Bundesärztekammer

Arztsuche

Arztsuche in Deutschland

Die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen der Regionen (normalerweise Bundesländer) in Deutschland sind die Einrichtungen, die als einzige die validen Angaben über die Qualifikation der in Deutschland tätigen Ärzte haben. Einige dieser Körperschaften haben bereits Arztsuchdienste aufgebaut, die im Internet für Patienten zugänglich sind. Andere geben bislang nur telefonisch Auskünfte über Ärzte. Wir bieten Ihnen von dieser Seite aus die Informationen zu den Suchdiensten in den einzelnen Regionen.

Für weitere Informationen über die Arztsuche in einem Bundesland klicken Sie auf die entsprechende Fläche in der Kartendarstellung oder wählen Sie die Landesbezeichnung in der Hauptnavigation.



Arztsuche Bremerhaven Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Bremen Hamburg Baden-Württemberg Niedersachsen Hessen Bayern Berlin Brandenburg Nordrhein-Westfalen Thüringen Mecklenburg-Vorpommern Saarland Rheinland-Pfalz






Legende:

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Online-Arztsuche vorhanden

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telefonische Beratung bei der Suche nach einem Arzt


Die Arztsuche ist regional aus den Daten der entsprechenden Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen zusammengestellt und greift auf deren Daten zurück. Wenn Sie Ihren Eintrag im entsprechenden Arztsuchdienst nicht finden, wobei nicht alle Organisationen online vertreten sind, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Ärztekammer oder KV.

E-Zigaretten 24.04.2015

BÄK unterstützt Jugendschutz vor E-Zigaretten

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat das geplante Verkaufsverbot von elektronischen Zigaretten an Kinder und Jugendliche begrüßt. „Mit E-Zigaretten werden Verhaltensmuster wie beim Rauchen von Tabakzigaretten eingeübt, und der Einstieg wird durch kindgerechte Aroma-Beimengungen wie zum Beispiel Kakao, Kokos oder Aprikose erleichtert", sagte Montgomery im Wiesbadener Kurier (24.04.2015).  Der BÄK-Präsident forderte eine generelle Regulierung der E-Zigarette. Bei diesen würden unterschiedlichste Chemikalien erhitzt und eingeatmet, deren Auswirkungen auf die Gesundheit  noch nicht abgeschätzt werden können. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gemeinsam mit Bundesernährungsminister  Christian Schmidt (CSU) angekündigt, den Verkauf an Kinder und Jugendliche zu verbieten. Das Jugendschutzgesetz soll noch in diesem Jahr entsprechend geändert werden. Bislang fallen E-Zigaretten nicht unter das Jugendschutzgesetz. Weil mit Hilfe einer Heizspirale eine Flüssigkeit verdampft wird, gelten sie nicht als Tabakwaren.
FAL MEDIA
Prävention 20.04.2015

Prävention ist originär ärztliche Aufgabe

Berlin - „Gesundheitsberatung, Früherkennung und Prävention von Krankheiten müssen als originär ärztliche Aufgaben gefördert werden. Wir brauchen aber auch den politischen Willen, Ärzte in der Prävention zu stärken. Leider wird dies im geplanten Präventionsgesetz der Bundesregierung nur unzureichend berücksichtigt“, kritisiert der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (17.04.2015) auch im Hinblick auf die Anhörung zum geplanten Präventionsgesetz im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 22. April 2015. Montgomery begrüßt die im Gesetz vorgesehene altersmäßige Ausweitung der Kinder- und Jugenduntersuchungen und die stärkere Ausrichtung der Gesundheitsuntersuchungen auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen. Der BÄK-Präsident warnt jedoch davor, die Ausgestaltung dieser Untersuchungen allein dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu überlassen. „Anzahl und Umfang der angebotenen Untersuchungen für GKV-Versicherte könnten sich verringern statt erhöhen, zumal der Gesetzgeber den Krankenkassen für die neugestalteten Gesundheitsuntersuchungen Kostenneutralität in Aussicht gestellt hat. Bei einer qualitativen Neugestaltung der ärztlichen Vorsorge muss die Honorierung der Untersuchungen ergebnisoffen und leistungsbezogen diskutiert werden“, fordert Montgomery.Statt Ärzte auf das Ausfüllen von Präventionsempfehlungen für Krankenkassenkurse zu reduzieren, wie im Gesetz vorgesehen, fordert Montgomery vom Gesetzgeber die Grundlagen für ein ärztliches Präventionsmanagement zu schaffen, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsaktivitäten als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfasst. Völlig unverständlich sei außerdem, wie die Entwicklung einer Nationalen Präventionsstrategie ohne die verfasste Ärzteschaft erfolgen soll. In der neu zu konstituierenden Nationalen Präventionskonferenz seien laut Gesetzentwurf zwar die Sozialversicherungsträger, Ministerien, Länder- und Patientenvertreter als Mitglieder berücksichtigt, die ärztlichen Spitzenorganisationen jedoch blieben außen vor, kritisiert Montgomery. Gesundheitsförderung und Prävention seien aber nicht nur Aufgabe von Ärzten allein, sondern auch von Kindergärten, Schulen, Bildungseinrichtungen, Politik und Gesellschaft. „Investition in Prävention und Gesundheit lohnt sich, für den Einzelnen wie für die Gesellschaft als Ganzes. Die Ärzte leisten dazu gerne ihren Beitrag“, so Montgomery....

