Sachsen-Anhalt: Information zum Corona-Virus: Unnötige Arztbesuche vermeiden

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt gibt es auch bislang keine bestätigte Corona-Infektion. Dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird, lässt sich nicht verhindern. Unsicherheiten sollten jedoch mit Besonnenheit statt mit Panik begegnet werden. „Unsere Hausärzte sind für Patienten die ersten Ansprechpartner. Sie leisten in diesen Zeiten insbesondere viel Beratungsarbeit und treten so Unsicherheiten entgegen“, stellt die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz, fest. Damit verbunden ist bereits heute eine Mehrbelastung der Praxen, obwohl sich im Land noch kein Verdachtsfall bestätigt hat. Daher appelliert die Kammerpräsidentin an die Besonnenheit der Bürger: „Nicht jedes grippeähnliche Symptom ist als Verdacht wahrzunehmen, welches dem Arzt vorgestellt werden muss. Von einem eindeutigen Anzeichen muss nur ausgegangen werden, wenn die Person sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder in dieser Zeit Kontakt mit einem Coronavirus-Erkrankten gehabt hatte. Die Identifizierung von begründeten Verdachtsfällen sollte der Hausarzt vornehmen. Das geht auch telefonisch. Aber auch jeder andere Arzt kann dies leisten. NUR DIESE Verdachtsfälle bedürfen eines Tests“, so die Präsidentin.

Sollte der kontaktierte Arzt nicht über eine entsprechende Schutzausrüstung verfügen, dann kann er das Gesundheitsamt, die Kassenärztliche Vereinigung, die Ärztekammer oder das Landesamt für Verbraucherschutz informieren. Die Kontaktdaten hält die Ärztekammer auf ihren Informationsseiten unter www.aeksa.de bereit. Hier informiert sie Ärzte und Patienten seit Beginn der Corona-Epidemie. Zudem hat die Kammer ihre Ärzte aktuell mit einem Informationsschreiben erreicht.

„Wir stehen im ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden, wie den Ministerien oder dem öffentlichen Gesundheitsdienst. Wichtig ist die Versorgung der Ärzteschaft und der Bevölkerung mit verlässlichen Informationen. Hier helfen Hinweise und Mitteilungen des Robert-Koch-Instituts oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Aufgrund der stetig veränderten Situation, aktualisieren wir unsere Informationen auf unserer Internetseite unter: www.aeksa.de. Dies soll Fehlinformationen der Bevölkerung und Unsicherheiten bei Ärzten vermeiden. So beispielsweise bei Fragen, wann eine Schutzausrüstung notwendig wird oder dass eine Vorstellung beim Gesundheitsamt nicht zielführend ist“, so die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

www.aeksa.de