Tätigkeitsbericht 2025 der BAEK

33 Auf das Lernen aus Fehlern, etwa anhand von veröffentlichten Kasuistiken, ging Dr. Rainer Kluge, Vorsitzender der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der Sächsischen Landesärztekammer, mit seinem Beitrag zur Arbeit der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärztekammern ein. Politischen Handlungsbedarf brachte Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg, Leiterin der Stabsstelle Qualitätsnetze der Sana Kliniken AG Ismaning, zum Ausdruck. Ihrer Meinung nach solle beispielsweise die Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses um konkretere Verpflichtungen zur Anwendung der Instrumente des klinischen Risikomanagements ergänzt und die gesetzliche Qualitätssicherung durch eine Konzentration auf Schlüsselindikatoren optimiert werden. Schließlich trat Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, in der von Dr. Christian Geinitz (Frankfurter Allgemeine Zeitung) moderierten Diskussion für eine aktive Kultur des Hinschauens im stationären als auch im ambulanten Bereich ein. Eine verbindliche Beteiligung an Fehlerberichtssystemen sei notwendig, um zu einem tatsächlich lernenden Gesundheitssystem zu kommen. Auch die Patientenrechte müssten weiter gestärkt werden, etwa durch die Einrichtung eines Härtefallfonds. Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, dass das Thema Patientensicherheit vielfältige Aspekte aufweist und auf die Zusammenführung der unterschiedlichen Perspektiven angewiesen ist. Die Bundesärztekammer wird weiterhin aktiv und im Gespräch mit allen Beteiligten bleiben. ■ © Marten Ronneburg

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