Pressemitteilungen

Berlin - „Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln bedrohen zunehmend die Patientenversorgung. Die Politik muss konsequent gegen solche Engpässe vorgehen.“ Das fordert Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer (BÄK) vor dem Hintergrund der intensiven Beratungen zu der Problematik auf dem jüngsten Treffen der Deutschen Akademie der Gebietsärzte, einem Zusammenschluss ärztlicher Fachgesellschaften und Berufsverbände. Dabei gehe es neben dem Schutz der Patientinnen und Patienten auch um die Stringenz gesundheitspolitischer Entscheidungen. „Es wäre doch eine Schildbürgerei sondergleichen, wenn Deutschland die Impfpflicht einführt, während gleichzeitig die dafür notwendigen Impfstoffe fehlen“, so Frau Dr. Lundershausen. Abhilfe könnte eine nationale Arzneimittel-Reserve für versorgungsrelevante Medikamente schaffen. Diesen Vorschlag der Ärzteschaft hatten jüngst die Gesundheitspolitiker der...
Ausbildungsreform für... 26.09.2019

Nachbesserungen dringend erforderlich

Berlin - Nach der Reform ist vor der Reform. Dieser Grundsatz muss auch und gerade für das Ausbildungsreformgesetz für Psychologische Psychotherapeuten gelten, das heute im Deutschen Bundestag zur Abstimmung steht. „Zwar wurden bei den parlamentarischen Beratungen wichtige Kritikpunkte der Ärzteschaft aufgegriffen. Das ändert aber nichts daran, dass dieses Gesetz nicht die Voraussetzungen schafft, die unzureichende Vergütungssituation von Absolventen in der postgradualen Qualifikation sicher zu beseitigen. Damit wird ein wichtiges Ziel der Reform verfehlt “, sagte Dr. Heidrun Gitter, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer und Vorstandsbeauftragte für die ärztliche Psychotherapie. Der Gesetzgeber habe sich nicht auf eine Lösung der eigentlichen Probleme in der bisherigen Ausbildung psychologischer Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten konzentriert. Stattdessen führe das Gesetz zu weitreichenden...
Die geplante Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Personalbemessung in der Psychiatrie und Psychosomatik verschlechtert die Situation für Patienten und Mitarbeiter massiv. Die Bundesärztekammer fordert das Bundesgesundheitsministerium auf, die Richtlinie zu beanstanden. Notwendig ist eine Personalausstattung, die eine ganzheitliche Patientenbehandlung ermöglicht.
Berlin - „Die Widerspruchslösung zwingt niemanden dazu, Organe zu spenden. Sie nimmt die Menschen aber in die Pflicht, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden. Angesichts der knapp 10.000 schwerkranken Menschen auf der Warteliste sollte das für jeden zumutbar sein.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor der Expertenanhörung zur Organspende am morgigen Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags. Reinhardt betonte, dass der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und anderen eingebrachte Antrag für eine doppelte Widerspruchslösung auch eine Befragung der nächsten Angehörigen vorsieht, wenn kein Eintrag vorliegt. Von einem Automatismus oder gar einem Eingriff in das Selbstbestimmungs-recht der Menschen könne deshalb  keine Rede sein. In ihrer schriftlichen Stellungnahme zur Bundestagsanhörung verweist die  Bundesärztekammer auf die enorm hohe...
Berlin – „Es ist wichtig, Menschen mit Demenz offen und unvoreingenommen gegenüberzutreten und sie am alltäglichen Leben teilhaben zu lassen. Damit kann jeder Einzelne einen Beitrag dazu leisten, dass an Demenz Erkrankte und pflegende Angehörige nicht in die Isolation getrieben werden.“ Das sagte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September. Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz. Einander offen begegnen“. Reinhardt wies darauf hin, dass die Zahl der alten und hochbetagten Menschen in Deutschland seit Jahren steigt. Daher sei es dringend notwendig, ambulante und teilstationäre Pflegeangebote  sowie betreute Wohngruppen auszubauen und stationäre Einrichtungen mit ausreichend Personal auszustatten. „Die Betroffenen haben in unserer Wohlstandsgesellschaft einen Anspruch auf die bestmögliche Betreuung und ein möglichst lange selbstbestimmt...
