Pressemitteilungen

Berlin - "Deutschland und Europa müssen bei Schutzausrüstung und Medikamenten die Abhängigkeit von Fernost deutlich reduzieren und eigene Produktionsstätten fördern.“ Das fordert Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse (25.5.2020) als Konsequenz aus der Corona-Krise. Darüber hinaus spricht sich der BÄK-Präsident dafür aus, Krankenhäusern das Vorhalten von Personal und Technik zu finanzieren. Kliniken seien Einrichtungen der Daseinsfürsorge und keine ausschließlich auf Rentabilität ausgerichteten Industriebetriebe. „Krankenhäuser müssen den Patienten dienen und nicht dem Profit. Das sollte sich ins kollektive Gedächtnis einbrennen.“ Als „ein sehr ernstes Problem“ wertet Reinhardt, dass viele Menschen aus Sorge vor Infektionen den Weg zum Arzt oder in die Klinik scheuten. Wenn wichtige Behandlungen oder Untersuchungen nicht stattfänden, könne das „sehr...
Patientendaten-Schutz-Gesetz ... 25.05.2020

Anreize können Akzeptanz schaffen

Berlin - „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wird nur dann zu einem Erfolg, wenn alle Beteiligten in der Patientenversorgung digitale Anwendungen akzeptieren und intensiv nutzen. Die in dem Entwurf der Bundesregierung für ein Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) vorgesehenen Anreize sind ein sinnvoller Schritt, Ärzten den Einstieg in die medizinischen Anwendungen der Telematik-Infrastruktur zu erleichtern“, betont Erik Bodendieck, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer (BÄK), vor der öffentlichen Anhörung des Gesetzentwurfs am kommenden Mittwoch im Deutschen Bundestag. Für die erste Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) regt Bodendieck einen „Patientenpass“ mit medizinischen Basisinformationen an. Der ohnehin konzipierte Notfalldatensatz sei dazu das geeignete Format, so Bodendieck. Den Förderzeitraum von zwölf Monaten hält er aber für zu kurz. Die Anlage hochwertiger Notfalldatensätze könne für eine...
Berlin - Die Zielsetzung stimmt, aber einige Weichen müssen nachjustiert werden – so lässt sich die Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zum Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (ATA-OTA-APrV) zusammenfassen. Grundsätzlich unterstützt die BÄK sowohl die Initiative des Gesetzgebers, die Ausbildung von Anästhesie- und Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten (ATAs und OTAs) bundeseinheitlich als dreijährige Berufsausbildung zu regeln, als auch den präzisierenden Referentenentwurf. Allerdings hat das BMG im Referentenentwurf die Einsatzgebiete von ATAs und OTAs von den ärztlichen Aufgaben noch nicht klar abgegrenzt. Die Verordnung soll die notwendigen Ausbildungs- und Prüfungsinhalte konkretisieren. Der Referentenentwurf beinhaltet im Wesentlichen Regelungen zur praktischen Umsetzung dieser Inhalte. Ziel ist insbesondere der Erwerb...
Berlin  – „Die Corona-Pandemie führt uns drastisch vor Augen, wie sehr unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben von einem gut funktionierenden Gesundheitswesen abhängt. In Deutschland verfügen wir über gut ausgestattete Krankenhäuser und eine leistungsstarke ambulante Versorgung. Diese Strukturen werden von hochmotivierten Ärztinnen und Ärzten, Medizinischen Fachangestellten, Pflegekräften und weiteren Gesundheitsberufen getragen. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir bisher gut durch diese Krise gekommen sind. Die Politik in Bund und Ländern sollte sich das vergegenwärtigen und der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung in unserem Gesundheitswesen künftig höchste Priorität beimessen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Vorstellung der aktuellen Ärztestatistik. Er betonte, die Beschäftigten im Gesundheitswesen seien systemrelevant, im Normalbetrieb und erst recht...
Berlin - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer einen neuen Leitfaden zum Thema Alkoholkonsum entwickelt. Der Leitfaden unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, Gespräche zum Thema Alkohol mit Patientinnen und Patienten so zu führen, dass diese sich gut beraten fühlen. Dr. med. (I) Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, sagt: „Hausärztinnen und Hausärzte sind oft der erste Ansprechpartner für ihre Patienten. Sie können daher einen riskanten Alkoholkonsum frühzeitig erkennen. Hausärztliche Kurzinterventionen führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Senkung des Alkoholkonsums.“
