Höhere Tabakpreise durch Werbeverbote ergänzen
„Dass die Politik endlich eine höhere Tabaksteuer auf den Weg bringt, ist ein wichtiger Schritt für den Gesundheitsschutz. Rauchen bleibt eine der größten vermeidbaren Ursachen für Krankheit und vorzeitigen Tod und belastet das Gesundheitswesen Jahr für Jahr mit hohen Kosten. Höhere Preise gehören zu den wirksamsten Maßnahmen gegen Tabakkonsum. Sie können insbesondere junge Menschen vom Rauchen abhalten, senken den Konsum und fördern den Rauchstopp."
Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA im Vorfeld der gestrigen Debatte im Deutschen Bundestag zu einer Erhöhung der Tabaksteuer.
Entscheidend sei, dass die Steuererhöhung durch weitere Maßnahmen wie Werbeverbote, Aufklärung und Angebote zur Tabakentwöhnung ergänzt wird.
Dazu gehöre auch, der zunehmenden Verbreitung von Nikotinbeuteln entschieden entgegenzuwirken. Sie seien keine harmlose Alternative zu Zigaretten oder Vapes, sondern hoch dosierte Nikotinprodukte mit erheblichem Abhängigkeitspotenzial. “Wenn wir verhindern wollen, dass eine weitere Generation in die Nikotinabhängigkeit hineinwächst, brauchen wir wirksame Regeln, die insbesondere Kinder und Jugendliche vor diesen Produkten schützen”,betonte Reinhardt.