Berlin – „Gesundheit und Wohlergehen der Menschen hängen ganz wesentlich vom Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ab. Klimaschutz ist deshalb immer auch Gesundheitsschutz. Es ist unsere ärztliche Pflicht, auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen und uns für die Einhaltung der Pariser Klimaschutzziele einzusetzen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem weltweiten Klima-Aktionstag am 20. September 2019 in Berlin. Reinhardt kündigte an, dass sich der nächste Deutsche Ärztetag im Mai 2020 intensiv mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Erderwärmung auf die Gesundheit befassen wird. „Wir wollen gemeinsam mit ausgewiesenen Experten sowohl die direkten Folgen des Klimawandels auf den menschlichen Körper, als auch die indirekten Folgen für die globale Gesundheit diskutieren. Unser Ziel ist es, dass auch gesundheitliche Aspekte in die Klimapolitik der Bundesregierung mit einfließen.“ Mit...
Berlin - Die Digitalisierung im Gesundheitswesen verändert die künftige Rolle des Arztes in der Patientenversorgung. Davon ist der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK),Dr. Klaus Reinhardt, überzeugt. Die Digitalisierung werde den Arzt aber nicht überflüssig machen. „Vorstellbar sind technologische Prozesse, die den Arzt in seinem Tun unterstützen“, sagte er in einem gemeinsamen Interview mit dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Andreas Gassen, im Deutschen Ärzteblatt (Heft 37/2019). Intelligente digitale Anwendungen könnten Ärztinnen und Ärzte bei der Bewältigung von Bürokratie entlasten. „Die Möglichkeiten reichen aber bis hin zur künstlichen Intelligenz, also algorithmischen Prozessen, die mithilfe von komplexen Datenanalysen Hilfe bei der Diagnose geben können“, so Reinhardt. Der BÄK-Präsident verwies auch auf das sich ändernde Arzt-Patienten-Verhältnis. Die Fragenstellungen der Patienten...
Berlin – „Das Wohl des Patienten steht an erster Stelle – dieser  Grundsatz ärztlichen Handelns ist so alt wie die Medizin selbst. Für uns Ärzte ist er Ansporn und Verpflichtung zugleich, uns für eine positive Sicherheitskultur in Kliniken und Praxen einzusetzen. Gleiches erwarten wir von Politik und Kostenträgern. Qualität und Sicherheit müssen die Treiber im Gesundheitswesen sein – nicht Wettbewerb und Kostendruck. Patientensicherheit ist nicht verhandelbar.“ Das betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem ersten Welttag für Patientensicherheit am 17. September in Berlin. „Zeit für das Gespräch mit den Patienten, für den interdisziplinären und interprofessionellen Austausch sowie für die Reflexion des eigenen Handelns tragen entscheidend dazu bei, Fehler zu vermeiden. Diese Zeit fehlt jedoch häufig. Stattdessen arbeiten Ärzte und andere Gesundheitsberufe am Limit, um die Folgen des...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die Entscheidung der künftigen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt, dass es auch in Zukunft ein eigenes Gesundheitsressort auf europäischer Ebene geben wird. Dies zeige, dass die neue Kommission dem Thema Gesundheit die angemessene hohe Bedeutung beimisst. „Wir freuen uns auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit der neuen EU-Kommission“, sagte Reinhardt anlässlich der Nominierung der zypriotischen Politikerin Stella Kyriakides als neue EU-Gesundheitskommissarin. Die Ärzteschaft sei immer offen für den Dialog, solange es dabei um die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung in Europa geht. Ansatzpunkte sieht Reinhardt unter anderem beim gemeinsamen Kampf gegen Antibiotikaresistenzen, der Vermeidung von Lieferengpässen für Arzneimittel und der Förderung von Forschung und Innovation. Gleichzeitig stellt der BÄK-Präsident aber klar: „Wir...
Berlin - Vor der Anhörung des Referentenentwurfs eines Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetzes fordert die Bundesärztekammer (BÄK) Ausnahmeregelungen für eine Versorgung von erwachsenen Beatmungspatienten in ihrem heimischen Umfeld. Die BÄK befürwortet zwar grundsätzlich, dass die Leistungen der außerklinischen Intensivpflege regelhaft in Pflegeeinrichtungen oder in speziellen Intensivpflege‐Wohneinheiten erbracht werden sollen. Allerdings sollten aus ihrer Sicht Ausnahmen für ausgewählte Patientengruppen möglich sein. Dies würde ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit ermöglichen. „Im Hinblick auf die Lebensqualität und -perspektive sollten sowohl die geeignete Wohnform als auch die nötige Versorgungsform gemeinsam mit den Patienten sorgsam und verantwortungsvoll ermittelt werden, auch vor dem Hintergrund von Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Dies darf nicht auf bestimmte...