Berlin - "Den Kampf gegen Corona kann kein Forschungsinstitut und kein Pharmaunternehmen allein gewinnen. Weltweit vernetzen sich deshalb Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen und teilen ihr Wissen und ihre Daten zu Krankheitsverläufen, Therapiemöglichkeiten, Medikation und Impfstrategien. Dem Beispiel sollten auch die Zulassungsbehörden folgen und klinische Studienberichte zu allen COVID-19-Arzneimitteln und -Impfstoffen unmittelbar am Tag der Marktzulassung veröffentlichen." Das fordert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Er unterstützt damit einen entsprechenden Appell des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG ) und der Cochrane Collaboration an die Europäische Arzneimittelagentur. Reinhardt betont, dass vollständige Transparenz über Methoden und Ergebnisse klinischer Studien zu Covid-19 die weitere Entwicklung von Wirkstoffen beschleunigen könnten. "Corona lässt...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Klaus Reinhardt, sieht Deutschland auf eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle gut vorbereitet. „Wir haben organisatorisch viel aus der ersten Welle gelernt. Wir können die Intensivkapazitäten jederzeit wieder hochfahren. Die Politik sorgt allmählich für ausreichend Schutzkleidung und Masken für das medizinische Personal. Sollte die Epidemie wirklich noch einmal aufflackern, wären wir besser gerüstet“, erklärte Reinhardt in einem Interview mit der Berliner Zeitung (6.5.2020). Er verwies außerdem auf das sehr gute Netz von Haus- und Fachärzten. Sie könnten Infektionen früh erkennen, Patienten angemessen behandeln und zum richtigen Zeitpunkt in Kliniken einweisen. In der aktuellen Debatte über eine mögliche Immunität nach durchgemachter Erkrankung mahnte Reinhardt zu Sachlichkeit. „Es widerspräche allen Erfahrungen mit Infektionserkrankungen, wenn sich eine...
Berlin - Mehr Personal, bessere Technik, ausreichende Finanzierung - das fordert die Bundesärztekammer (BÄK), um den Öffentlichen Gesundheitsdienst für seine mannigfaltigen Aufgaben bei der Eindämmung der Corona-Pandemie und für künftige Herausforderungen zu rüsten. Die jetzt vom Gesetzgeber vorgesehenen Maßnahmen reichten bei weitem nicht aus, um die seit vielen Jahren bestehende „chronische personelle Unterbesetzung“ in den Gesundheitsämtern zu beheben, heißt es einer Stellungnahme der BÄK zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Die Ärzteschaft betont darin außerdem die wichtige Rolle der Medizinischen Fachangestellten (MFA) in der ambulanten Versorgung. Bedauerlicherweise sei dieser „systemrelevante Beruf“ aber bei den im aktuellen Gesetzentwurf für Gesundheitsfachberufe angestrebten Ausbildungs- und Prüfungs-Erleichterungen nicht...
Berlin - „Das Gesundheitssystem in Deutschland ist zum jetzigen Zeitpunkt weit von einer Überlastung durch die Corona-Pandemie entfernt. Dennoch müssen wir personell und strukturell auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet sein. Dazu gehört auch, Ärztinnen und Ärzten wichtige rechtliche und ethische Orientierungshilfen zu geben, wenn sie im Fall knapper Behandlungskapazitäten schwierige Entscheidungen über die Vergabe medizinischer Ressourcen treffen müssen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Vorstellung einer Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte zur Allokation medizinischer Leistungen im Falle eines Kapazitätenmangels. Nach Überzeugung der Bundesärztekammer (BÄK) handeln Ärztinnen und Ärzte rechtmäßig, wenn sie in einer Situation existentieller Knappheit unter sorgfältiger Berücksichtigung der ärztlichen Berufsordnung und des aktuellen Standes der medizinischen...
Berlin - Alle Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten mit großem Engagement daran, die Herausforderungen der Corona-Pandemie zu bewältigen. In der aktuellen Phase müssen die Kliniken weiter entlastet und möglichst viele Patienten im ambulanten Bereich versorgt werden. Dafür kommen in vielen Praxen neben den Ärzten auch die Medizinischen Fachangestellten (MFA) an ihre Belastungsgrenzen. „Ohne Medizinische Fachangestellte wäre die ambulante Versorgung nicht vorstellbar. Das gilt generell, aber in diesen Krisenzeiten in ganz besonderem Maße“, betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Aufgrund des gegenwärtig erhöhten Ansteckungsrisikos für Beschäftigte in Arztpraxen forderte Reinhardt die Politik auf, der Beschaffung von Schutzausrüstung weiter höchste Priorität einzuräumen. An Bund und Länder richtete der BÄK-Präsident die Forderung, einen Hilfsfonds für Ärzte und MFA einzurichten, die in Ausübung ihres...