Die ärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland

Entwicklung der Arztzahlen zum 31.12.2005

Im Jahre 2005 ist die Gesamtzahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten Ärztinnen und Ärzte auf 400.562 gestiegen. Dies sind 1,6 % mehr als im Jahre 2004 und entspricht in etwa den Steigerungsraten der vorherigen Jahre. Der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl der Ärzte ist auch im Jahre 2004 in der Tendenz der letzten Jahre entsprechend leicht angestiegen und hat jetzt 41,4 % der Gesamtzahl (2004: 41,0 %) erreicht.

Die weiterhin positive Zuwachsrate der Zahl der Ärzte in Deutschland verdeckt, dass sich der bereits im Jahre 2001 prognostizierte Ärztemangel in den Statistiken niederschlägt. So ist im Jahre 2005 bei sieben Ärztekammern die Zahl der Krankenhausärzte zurück gegangen (Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt). Zudem musste bei sechs Ärztekammern ein Rückgang der ambulant tätigen Ärzte verzeichnet werden (Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen). Dies führte dazu, dass bei drei Ärztekammern die Zahl der berufstätigen Ärzte zurückgegangen ist (Berlin, Bremen und Sachsen-Anhalt).

Die ärztliche Versorgung der Bevölkerung ist vielerorts nur noch durch die Zuwanderung ausländischer Ärzte aufrechtzuerhalten. So beträgt der Anteil der Ausländer bei den Erstmeldungen bei den Ärztekammern im Jahre 2005 17 %. Damit ist fast jeder fünfte Arzt, der erstmalig seine Berufstätigkeit in Deutschland aufnimmt, ein Ausländer. Die ausländischen Ärzte werden in erster Linie in den neuen Bundesländern tätig, und dort im stationären Bereich. So ist im Jahre 2005 die Zahl der ausländischen Ärzte in den Krankenhäusern der neuen Bundesländern nochmals um 11 % gestiegen, obwohl bereits im Vorjahr mit 30,8 % ein sehr hoher Anstieg zu verzeichnen war. Wobei die weit überwiegende Zahl dieser Ärzte aus den osteuropäischen Staaten kommt. Dieses Phänomen führt dazu, dass in den neuen Bundesländern kein Rückgang der Zahl der Krankenhausärzte zu verzeichnen ist, während sie in den alten Bundesländern um 0,2 % gesunken ist. Dass die Zuwanderung ausländischer Ärzte auch in die alten Bundesländer notwendig ist, erkennt man daran, dass ohne diese Immigration die Zahl der Krankenhausärzte in den alten Bundesländern um 0,3 % gesunken wäre.

Im Moment erscheint es so, als würde den neuen Bundesländern die zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung notwendige Attrahierung von ausländischen Ärzten besser gelingen als den alten Bundesländern.


Abbildung 1: Struktur der Ärzteschaft 2005 [PDF]

Abbildung 5: Durchschnittsalter der Ärzte [PDF]

Abbildung 6: Anteil der unter 35-jährigen Ärzte an allen berufstätigen Ärzten [PDF]

Abbildung 7: Altersstruktur der Hausärzte (ohne Kinderärzte)
in den neuen Bundesländern zum 31.12.2005
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Abbildung 8: Entwicklung der Zahl der Studierenden im Fach Humanmedizin [PDF]

Abbildung 9: Entwicklung der Zahl der Absolventen im Fach Humanmedizin [PDF]

Tabelle 1: Entwicklung der Arztzahlen nach ärztlichen
Tätigkeitsbereichen seit 1955
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Tabelle 2: Ärztinnen / Ärzte nach Landesärztekammern und ärztlichen
Tätigkeitsbereichen, Stand: 31.12.2005
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Tabelle 3: Ärztinnen / Ärzte nach Bezeichnungen und ärztlichen
Tätigkeitsbereichen, Stand: 31.12.2005
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Tabelle 4: Ärztinnen nach Bezeichnungen und ärztlichen
Tätigkeitsbereichen, Stand: 31.12.2005
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