Cannabislegalisierung - ein schwarzer Tag für die Suchtprävention

Hessen

Hessischer Ärztekammerpräsident mahnt gezielte Aufklärung über die Risiken an

Als gravierende Fehlentscheidung und schwarzen Tag für die Suchtprävention bezeichnet der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski die heute beschlossene Cannabislegalisierung. „Durch die Freigabe wird eine Droge verharmlost, die abhängig macht und bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu schweren Entwicklungsschäden mit nachhaltigen kognitiven Defiziten, Psychosen und Depressionen  führen kann“, kritisiert Pinkowski. Dass sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit seinem Gesetzesentwurf, dessen Ziele der internationalen Erkenntnislage widersprächen, über die Bedenken von Ärzten und weiteren Fachleuten hinweggesetzt habe, sei verantwortungslos.


Die Landesärztekammer Hessen hatte zuletzt im Dezember dringend vor der Verabschiedung des Gesetzes gewarnt und auf die erheblichen gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums für Heranwachsende hingewiesen. Auf Bundesebene waren alle Abgeordneten von der Bundesärztekammer und einem breiten Bündnis von Fachverbänden aus dem Gesundheitswesen, der Pädagogik, der Justiz und dem Sicherheitsbereich persönlich angeschrieben und darum gebeten worden, diesem Gesetz nicht zuzustimmen. „Leider ohne Erfolg“, bedauert Pinkowski: „Nun muss es darum gehen, vor allem Jugendliche und Erwachsene gezielt über die Risiken von Cannabiskonsum zu informieren, um sie vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren.“

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