118. Deutscher Ärztetag

Videos

News, Interviews uvm. als Videos abrufbar unter www.youtube.com/user/BAEKclips

Weltärztebund 20.04.2015

WMA-Resolution zu Handelsabkommen

Berlin - Internationale Handelsabkommen dürfen die Gesundheitsversorgung und den öffentlichen Gesundheitssektor nicht gefährden. Das fordert der Vorstand des Weltärztebundes  (World Medical Association, WMA) in einer Dringlichkeitsresolution von allen beteiligten Regierungen. Er bezieht sich dabei insbesondere auf die aktuell in Verhandlungen befindlichen Abkommen wie die Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft (TPSEP), die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP),  das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) sowie das Kanada-EU Abkommen (CETA).  Der Weltärztebund erkennt grundsätzlich die positiven Aspekte von Handelsabkommen an. Er verlangt aber die feste Zusicherung, Investoren keine Klagemöglichkeiten zu gewähren, die bewährte Gesundheitsgesetze, zum Beispiel bei der Lebensmittelsicherheit oder bei der Reduzierung von Alkohol- und Tabakkonsum, aushöhlen könnten. Gleiches gilt für den Zugang zu medizinischer Versorgung und Gesundheitsdienstleistungen, insbesondere der Telemedizin. Langfristig könnten durch Rückschritte oder Relativierungen bestehender gesetzlicher Vorgaben die Gesundheit und Sicherheit der Patienten aufs Spiel gesetzt werden. Der WMA-Vorstand ruft die Regierungen auf, die Verhandlungen transparent und offen zu gestalten und der Öffentlichkeit Einblicke in die Verhandlungstexte zu geben. Neben seinen Beratungen zu Freihandelsabkommen beschäftigte sich der WMA-Vorstand  mit dem Umgang mobiler Gesundheitsanwendungen. Weitere Themen waren die Reduzierung des weltweiten Alkoholkonsums sowie der Stand der öffentlichen Konsultation zur WMA Stellungnahme zu Gesundheitsdatenbanken und Biobanken. Beschlüsse zu diesen Themen sind auf der Generalversammlung des Weltärztebundes vom 14.-17. Oktober 2015 in Moskau zu erwarten. Der Vorstand des Weltärztebundes beriet darüber hinaus mit der Präsidentin des Welttierärzteverbandes, Dr. René Carslon, über eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen  Epidemien, Seuchen und Antibiotikaresistenz. Das Thema soll auf einer gemeinsamen Konferenz vom 21. - 22. Mai 2015 in Madrid diskutiert werden.
Sterben in Würde 20.04.2015

