessern. In ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf einer 32. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (32. BtMÄndV) befürwortet die BÄK insbesondere, dass die ärztlich-therapeutischen Erfordernisse künftig in einer Richtlinie der BÄK und nicht länger in der Betäubungsmittel-Verschreibungs-Verordnung (BtMVV) geregelt werden sollen. Kritisch sieht die BÄK vor dem Hintergrund des Fortbestands der Strafbarkeit nach § 29 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) allerdings die in der Verordnung vorgegebenen Behandlungsziele, die Option für eine Verlängerung der Take-Home-Verschreibung auf bis zu 30 Tage, die Unbestimmtheit der hierfür heranzuziehenden Kriterien sowie mögliche arztrelevante haftungsrechtliche Implikationen einer Ausweitung der Behandlungssettings. Scharf kritisiert wird zudem, dass mit der Novelle dem Gemeinsamen Bundesausschuss die Möglichkeit eingeräumt werden soll, auf die Richtlinie der BÄK Einfluss zu nehmen. Ursprünglich war die Intention des Verordnungsgebers gewesen, durch die neu angedachten Regelungen wieder mehr Ärzte für dieses relevante, wenngleich nicht immer leichte Behandlungskonzept zu gewinnen und die Angst substituierender Ärzte vor Strafverfolgung bei Fehlern zu verringern. Um die Substitutionsbehandlung für Ärzte wie Patienten zukünftig auf eine sichere Grundlage zu stellen, sieht die BÄK für viele der in der BtMVV vorgesehenen neuen Regelungen weiterhin juristischen Klärungsbedarf. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für eine Zweiunddreißigste Verordnung zur Änderung  betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (32. BtMÄndV-E)  [PDF]Berlin, 24.11.2016
Arzneimittelpreisbindung 19.11.2016

Montgomery: EuGH-Urteil zu Arzneimittelpreisen bedroht freie Heilberufe

Berlin - Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Arzneimittelpreisbindung hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, vor negativen Konsequenzen für das Gesundheitssystem in Deutschland gewarnt: „Ich sehe das Urteil mit großer Sorge. Es gehört zum Gestaltungsbereich der EU-Mitgliedstaaten, ihr Gesundheitswesen selbst zu regeln. Der EuGH greift jetzt in diesen Gestaltungsbereich ein, indem er  die Arzneimittelpreisbindung kippen will. Davon mögen ausländische Anbieter profitieren. Es geht aber zu Lasten des freiberuflich ausgestalteten Apothekenwesens in Deutschland, das sich unter anderem durch persönliche Beratung vor Ort und ein Vollsortiment an Arzneimitteln auszeichnet. Gemeinwohlorientierung, hohe berufliche Qualifikation sowie persönliche und eigenverantwortliche Arbeit sind Kennzeichen der freiberuflichen Tätigkeit von Ärzten, Apothekern und Zahnärzten. Sie bilden das Fundament der hochwertigen Gesundheitsversorgung in Deutschland und dürfen nicht in Frage gestellt werden.“ Die einheitliche Vergütung von Leistungen sei ein zentrales Merkmal der Gesundheitsversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung, das man nicht en passant aushebeln dürfe, so der Präsident der BÄK weiter. Die Politik in Deutschland müsse sich zu dem bewährten System bekennen und das Heft des Handelns in der Hand behalten. „Da geht es um etwas Prinzipielles. Der Gesetzgeber darf sich hier nicht den Schneid abkaufen lassen. Deshalb ist es nur konsequent, wenn das Bundesgesundheitsministerium jetzt einen Gesetzentwurf plant, mit dem der Versand von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verboten und die Situation wieder geheilt werden kann." Zum Hintergrund: Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat am 19. Oktober 2016 entschieden, dass ausländische Versandapotheken die in Deutschland geltende Arzneimittelpreisverordnung für verschreibungspflichtige Arzneimittel unterlaufen und Patienten Lockangebote machen dürfen. Nun wird in Deutschland ein generelles Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Medikamente diskutiert, wie es in drei Viertel der EU-Mitgliedstaaten bereits gilt.
Anti-Korruptionsgesetz 14.11.2016

