Tätigkeitsbericht 2025 der BAEK

47 lungnahme „Normungsvorhaben von Gesundheitsdienstleistungen aus ärztlicher Sicht“ (Lang- und Kurzfassung) sowie das „Statement on the ‚Standardisation proposals regarding healthcare services from the physicians point of view‘“ in das Web-Archiv zu verschieben. Diese sind nicht an die aktuelle Rechtslage angepasst und/oder bilden nicht mehr den aktuellen Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft und Technik ab. Für die finale Einschätzung des Aktualitätsgrades der Stellungnahme „Post-COVID-Syndrom“ soll angesichts des sich stetig entwickelnden Forschungsstandes im Jahr 2026 eine aktuelle Literaturrecherche durchgeführt werden. Querschnitts-Leitlinien Hämotherapie Im Zuge der laufenden Novellierung der Querschnitts-Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten, Gesamtnovelle 2020, wurde die Methodik unter Beibehaltung der schrittweisen Vorgehensweise weiterentwickelt. Dabei wurde der besondere Charakter der Querschnitts-Leitlinien mit Ausrichtung auf die Indikationsstellung und Auswahl der Blutkomponenten berücksichtigt. Es werden Fortentwicklungen in der Bewertung und Darstellung der zugrunde liegenden Evidenz vorgenommen. Der Fokus liegt weiterhin auf „Leitlinienrecherche“ und „Expertenkonsens“ – eine systematische Literaturrecherche wird für ausgewählte Empfehlungen angeschlossen. Auch die Darstellung der Empfehlungen selbst wurde angepasst. Die Beratung und Beschlussfassung zu den novellierten QuerschnittsLeitlinien Hämotherapie sowie dem weiterentwickelten Leitlinienreport im WB ist für Ende des Jahres 2026 avisiert. Neuer Arbeitskreis „Kontrazeption” Über „reproduktive Selbstbestimmung” wird auch in Deutschland kontrovers diskutiert. Dabei nimmt das Thema „Verhütung” eher eine untergeordnete Rolle ein. Gleichzeitig zeichnet sich in den vergangenen Jahren ein Bewusstseinswandel bezüglich der Verhütung ab – gerade bei jungen Frauen sinkt die Bereitschaft für eine hormonelle Kontrazeption. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie beispielsweise die Sorge vor psychischen und physischen Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel. Darüber hinaus wird die Rolle von Männern bei der Verhütung nach wie vor nicht ausreichend wahrgenommen. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der Bundesärztekammer im September 2025 beschlossen, beim WB einen neuen Arbeitskreis „Kontrazeption – Bewertung unter medizinisch-wissenschaftlichen Gesichtspunkten“ einzurichten. Im Sinne einer Analyse sollen die verfügbaren kontrazeptiven Methoden für Frauen und Männer dargestellt, medizinisch-wissenschaftlich bewertet und mit den Erwartungen von sexuell aktiven Menschen abgeglichen werden. Der aktuelle Stand der Forschung und ökonomische Aspekte werden berücksichtigt. ■ Neuer WB-Vorstand gewählt Prof. Dr. Michael Hallek bleibt Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer. Einstimmig bestätigten die WB-Mitglieder in ihrer 111. Plenarversammlung vom 29. November 2025 den Hämatologen/Onkologen in seinem Amt. Neu als stellvertretende Vorsitzende des WB wurde die Göttinger Gynäkologin Prof. Dr. Julia Gallwas gewählt, während der Pharmakologe Prof. Dr. Stefan Endres aus München in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender des Beirats bestätigt wurde. Als Beisitzer neu im WB-Vorstand vertreten sind Prof. Dr. Ulrike Attenberger aus Wien und Prof. Dr. Jens Werner aus München. Als weitere Mitglieder des Vorstands wiedergewählt wurden Prof. Dr. Sabine Kliesch, Prof. Dr. Wilhelm-Bernhard Niebling sowie Prof. Dr. Fred Zepp. © BÄK BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt und WB-Vorsitzender Prof. Dr. Michael Hallek (v.l.)

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