59 und im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu vermuten. Ein Drittel (33 Prozent) des ärztlichen Personals bei Gesundheitsämtern sowie 44 Prozent der Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber sind über 60 Jahre alt und stehen im Berufsleben. Vor diesem Hintergrund ist zu befürchten, dass sich das Tempo bei den Praxisschließungen beschleunigt, weil keine Nachfolge zur Verfügung steht. Um das derzeitige Versorgungsniveau auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, wird eine ausreichende Zahl an Neuzugängen von neu ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten benötigt. Im Jahr 2025 wurden 10 203 Ärztinnen und Ärzte mit deutscher Staatsbürgerschaft und 5 448 Ärztinnen und Ärzte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit erstmals bei den (Landes-)Ärztekammern registriert. Zuwanderung von Ärztinnen und Ärzten Die Zahl zugewanderter Ärztinnen und Ärzte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf insgesamt 71 480 an. Somit besitzen inzwischen 16 Prozent aller berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland keine deutsche Staatsangehörigkeit. Dieser Wert entspricht in etwa dem Anteil ausländischer Beschäftigter im Allgemeinen. Dieser neue Höchststand ist überwiegend auf den Zuzug von Ärztinnen und Ärzten aus Ländern außerhalb der Europäischen Union zurückzuführen (+7,6 Prozent zum Vorjahr). Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit einer EU-Staatsangehörigkeit stieg lediglich um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte ohne deutsche Staatsangehörigkeit kommt aus EU-Ländern (35 Prozent) oder anderen europäischen Staaten (21 Prozent) sowie aus Ländern des Nahen Ostens. Häufigste Herkunftsländer sind Syrien (7 959), Rumänien (4 617), die Türkei (3 532), Russland (3 138), Österreich (3 076) und Griechenland (2 963). Ausländische Ärztinnen und Ärzte sind überwiegend in der stationären Versorgung tätig. Im Jahr 2025 verließen im Gegenzug 2 234 Ärztinnen und Ärzte Deutschland, davon sind 1 236 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Ergänzende Statistiken des Statistischen Bundesamtes (Destatis) legen nahe, dass von den ausländischen Ärztinnen und Ärzten im Jahr 2024 knapp die Hälfte jünger als 35 Jahre alt war. Unter den Ärztinnen und Ärzten mit deutscher Staatsbürgerschaft traf dies nur zu 18 Prozent zu. Ferner deutet eine Auswertung des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes darauf hin, dass die tatsächliche Zahl an Ärztinnen und Ärzten mit Einwanderungsgeschichte deutlich höher liegt: Ein Teil der zugewanderten Ärztinnen und Ärzte besitzt inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft und kann aufgrund des Merkmals Staatsangehörigkeit nicht von Ärztinnen und Ärzten ohne Einwanderungsgeschichte unterschieden werden. Destatis schätzt, dass im Jahr 2024 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte 24 Prozent – also nahezu ein Viertel – der gesamten Ärzteschaft ausmachen. In der Bevölkerung hatten 2024 insgesamt 26 Prozent eine Einwanderungsgeschichte. ■ Zusammensetzung der ambulant tätigen Ärzte 2016 Anzahl ambulant 200 000 180 000 160 000 140 000 120 000 100 000 80 000 60 000 40 000 20 000 0 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 ■ Niedergelassen ■ Angestellt
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