Ärzten verlässliche Informationen an die Hand geben

Berlin – „Die übergroße Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland arbeitet korrekt und lässt sich nichts zuschulden kommen. Deshalb empfinden wir das Anti-Korruptionsgesetz für das Gesundheitswesen auch nicht als Bedrohung, sondern als Schutzmaßnahme für die vielen ehrlichen Kollegen. Die Neuregelungen können aber auch zu Unsicherheiten insbesondere bei den Ärzten führen, die sich beispielsweise in Netzen oder in sektorübergreifenden Versorgungsformen engagieren. Diese Kollegen brauchen verlässliche Informationen. Und die wollen wir ihnen geben.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), zum Auftakt der BÄK-Tagung „Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ am 12. November in Berlin.  Auf der Tagung diskutierten Ärzte und Juristen, welche Kooperationsmodelle strafbar und welche Formen der Zusammenarbeit zwischen den Heilberufen untereinander, aber auch zwischen Leistungsanbietern und der Industrie weiterhin erlaubt sind. Nach dem Gesetz droht Angehörigen von Heilberufen eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, wenn sie sich im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Berufes bestechen lassen. Dabei richten sich die Sanktionsandrohungen nicht nur gegen Ärzte, sondern gegen alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen und auch an die, die bestechen. Prof. Dr. Karsten Gaede von der Bucerius Law School Hamburg sieht in dem Gesetz eine vernünftige Grundlage für die Strafverfolgung im Gesundheitswesen. Er wies jedoch darauf hin, dass die Delikte eine „vorsichtige Anwendung“ erforderten. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main: „Wir wissen, dass wir mit dem Strafrecht ein scharfes Schwert in der Hand haben. Wir wissen aber auch, dass wir es nur dann zur Anwendung bringen, wenn eine strafrechtlich relevante Handlung erkennbar ist.“ Badle glaubt nicht, dass Ermittlungen in diesem Bereich zu einem Massenphänomen werden. Wichtig sei für die Akteure, sich im Vorhinein zu informieren und so das Strafverfolgungsrisiko zu minimieren. Er stellte klar, dass sämtliche bislang zulässigen Leistungsbeziehungen und Kooperationen auch nach Inkrafttreten des Gesetzes uneingeschränkt zulässig bleiben. „Das Gesetz enthält keine neuen Verbote, es normiert lediglich eine strafrechtliche Sanktion für bereits verbotenes Verhalten. Das bedeutet auch, dass sämtliche bislang zulässigen Leistungsbeziehungen und Kooperationen auch nach Inkrafttreten des Gesetzes uneingeschränkt zulässig bleiben. Sie sollten aber auf etwaige strafrechtliche Risiken hin überprüft werden“, so Badle. Tatsächlich ist der Beratungsbedarf seit Inkrafttreten des Gesetzes deutlich gestiegen. Dies berichtete auf der Tagung Prof. Dr. Dr. Thomas Ufer, Arzt und Fachanwalt für Medizinrecht. Vorgelegt würden nicht nur neue Kooperationsmodelle. Viele Klinikchefs ließen jetzt auch ihre Altverträge prüfen. Beratungsbedarf bestünde beispielsweise bei Kooperationen zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken. Auch sogenannte Anwendungsbeobachtungen führten zu Unsicherheiten. Diese könnten straffrei sein, es sei denn, die vorgesehene Vergütung entschädige nicht für zusätzlichen Aufwand, sondern für die bevorzugte Verordnung bestimmter Präparate, so Ufer.   Auf berufsrechtliche Bezüge der neuen gesetzlichen Regelungen und den daraus entstehenden Beratungsbedarf in den Ärztekammern gingen Karl Lienshöft, Staatsanwalt a.D.  sowie Dr. Karsten Scholz, Justiziar der Ärztekammer Niedersachsen, ein. Lienshöft berichtete von seiner Tätigkeit als unabhängiger Untersuchungsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Scholz erläuterte, dass es Pflichtaufgabe der Ärztekammer Niedersachsen sei, Mitglieder in Fragen der Berufsausübung zu beraten. Dies umfasse auch strafrechtliche und vertragsarztrechtliche Aspekte. Anhand von Beispielfällen  etwa zu Fortbildungsveranstaltungen, sektorübergreifenden Kooperationen und Berufsausübungsgemeinschaften vermittelte Scholz einen Eindruck von der Beratungspraxis der Kammer. Vortrag Prof. Dr. Karsten Gaede, Bucerius Law School Hamburg [PDF] Vortrag Oberstaatsanwalt Alexander Badle, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main [PDF] Vortrag Prof. Dr. Dr. Thomas Ufer, Arzt, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht CausaConsilio, Rechtsanwälte und Notare in Kiel und Hamburg [PDF] Vortrag Karl Lienshöft, Untersuchungsführer für die Berufsgerichtsbarkeit der Heilberufe der Ärztekammer Schleswig-Holstein [PDF] Vortrag Dr. Karsten Scholz, Justiziar Ärztekammer Niedersachsen [PDF]...
Weltdiabetestag 11.11.2016

Montgomery plädiert für mehr Prävention an Schulen

Berlin - Zum Weltdiabetestag fordert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, das Thema Gesundheit stärker in den Lehrplänen der Schulen zu verankern. "Durch Prävention sind viele Erkrankungen vermeidbar. Deshalb lohnt es sich, Kindern vom ersten Schultag an eine gesunde Lebensweise zu vermitteln. Schon etwas mehr regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung verringern deutlich das Risiko, an einem Typ 2-Diabetes zu erkranken." Ärzte könnten das Lehrpersonal bei der Gestaltung des Unterrichts beraten und unterstützen. Die Zahl der Diabetiker steigt in Deutschland kontinuierlich. Bis zum Jahr 2030 gehen Schätzungen von 5,6 Millionen Erkrankten aus. Das wären 580.000 mehr als heute. „Andere Studien prognostizieren sogar einen noch stärkeren Anstieg", so Montgomery. Umso wichtiger sei es, konsequent gegenzusteuern. "Wir haben bereits vielversprechende Initiativen, zum Beispiel das Projekt "Gesund macht Schule" der Ärztekammern in Nordrhein, Hamburg und Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der AOK. Das Programm fördert gesundheitsbewusstes Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Schule, Elternhaus und Freizeit. Es stärkt die kindliche Persönlichkeitsentwicklung und hilft, eine gesundheitsförderliche Lern- und Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Auf solchen Programmen kann man aufbauen", so Montgomery. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin hat im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eine Reihe von Patienteninformationen zum Thema Diabetes erstellt. Sie informieren in verständlicher Form über Hintergründe und Ursachen der Erkrankung und verweisen auf weiterführende Informationsquellen. Patienteninformationen
Tabakwerbung 08.11.2016

