Hitzewellen

Der Klimawandel führt zu häufigeren und schwereren Hitzewellen. Hitzestress und hohe bodennahe Ozonkonzentrationen während der Hitzewellen können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, insbesondere bei älteren Menschen und solchen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. So wurden im Jahr 2015 in Deutschland allein 6.100 Todesfälle aufgrund von Hitzestress verzeichnet.

Nach den Einschätzungen der Landesumweltämter, repräsentativer Klimaprognosen und den Daten des Deutschen Wetterdienstes können 62 % der deutschen Bevölkerung in kritische Hitzeexpositionen gelangen.

Das Gesundheitswesen aber ist auf Hitzeextreme bisher nicht oder nicht ausreichend vorbereitet. Es fehlt an Hitzeaktionsplänen in den Ländern, Kommunen und Gesundheitseinrichtungen, an festen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, an einem einheitlichen Monitoringsystem und an erprobten und belastbaren Plänen sowohl für die Akutsituation als auch für die langfristige Hitzeresilienz.

Informationsportal der BZgA

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) das Informationsportal www.klima-mensch-gesundheit.de erstellt. Auf der Website finden Bürgerinnen und Bürger qualitätsgeprüfte und unabhängige Informationen, wie sie Hitzebelastungen vorbeugen können. Darüber hinaus erhalten Fachpersonen Informationen, um Lebenswelten hitzetauglich zu gestalten und Menschen gezielt in ihrer alltäglichen Umgebung anzusprechen.

 

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