400 Ärzte mehr als 2021

Anteil der ausländischen Ärzte bei 14,64 %
Sachsen

26.986 Ärzte (31.12.2022) leben aktuell in Sachsen. Davon sind derzeit 19.251 Ärzte ärztlich tätig. Dies sind 457 berufstätige Ärzte mehr als im Jahr zuvor. 10.918 davon arbeiten im stationären (+368) und 7.308 im ambulanten Bereich (+75).

Die Anzahl der Ärzte in Behörden liegt mit 341 über dem Durchschnitt der Jahre vor 2020. „Wenn die Gesamtzahl im Vergleich etwa zum stationären Bereich auch nicht sehr hoch ist, die Schlüsselfunktion dieser Ärzte zum Beispiel in den Gesundheitsämtern ist enorm wichtig.“, so Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Angestellt statt Einzelpraxis

Vor zehn Jahren waren es in Sachsen noch 5.544 Ärzte mit eigener Praxis. Mit 4.995 niedergelassenen Ärzten im letzten Jahr hat sich diese Summe nunmehr um rund 10 Prozent verringert. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der angestellten Ärzte in Praxen und MVZ auf 2.313 Ärzte gestiegen.

Bodendieck: „Die hohen Zahlen bei den angestellten Ärzten spiegeln den seit Jahren erkennbaren Trend zu mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie wider. Den Wunsch nach plan- und überschaubarer Arbeitszeit kann ich gut nachvollziehen. Aber ich mache mir Sorgen wegen der schwierigen Nachbesetzung freiwerdender Praxen im ländlichen Raum. Moderne Arbeitsmodelle und Kooperationsformen könnten helfen, aber auch gezielte Maßnahmen, um Nachwuchs für den ländlichen Bereich zu gewinnen. Hier spielt das von der Sächsischen Landesärztekammer initiierte Netzwerk ‚Ärzte für Sachsen’ weiterhin eine zentrale Rolle.“

Verhältnis Ärztinnen und Ärzte

Die Zahl der berufstätigen Ärztinnen liegt aktuell bei 10.359 Ärztinnen (+336). Ihr Anteil an allen berufstätigen Ärzten beträgt rund 54 Prozent. Die Anzahl berufstätiger Ärzte erhöhte sich hingegen um 146 auf 8.892 (knapp 46 Prozent). In leitender Position im Krankenhaus gibt es 699 Mediziner, davon sind 6,4 Prozent Ärztinnen und 93,6 Prozent Ärzte.

Ausländische Ärzte

3.084 (+103) ausländische Ärzte aus 102 Nationen sind derzeit bei der Sächsischen Landesärztekammer insgesamt gemeldet. Davon sind 2.819 berufstätig (+108). Die meisten ausländischen Ärzte stammen aus der Tschechischen Republik (422), aus Polen (271), der Slowakei (245), der Russischen Föderation (178), Rumänien (168), der Ukraine (160) und Bulgarien (91). Die Anzahl der syrischen Ärzte hat sich in den letzten neun Jahren von 52 auf 356 mehr als versechsfacht und bildet damit die zweitgrößte Gruppe.

2.398 ausländische Ärzte arbeiten im stationären, 378 im ambulanten Bereich und 43 in anderen Einrichtungen. Der Anteil der berufstätigen ausländischen Ärzte an allen berufstätigen Ärzten in Sachsen beträgt 14,64 Prozent.

Erik Bodendieck: „Die Zahl der ausländischen Ärzte an unserer Landesärztekammer ist trotz des umfangreichen Anerkennungsverfahrens im Jahr 2022 wieder angestiegen. Ein guter Umstand, denn viele Einrichtungen in Sachsen sind auf die Unterstützung durch ausländische Ärzte angewiesen“.

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