9 Anliegen und Forderungen im gesellschaftlichen Diskurs ebenso gehört werden wie in der politischen Entscheidungsfindung. Auch im Jahr 2025 war die Bundesärztekammer als Sachverständige bei zahlreichen öffentlichen Anhörungen im Deutschen Bundestag und im Gesundheitsausschuss zu zentralen gesundheitspolitischen Gesetzesvorhaben sowie Fachgesprächen vertreten, darunter zur Krankenhaus-, Notfall- und Apothekenreform, zur „FinanzKommission Gesundheit“, zum Medizinregistergesetz sowie zur Versorgungslage von Schwangerschaftsabbrüchen. Bundesärztekammer bei Social Media Neben der klassischen Medienarbeit nutzte die Pressestelle auch Social Media, um die Reichweite und Sichtbarkeit der BÄK zu erhöhen. Über die SocialMedia-Kanäle der BÄK – Instagram, LinkedIn, Bluesky und Threads – wurden rund 370 Posts zu gesundheitspolitischen Themen veröffentlicht. Regelmäßiger Podcast „Sprechende Medizin“ Im Podcast „Sprechende Medizin“ beschäftigen sich BÄK-Präsident Reinhardt und Moderator Daniel Finger regelmäßig mit dem Berufsalltag von Ärztinnen und Ärzten, mit Medizin und Politik, Forschung und Fortschritt, Krankheit und Gesundheit. Insgesamt 20 Podcast-Folgen wurden im Jahr 2025 veröffentlicht. Gelegentlich laden sich BÄK-Präsident Reinhardt und Moderator Finger Gäste zu den verschiedenen Podcast-Themen ein. So sprachen die beiden im Berichtsjahr beispielsweise mit Prof. Dr. Aldo Faisal. Er ist Professor für Digital Health mit Schwerpunkt Data Science in den Lebenswissenschaften an der Universität Bayreuth in Kulmbach und dem Imperial College London. In der Podcast-Folge „KI in der Medizin“ diskutierten Faisal und Reinhardt über die aktuellen Entwicklungen bei Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin – und über die vielfältigen Möglichkeiten, die KI der Medizin bietet. In der Podcast-Folge „Bestandsaufnahme zu Public Health“ war Prof. Dr. Ute Thyen zu Gast. Sie ist Kinder- und Jugendärztin und Federführende des Arbeitskreises „Medizinisch-wissenschaftliche Bestandsaufnahme zu Public Health“ des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer. In der Podcast-Folge beschäftigten sich Thyen und Reinhardt vor allem mit der sozialmedizinischen und psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Denn die körperliche und psychische Entwicklung von Kindern lasse sich nicht klar voneinander trennen. Die Verzahnung der verschiedenen zuständigen Institutionen sei deshalb aus Sicht Thyens und Reinhardts unbedingt erforderlich. ■ Hitzeschutz für alle Die Bundesärztekammer hat sich im Berichtsjahr erneut deutlich zu mehr Klimaschutz im Gesundheitswesen positioniert. Auf gemeinsame Initiative von BÄK, Deutscher Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. (KLUG), AWO Bundesverband, Deutscher Krankenhausgesellschaft, Deutschem Pflegerat, GKV-Spitzenverband und der Klima-Allianz Deutschland fand Anfang Juni 2025 der dritte bundesweite Hitzeaktionstag statt. „Hitzewellen gefährden Menschenleben – und sie werden häufiger, länger und intensiver. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Was Deutschland dringend braucht, sind verbindliche Hitzeschutzpläne, klare Zuständigkeiten und gezielte Unterstützung für besonders gefährdete Menschen. Wir Ärztinnen und Ärzte stehen bereit – aber wir können das nicht allein leisten. Denn Hitzeschutz beginnt nicht erst in Arztpraxen und Krankenhäusern, sondern in den Städten, Schulen, Unternehmen, Pflegeeinrichtungen – und in jedem Zuhause. Daher müssen Politik, Kommunen und Gesellschaft gemeinsam handeln“, erklärte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich des Hitzeaktionstages. Mehr als 85 Verbände und Organisationen schlossen sich der Initiative an – darunter Bundesarchitektenkammer und Deutscher Olympischer Sportbund, um auf die Gefahren durch Hitze und notwendige Maßnahmen für gesundheitlichen Hitzeschutz in allen Sektoren hinzuweisen. Auch der Deutsche Ärztetag in Leipzig im Mai 2025 hat sich erneut intensiv mit den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels und dringend notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz und zum Umgang mit der Erderwärmung befasst. Unter anderem forderte der Ärztetag die Länder auf, verpflichtende Hitzeaktionspläne in allen Städten und Gemeinden umzusetzen.
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