Entschlossen Handeln zum Schutz der Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels

Konsultativtagung

Die Vertreterinnen und Vertreter der deutschsprachigen Ärzteorganisationen, die im Rahmen der 71. Konsultativtagung im bayerischen Bad Gögging zusammenkamen, sehen in den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels eine der zentralen Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft. 

Die aktuellen Extremhitzeereignisse und die jüngst veröffentlichten Daten zu tausenden hitzebedingten Todesfällen verdeutlichen, dass die Auswirkungen des Klimawandels längst im medizinischen Alltag angekommen sind. Die deutschsprachigen Ärzteorganisationen berichten von dramatischen gesundheitlichen Belastungen durch extreme Hitze und weitere klimabedingte Veränderungen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und andere Risikogruppen.

Die deutschsprachigen Ärzteorganisationen sind sich einig, dass die Gesundheitssysteme jetzt konsequent auf diese Entwicklungen vorbereitet und klimaresilient gemacht werden müssen. Dazu gehören wirksame Hitzeschutzmaßnahmen für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie eine bessere Vorbereitung auf klimabedingte Gesundheitsrisiken. Von besonderer Bedeutung ist es auch, die Gesundheitskompetenz und die Eigenverantwortung der Bevölkerung mit Blick auf hitzebedingte Gesundheitsgefahren zu stärken.  

Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung krisenresilienter zu machen und die Patientensicherheit auch unter den Bedingungen des Klimawandels dauerhaft zu gewährleisten.

Zugleich sehen die deutschsprachigen Ärzteorganisationen den Gesundheitssektor in der Verantwortung, seinen Beitrag zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Gesundheitsversorgung zu leisten. 

Die deutschsprachigen Ärzteorganisationen appellieren an die politisch Verantwortlichen, die hierfür notwendigen strukturellen, personellen und finanziellen Voraussetzungen unverzüglich zu schaffen. Insbesondere sind gezielte Investitionen in klimaresiliente Gesundheitseinrichtungen und wirksame Hitzeschutzmaßnahmen erforderlich. Die Akteure auf den verschiedenen Ebenen sollten sich zügig in Lagebesprechungen zusammenfinden, um aus der Extremhitzewelle im Juni zu lernen und Maßnahmen zu definieren, die für eine jederzeit mögliche weitere Hitzewelle wirksam werden. Die Ärzteschaft wird sich dabei aktiv einbringen.