Tätigkeitsbericht 2025 der BAEK

58 Ärzte berufstätig (–1,3 Prozent). Allein in den vergangenen fünf Jahren ist deren Anzahl um insgesamt 8 Prozent zurückgegangen. Demgegenüber steht mit +6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein erneut starker Anstieg an angestellten Ärztinnen und Ärzten im ambulanten Bereich (+48 Prozent seit dem Jahr 2020). Inzwischen sind 39 Prozent aller Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Versorgung als Angestellte in Praxen oder Medizinischen Versorgungszentren tätig. Ärztliche Tätigkeit außerhalb der medizinischen Versorgung Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte bei Behörden und Körperschaften – inklusive des Sanitätsdienstes der Bundeswehr – stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 12 050 Personen an. Davon waren 3 893 bei Gesundheitsämtern beschäftigt – das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit einem Anteil von rund 6 Prozent – also insgesamt 26 639 Ärztinnen und Ärzten – war zum Stichtag 31. Dezember 2025 ein relativ kleiner Teil der Ärzteschaft in sonstigen Bereichen außerhalb der medizinischen Versorgung tätig. Damit ist deren Zahl um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ungewiss ist, ob der Anstieg der Anzahl an Ärztinnen und Ärzten im Jahr 2025 auch mit einem Zuwachs an ärztlicher Arbeitszeit in der medizinischen Versorgung einhergeht. Ärztinnen und Ärzte zählen zwar nach wie vor zu den Erwerbstätigen mit überdurchschnittlich langen Arbeitszeiten, jedoch ist eine Angleichung der Arbeitszeiten an die gesellschaftliche Norm zu beobachten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug die wöchentliche Arbeitszeit der Ärzteschaft im Jahr 2024 im Durchschnitt 40,3 Stunden: 46,0 Stunden in Vollzeit und 25,6 Stunden in Teilzeit. Erwerbstätige aller Berufsgruppen arbeiteten im Vergleich dazu durchschnittlich 34,4 Stunden pro Woche. Das entspricht 40,3 Stunden in Vollzeit und 20,9 Stunden in Teilzeit. Die Arbeitszeiten von Ärztinnen und Ärzten sind in den vergangenen zehn Jahren im Vergleich zu den Erwerbstätigen insgesamt überdurchschnittlich stark gesunken. Als Grund dafür gibt das Statistische Bundesamt den gestiegenen Anteil an Teilzeitarbeit an. Im Jahr 2014 arbeiteten noch 15 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Teilzeit – im Jahr 2024 waren es bereits 28 Prozent. Bei den Erwerbstätigen insgesamt stieg der Anteil im selben Zeitraum von 28 Prozent auf 31 Prozent an. Reaktivierung von Ärztinnen und Ärzten im Ruhestand Vor diesem Hintergrund sind Bemühungen zu betrachten, Ärztinnen und Ärzte länger im Berufsleben zu halten, um den zunehmenden Ärztemangel in einigen Fachgebieten und in einigen vorwiegend ländlichen Regionen einzudämmen. Das Potenzial hierfür ist beträchtlich: zu den rund 106 000 Ärztinnen und Ärzten im Ruhestand (+2,3 Prozent zum Vorjahr) kommt eine große Anzahl von Personen, die sich dem Ruhestandsalter nähern. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 43 444 berufstätige Ärztinnen und Ärzte älter als 65 Jahre, weitere 60 826 waren zwischen 60 und 65 Jahre alt. Nahezu ein Viertel (23,4 Prozent) der berufstätigen Ärzteschaft hatte somit das 60. Lebensjahr erreicht und wird in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Der Gesetzgeber hat sich dazu entschlossen, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte von den steuerlichen Anreizen der „Aktivrente“ auszuschließen. Damit entfällt das enorme Potenzial an erfahrenen Fachärztinnen und Fachärzten, die im Alter über 60 Jahren berufstätig sind und die mit entsprechenden Anreizen angesprochen werden könnten. Die größten Potenziale in dieser Hinsicht sind insbesondere bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Netto-Zuwanderung (Veränderung im Bestand) 2018 Veränderung zum Vorjahr (in %) ■ Aus der EU ■ Rest der Welt 15 % 10 % 5 % 0 % –5 % 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

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