Hamburg: Impfen lebt vom Mitmachen!

Europäische Impfwoche

Hamburg - Dr. Pedram Emami ruft dazu auf, das vorhandene Impfangebot besser zu nutzen: „Alle Welt wartet jetzt auf eine Impfung gegen COVID-19. Dabei sollten wir die Impfungen nicht vergessen, die uns jetzt schon zur Verfügung stehen und schwerwiegende Krankheiten verhindern oder mildern“, sagt der Präsident der Hamburger Ärztekammer anlässlich der Europäischen Impfwoche der WHO, die in dieser Woche stattfindet.

Dass uns beispielsweise Masern, Röteln, aber auch Polio und Tetanus nicht mehr als großes Risiko erscheinen, habe nur damit zu tun, dass es wegen der verfügbaren Impfungen nicht sehr wahrscheinlich sei, sich mit einer dieser Krankheiten zu infizieren und wir deshalb vermutlich niemanden kennen würden, der darunter leide. „Doch das ist eine trügerische Sicherheit.“

Die Impfquoten sinken Deutschland seit Jahren, für Masern hat die Bundesregierung deshalb eine Impfpflicht eingeführt. „Aber auch bei der segensreichen HPV-Impfung sind die Impfquoten in Deutschland erschreckend niedrig. Das ist mir absolut unverständlich“, so Emami.

Deshalb sein Appell: „Halten Sie sich an die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen. Enthalten Sie diese Sicherheit weder sich selber noch Ihren Kindern vor! Denn Impfen lebt davon, dass alle mitmachen!“

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