Montgomery: „Wirtschaftspolitik darf nicht vor Jugendschutz gehen“

Berlin, 08.11.2016 - „Wirtschaftsinteressen dürfen nicht vor Jugendschutz gehen. Wir fordern deshalb die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, den Regierungsentwurf zum Verbot von Außen- und Kinowerbung für Tabakprodukte umgehend positiv zu bescheiden.“ Das sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, vor der heutigen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, in der unter anderem der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes diskutiert werden soll. Offenbar aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus hatten Kritiker aus den Reihen der CDU/CSU-Fraktion den bereits im Sommer vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf gegen den Willen der Gesundheitspolitiker von der Tagesordnung des Bundestages genommen. Montgomery wies darauf hin, dass neben dem Leid der betroffenen Patienten auch die durch die erforderlichen Behandlungen gebundenen medizinischen Ressourcen in den Blick genommen werden müssten. „Nach gesundheitsökonomischen Berechnungen belaufen sich allein die tabakbedingten jährlichen Kosten im Gesundheitswesen auf 25 Milliarden Euro. Hinzu kommen weit über 50 Milliarden Euro, die jährlich von den Sozialversicherungssystemen durch tabakbedingte Arbeitskraftausfälle zu tragen sind“, so der BÄK-Präsident. Auch und gerade Wirtschaftspolitiker sollten zur Kenntnis nehmen, dass diese Kosten in keiner Weise durch die Tabaksteuereinnahmen in Höhe von knapp 15 Milliarden Euro und die in den Wirtschaftskreislauf einfließenden Werbeausgaben der Tabakindustrie in Höhe von ca. 200 Millionen Euro pro Jahr aufgewogen werden. Deutschland ist mittlerweile das einzige Land in Europa, in dem Plakatwerbung für Tabak noch erlaubt ist. Dabei zeigen Studien, dass Tabakwerbung gerade bei Kindern und Jugendlichen wirkt. Die Bundesärztekammer hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass rund 80 Prozent aller Raucher vor dem 18. Lebensjahr mit dem Rauchen beginnen, was eine Tabakentwöhnung in dieser Patientengruppe deutlich erschwert. 
Herbert-Lewin-Preis 07.11.2016

Herbert-Lewin-Preis 2017: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Berlin - Ausschreibung Mit dem Herbert-Lewin-Preis werden wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus“ prämiert. Die nunmehr sechste Ausschreibung des Preises wird vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung getragen. Teilnehmerkreis An der Ausschreibung können teilnehmen: Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Einzelpersonen Kooperationen oder Gemeinschaften von Zahn-/Ärztinnen und Zahn-/Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und PsychotherapeutenStudierende der Zahn- oder Humanmedizinan zahn- und humanmedizinischen Fakultäten oder medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Jede teilnehmende Person und jede Arbeitsgruppe kann sich mit je einer Arbeit bewerben. Unterlagen Die Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfasst sein und können sowohl in Papierform (in 7-facher Ausfertigung) als auch in elektronischer Form abgegeben werden. Es werden nur Arbeiten berücksichtigt, die ab dem 01.01.2012 erstellt oder veröffentlicht wurden. Bereits bei vorangegangenen Ausschreibungen dieses Preises eingereichte Arbeiten können nicht erneut berücksichtigt werden. Alle abgegebenen Unterlagen und Arbeiten verbleiben bei der Bundeszahnärztekammer und werden nicht zurückgegeben. Bewerbungsanschrift:  Bundeszahnärztekammer e.V.                                             Hauptgeschäftsführung                                             Frau Birgit Koch                                             Chausseestraße 13, 10115 Berlin                                              E-Mail: b.koch@bzaek.de Einsendeschluss: Die wissenschaftlichen Arbeiten müssen bis zum 15.06.2017 bei der  Bundeszahnärztekammer eingegangen sein. Jury Die Bewertung der eingereichten Arbeiten und die Ermittlung der Preisträger werden von einer unabhängigen Jury vorgenommen, deren Mitglieder vom Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Bundeszahnärztekammer, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Bundesverband Jüdischer Ärzte und Psychologen in Deutschland benannt wurden. Namentlich sind dies: Prof. Dr. med. Volker Hess, Prof. Dr. phil. Robert Jütte, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. phil. Dominik Groß, Prof. Dr. med. Leo Latasch und Dr. med. Roman M. Skoblo. Die Jury tagt nicht öffentlich. Die Entscheidung der Jury ist für alle teilnehmenden Personen verbindlich und kann nicht angefochten werden. Preisvergabe Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Er kann von der Jury auf mehrere verschiedene Arbeiten aufgeteilt werden. Alle teilnehmenden Personen erhalten nach der Entscheidung der Jury eine schriftliche Nachricht. Die Preisverleihung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Informationen zum Forschungspreis sowie zu früheren Preisträgern und deren Arbeiten können im Internet unter www.bzaek.de/Forschungspreis abgerufen werden.
Samenspende 31.10.2016

