32 wie der Novellierung ihres Peer-Review-Verfahrens – ein Garant für die Weiterentwicklung der Patientensicherheit. Der Patientensicherheitsexperte Prof. Dr. Michael St. Pierre sprach sich dafür aus, den verengten Blick auf die Fehlerhaftigkeit des menschlichen Handelns zu weiten zugunsten einer Anerkennung der menschlichen Stärken. Es seien gerade Ärztinnen und Ärzte und andere an der Versorgung Beteiligte, die mit ihrem persönlichen Einsatz den Defiziten im System entgegenwirkten und damit auch unerwünschten Ereignissen in der Patientenversorgung wirksam vorbeugten. In diesem Sinne ging BÄK-Vizepräsidentin Dr. Susanne Johna mit dem Appell „Speak Up!“ auf die notwendige Verbesserung der Sicherheitskultur ein. Nur wenn in Behandlungsteams ohne Angst vor Sanktionen über Unsicherheiten gesprochen werden kann, können fehlerhafte Abläufe rechtzeitig verhindert werden. Der Führungskultur und flacheren Hierarchien komme dabei eine Schlüsselfunktion zu. Dass auch sehr konkrete Aspekte wie die Beseitigung von Medienbrüchen an den Schnittstellen der Versorgung zur Fehlerprävention beitragen, stellte Dr. Hans-Jörg Bittrich, Co-Vorsitzender der BÄK-Qualitätssicherungsgremien, anschaulich dar. Dies betrifft auch die Arzneimitteltherapiesicherheit. So führte Prof. Dr. Petra Thürmann von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft aus, dass mit dem Aktionsplan Arzneimitteltherapiesicherheit des BMG in den vergangenen Jahren zahlreiche konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden konnten, wie etwa der bundeseinheitliche Medikationsplan. Podiumsdiskussion bei der Veranstaltung „BÄK im Dialog“ (v.l.): Moderator Dr. Christian Geinitz, Eugen Brysch, Dr. Hans-Jörg Bittrich, Dr. Susanne Johna, Dr. Klaus Reinhardt, Prof. Dr. Petra Thürmann, Dr. Rainer Kluge Dr. Heidemarie HaeskeSeeberg und Prof. Dr. Michael St. Pierre.
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