Thema Sterben in der Mitte der Gesellschaft diskutieren

Berlin - Statement von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zur „Woche für das Leben“ der Kirchen in Deutschland, die im Jahr 2015 unter dem Leitthema „Sterben in Würde“ steht: „Das Thema Sterben gehört zum Leben, es darf nicht verdrängt oder ausgeklammert werden, sondern gehört in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb ist es gut, dass wir uns gemeinsam mit der Frage um ein würdevolles Sterben auseinandersetzen. Hier prallen unterschiedliche ethische Einstellungen, religiöse Überzeugungen und individuelle Erfahrungen aufeinander. Die Kirchen haben im Rahmen der Woche für das Leben einen breiten Meinungsaustausch zum Thema „Sterben in Würde“ angestoßen. Das begrüßen wir ausdrücklich. Ärztinnen und Ärzte erleben in ihrer täglichen Arbeit die Sorgen und Nöte schwerstkranker und sterbender Menschen. Wir setzen uns dafür ein, diesen Menschen ein Sterben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen. Eine breite gesellschaftliche Diskussion über das Tabuthema Tod wird den Blick für die vielfältigen Möglichkeiten der Palliativmedizin schärfen und so letztlich helfen zu verhindern, dass Sterbende vor ihrem körperlichen Tod einen sozialen Tod sterben müssen.“ (Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio)...
Weltärztebund 16.04.2015

Dr. Ardis Hoven neue WMA-Vorstandsvorsitzende

Der Vorstand des Weltärztebundes hat heute die US-Amerikanerin Dr. Ardis Hoven zur Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Hoven ist Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie in Lexington, Kentucky und Professorin an der Universität von Kentucky. Zuvor war sie Präsidentin der American Medical Association. Mit ihr sitzt erstmals eine Frau dem Vorstand des Weltärztebundes vor. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes des Weltärztebundes wurde Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery gewählt. Im Amt des Schatzmeisters folgt ihm der Japaner Dr. Masami Ishii nach. Ishii ist Vorstandsmitglied im Japanischen Ärzteverband, Neurochirurg und betreibt eine Klinik in Iwaka in der Region Fukushima. Der Vorstand des Weltärztebundes tagt vom 16. bis 18. April in Oslo. Er setzt sich aus Vertretern aller Weltregionen zusammen und tagt zweimal jährlich. www.wma.net
Ärztestatistik 2014 14.04.2015

