Weltnichtrauchertag31.05.2021

Sag ja zum Rauchverzicht – und lass dir dabei helfen

Berlin - „Rauchen schadet der Gesundheit. Das ist hinlänglich bekannt – auch den meisten Raucherinnen und Rauchern. Häufig ist aber der Suchtdruck größer als der Wille und die Kraft, den Rauchstopp aktiv anzugehen. Professionelle Hilfe von Ärztinnen und Ärzten kann in solchen Fällen den Schritt in ein rauchfreies Leben erleichtern.“ Das betont Erik Bodendieck, Vorsitzender des Ausschusses „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer anlässlich des heutigen Weltnichtrauchertags, der in diesem Jahr unter dem Motto „Commit to Quit“ (Sag ja zum Rauchverzicht) steht.

„Rauchen geht in vielen Fällen mit einer körperlichen Abhängigkeit einher, die das Aufhören erschwert. Ärzte sollten deshalb ihre Patientinnen und Patienten gezielt auf wirksame Behandlungsmöglichkeiten einer Tabakentwöhnung ansprechen, so Bodendieck.

Studien belegten, dass bereits eine kurze Ansprache und Beratung von Patienten Erfolge zeigten und die Wirksamkeit durch die Intensität der Intervention weiter gesteigert werden könne, ergänzt der Co-Vorsitzende des Ausschusses San.-Rat. Dr. Josef Mischo. „Auch wenn es nicht einfach ist, mit dem Rauchen aufzuhören – der gesundheitliche Nutzen ist enorm. Es kommt nicht nur darauf an, die Gefahren des Rauchens zu betonen, sondern die vielen Vorteile eines Lebens ohne Zigaretten, vor allem die gesteigerte Lebensqualität, hervorzuheben“, so Mischo.

In Deutschland raucht etwa jeder vierte Erwachsene. Jedes Jahr sterben rund 127 000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens in Deutschland. Der Konsum von Tabak ist ein Hauptrisikofaktor für Atemwegs- und Lungenerkrankungen, aber auch für Herz- und Gefäßkrankheitensowie für viele Krebsarten. Auch ist ein erhöhtes Mortalitätsrisiko von Rauchern bei einer COVID-19-Erkrankung belegt.

Die Bundesärztekammer unterstützt die Bundesinitative „Rauchfrei leben“ sowie die begleitende Kommunikationskampagne „Deine Chance“ der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Gesundheit. Zudem ist sie langjähriges Mitglied im Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR).

Zusätzliche Informationen zur Raucherberatung und Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte: