Geflüchtete rasch mit elektronischen Gesundheitskarten ausstatten

Bayern

München - „Die Versorgung der aus der Ukraine zu uns geflüchteten Menschen ist derzeit vordringliche Aufgabe für uns Ärztinnen und Ärzte“, erklärt Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer. Dies müsse in den ohnehin am Limit arbeitenden Praxen ohne bürokratischen Aufwand möglich sein. „Derzeit erhalten Geflüchtete nach ihrer Ankunft in Bayern sogenannte Berechtigungsscheine für den Arztbesuch. Die Übertragung der darin enthaltenen Daten in die EDV von Praxen und Kliniken ist jedoch enorm aufwändig und fehleranfällig. Deshalb brauchen wir dringend die Unterstützung durch die Politik, damit Geflüchtete rasch nach ihrer Ankunft im Freistaat mit elektronischen Gesundheitskarten ausgestattet werden“, führt Quitterer aus.  

Andere Bundesländer seien bei diesem Thema bereits vorangeschritten: „In Berlin, Bremen oder Hamburg können Geflüchtete kurzfristig eine elektronische Gesundheitskarte erhalten. In Bayern ist dies bisher jedoch erst nach einer Wartezeit von 15 Monaten möglich. Mit Blick auf die Gesundheit der Betroffenen und den bürokratischen Aufwand macht es keinen Sinn, eine 15-Monats-Frist abzuwarten“, so der Präsident.

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