Ärztestatistik 2014: Etwas mehr und doch zu wenig

„Etwas mehr und doch zu wenig“, so fasste Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ergebnisse der Ärztestatistik für das Jahr 2014 zusammen. Wie aus den Daten der BÄK hervorgeht, erhöhte sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 365.247. „Dieses leichte Plus reicht bei Weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben“, sagte Montgomery. So verschieben sich die Prioritäten der Jungmediziner. „Wir haben es mit einer nachwachsenden Ärztegeneration zu tun, die berechtigte Anforderungen an ihren Arbeitsplatz stellt“, erklärte Montgomery. „Wie zahlreiche Umfragen zeigen, legen diese jungen Ärzte großen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf, Familie und Freizeit, auf feste Arbeitszeiten und flexible Arbeitszeitmodelle.“ Die Folge: Immer mehr von ihnen entscheiden sich für eine Anstellung und gegen die Niederlassung. Zählte die Ärztestatistik im Jahr 1993 lediglich 5.397 im ambulanten Bereich angestellte Ärzte, so wuchs ihre Zahl an der Gesamtärzteschaft bis zum Jahr 2014 auf 26.307. Auch die Anzahl der Ärztinnen steigt. Im Jahr 1991 lag der Frauenanteil noch bei 33,6 Prozent. Seitdem hat er sich um 35,6 Prozent erhöht und beträgt jetzt 45,5 Prozent (2013: 45,0 Prozent). Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Ärztinnen und Ärzte ohne ärztliche Tätigkeit im Jahr 2014 wie schon in den Jahren zuvor weiter erhöht hat. Die Steigerungsrate betrug 2,4 Prozent. Dies entspricht 2.757 Ärztinnen und Ärzten. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick auf die Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach stieg die Zahl der Ärzte in Teilzeit zwischen dem Jahr 2001 und dem Jahr 2011 von 31.000 auf 54.000 Ärzte. Umfragen zufolge planen 23 Prozent der niedergelassenen Ärzte, bis zum Jahr 2020 ihre Praxis aufzugeben. Hinzu kommt ein personeller Mehrbedarf, der aus neuen Behandlungsmöglichkeiten, vor allem aber aus dem demografischen Wandel resultiert. Während heute fünf Prozent der Bevölkerung älter als 79 Jahre sind, wird ihre Zahl bis zum Jahr 2060 auf etwa 13 Prozent steigen. Viele Industriegesellschaften kennen dieses Phänomen: Je älter die Bevölkerung ist, desto höher ist die Behandlungsintensität und damit die Nachfrage nach Ärzten. Von allen EU-Staaten hat Deutschland die älteste und weltweit nach Japan die zweitälteste Bevölkerung. Allein in unseren Krankenhäusern fehlen bis zum Jahr 2030 etwa 111.000 Ärztinnen und Ärzte, prognostiziert die Unternehmensberatung Roland Berger. Die Gesellschaft altert, und mit ihr auch die Ärzteschaft. Der Anteil der unter 35-jährigen Ärzte im Jahr 2014 lag bei 18,3 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 1993 waren noch 26,6 Prozent der Ärzte jünger als 35 Jahre. Weiterhin schrumpfte der Anteil der 40- bis 49-jährigen von 26,6 Prozent auf 25,2 Prozent, während der Anteil der 50- bis 59-jährigen von 28,3 Prozent auf 28,5 Prozent anstieg. Und schließlich sind da noch die in der Ärztestatistik ausgewiesenen 2.364 Ärztinnen und Ärzte, die Deutschland im vergangenen Jahr den Rücken kehrten. Die beliebtesten Auswanderungsländer sind wie in den Vorjahren die Schweiz (754), Österreich (285) und die USA (131). Für etwas Entlastung sorgt die Zuwanderung. Die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist im Jahr 2014 um 3.768 auf 39.661 gestiegen, was einem Plus von 10,5 Prozent entspricht. Die Zunahme der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte lag im Jahr 2014 bei 11,1 Prozent (2013: 10,3 Prozent). Die stärksten Zuwächse verzeichnen mit 2.361 die Ärztinnen und Ärzte aus den europäischen Staaten – insbesondere aus der Europäischen Union mit 1.692. Insgesamt kommen 72,3 Prozent aller ausländischen Ärzte aus Europa, 18,4 Prozent aus Asien, 5,7 Prozent aus Afrika und 2,9 Prozent aus Amerika. Die größten Gruppen bilden die Rumänen (3.857), Griechen (3.011) und Österreicher (2.695), gefolgt von den Polen (1.936). „Gerade in ländlichen Regionen leisten die Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung. In vielen Kliniken käme es ohne sie zu erheblichen personellen Engpässen“, unterstrich der BÄK-Präsident. Doch auch der leicht positive Migrationssaldo reicht nicht aus, um die personellen Lücken zu schließen. „Abwehren lässt sich der Ärztemangel nur, wenn es gelingt, mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden. Derzeit gibt es an unseren Universitäten knapp 10.000 Medizinstudienplätze. Mindestens zehn Prozent mehr wären notwendig“, forderte Montgomery. „Leider scheinen aber weder Bund noch Länder bereit zu sein, sich hier finanziell zu engagieren.“ Besonders dringend gesucht werden Hausärzte – laut KBV-Statistik wird sich ihre Zahl bis 2020 um etwa 7.000 verringern. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass die Zahl der Zulassungen in den Fächern Allgemeinmedizin sowie Innere und Allgemeinmedizin (Hausarzt) gegenüber dem Vorjahr von 1.112 auf 1.218 anstieg. Insgesamt wurden 11.726 Anerkennungen von Facharztbezeichnungen im Jahr 2014 ausgesprochen. Damit lag ihre Zahl über den 11.149 Anerkennungen des Jahres 2012. Ärztestatistik 2014...
Anti-Korruptionsgesetz 13.04.2015