Viele gesellschaftspolitische Fragen ungeklärt

Berlin - Die Bundesärztekammer hat deutliche Kritik an dem von der Bundesregierung geplanten sogenannten Samenspenderregistergesetz geübt. Zwar unterstützt die BÄK das grundsätzliche Ansinnen, ein zentrales Samenspenderregister zu errichten. Es sei jedoch versäumt worden, im Vorfeld der Gesetzesinitiative wesentliche gesellschaftspolitische und familienrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Reproduktionsmedizin zu beantworten. Dies geht aus der Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Referentenentwurf des Gesetzes zur Regelung des Rechts auf Kenntnis der Abstammung bei heterologer Verwendung von Samen hervor. Mit dem geplanten Gesetz sollen Menschen, die durch eine heterologe Samenspende gezeugt wurden, unter bestimmten Voraussetzungen den Namen ihres leiblichen Vaters erfahren können. Dafür sollen Samenbanken zu jeder Spende künftig Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und Anschrift des Spenders speichern müssen. Die reproduktionsmedizinischen Einrichtungen werden verpflichtet, unter anderem personenbezogene Angaben der Mutter sowie das Geburtsdatum des Kindes festzuhalten. Aus diesen Angaben, die von der reproduktionsmedizinischen Einrichtung nach der Geburt eines unter heterologer Verwendung von Samen im Rahmen einer medizinisch unterstützten Befruchtung gezeugten Kindes zu übermitteln sind, soll bei dem in Köln ansässigen Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information ein bundesweites Samenspenderregister entstehen. Aus Sicht der Bundesärztekammer würden mit dem Gesetz isolierte und mit Problemen behaftete Teilregelungen geschaffen. „Notwendig ist eine systematische gesetzliche Regelung für den gesamten Bereich der Reproduktionsmedizin, beispielsweise mittels eines Fortpflanzungsmedizingesetzes“, heißt es in der Stellungnahme.Deutlich werde dieses Manko unter anderem an dem beschränkten und nicht klar umrissenen Anwendungsbereich des Gesetzes. So lasse der Entwurf offen, bei welchen Personenkreisen eine medizinisch unterstützte Befruchtung mit heterologem Samen angewendet werden kann. Auch würden wesentliche Begriffe nicht klar definiert. Teilweise seien die verwendeten Begriffe nicht mit den geweberechtlichen Regelungen abgestimmt. Zudem überschritten die in dem Entwurf  formulierten ärztlichen Aufklärungspflichten die Grenzen der ärztlichen Beratung. Diese könne nicht die Aufklärung über rechtliche Fragen beinhalten. Kritisch sieht die Bundesärztekammer auch, dass der Spender von Samen zur heterologen Verwendung von der Inanspruchnahme als rechtlicher Vater freigestellt werden soll. Zwar habe das Kind unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht auf Auskunftserteilung. Das Recht auf Anfechtung der Vaterschaft wäre aber ausgeschlossen und ein Verwandtschaftsverhältnis des Samenspenders zu dem Kind könnte zu keinem Zeitpunkt mehr entstehen, so die Bundesärztekammer.Ungeklärt sei auch, wie die Zahl von Vielfachspenden begrenzt werden soll und ob die unter heterologer Verwendung von Samen gezeugten Kinder Informationen über ihre Halbgeschwister einholen können. Regelungen in diesem Bereich seien schon deshalb notwendig, um im Falle von Vielfachspendern Geschwisterehen auszuschließen. Bei Erkrankungen wie Leukämien könnte so gegebenenfalls ein passender, da direkt verwandter Stammzellspender gefunden werden. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für ein Gesetz zur Regelung des Rechts auf Kenntnis der Abstammung bei heterologer Verwendung von Samen vom 06.10.2016 [PDF]...

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