Anti-Korruptionsgesetz: BÄK fordert Korrekturen

Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt grundsätzlich, dass die Koalition einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der die Ahndung von Korruption im Gesundheitswesen regeln soll. Allerdings sei in dem von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Anfang Februar vorgelegten Entwurf versäumt worden, die Ursachen der Korruption zu analysieren. Es müsse verhindert werden, dass Ärzte ohne fundierte Analyse möglicher korruptiver Strukturen und Mechanismen einem gesonderten Straftatbestand unterworfen werden. „Um den Kreis der Normadressaten zu bestimmen, sind valide Erkenntnisse über normabweichende Auffälligkeiten, belastbare Statistiken über die Struktur, den Umfang und den Anteil bestimmter Personengruppen an der Korruption im Gesundheitswesen notwendig“, stellt die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Entwurf klar. Das aber habe der Gesetzgeber im vorliegenden Gesetzentwurf bisher nicht berücksichtigt. Der Entwurf sieht vor, einen neuen Paragrafen 299a im Strafgesetzbuch einzufügen, der Bestechung oder Bestechlichkeit im Gesundheitswesen mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bedroht. Unter Strafe gestellt werden soll damit korruptives Verhalten bei „dem Bezug, der Verordnung oder der Abgabe von Arznei-, Heil- oder Hilfsmitteln oder von Medizinprodukten oder bei der Zuführung von Patienten oder Untersuchungsmaterial“. Die Strafandrohung gilt für Heilberufler wie für alle diejenigen, die ihnen entsprechende unzulässige Vorteile andienen. Zu den einzelnen Regelungen kritisiert die Bundesärztekammer zudem, dass der Gesetzgeber nicht eine klare Definition zur Abgrenzung gesundheitspolitisch gewollter Zusammenarbeit von Heilberuflern nach dem SGB V geschaffen hat. Damit besteht die Gefahr, dass sektorenübergreifende Zusammenarbeit unter den gesetzlich vorgesehenen Paragrafen des SGB V staatsanwaltliche Ermittlungen nach sich zieht. Dies kann nicht im Sinne einer Verzahnung der einzelnen Leistungsbereiche des Gesundheitswesens sein und wirkt sich schädlich für Patienten aus.Die Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen könne   nur erfolgreich sein, wenn die erkannten Fehlentwicklungen und Ursachen in einem zunehmenden, von der Politik eingeführten Wettbewerbsumfeld, zumindest parallel und systematisch beseitigt würden, führt die Bundesärztekammer in ihrer Stellungnahme aus. Kommentierung der Trägerorganisationen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland - zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland – Hospiz- und Palliativgesetz – HPG) [PDF] Stand: 09.04.2015
Hospiz- und Palliativversorgung 13.04.2015

Montgomery: Gesetz jetzt zügig umsetzen

„Der Gesetzesentwurf greift einige zentrale Forderungen der Ärzteschaft zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung auf. Leider hat die Politik bei diesem wichtigen Thema schon viel Zeit verstreichen lassen. Daher muss sie das Gesetz jetzt zügig umsetzen – auch vor dem Hintergrund der Debatte um die Sterbehilfe.“ Das erklärte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Veröffentlichung einer Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung. Es handele sich bei dem Gesetz um einen wichtigen Schritt, die entsprechenden Versorgungsstrukturen in wesentlichen Bereichen weiter auszubauen und zu konsolidieren, heißt es in der Stellungnahme, die die BÄK gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V. vorgelegt hat. Die drei Organisationen sind Träger der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. „Leider klammert der Entwurf die allgemeine Krankenhausversorgung und die palliativpflegerische Versorgung in der stationären Pflege fast vollständig aus. Dabei sind für den größten Teil der Schwerstkranken und Sterbenden gerade diese Bereiche von zentraler Bedeutung“, kritisierte Montgomery. Derzeit verstirbt jeder zweite Mensch im Krankenhaus, fast jeder vierte in einer stationären Pflegeeinrichtung. „Diese Versorgungsbereiche müssen berücksichtigt werden, um allen, die ihn benötigen, den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Palliativversorgung zu gewährleisten“, forderte der BÄK-Präsident. Die Einbeziehung der allgemeinen Krankenhausversorgung sei schon deshalb erforderlich, um die Strukturen von vornherein sektorenübergreifend planen zu können. Nachbesserungsbedarf besteht laut Stellungnahme auch im Hinblick auf die Vernetzung der beteiligten Einrichtungen, die Qualität und Qualitätssicherung sowie bei der Datendokumentation und –evaluation. Kommentierung der Trägerorganisationen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland - zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland – Hospiz- und Palliativgesetz – HPG) [PDF] Stand: 09.04.2015 

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