Patientensicherheit fängt bei der Prävention an

Neue Podcast-Folge „Welttag der Patientensicherheit 2026“ von „Sprechende Medizin“ veröffentlicht
Welttag der Patientensicherheit

Nichtübertragbare Erkrankungen wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten vermeidbaren Todesursachen.

Zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September rückt die Bundesärztekammer deshalb die sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen in den Mittelpunkt. 

In der aktuellen Podcast-Folge von „Sprechende Medizin“ diskutiert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt mit Prof. Dr. Julia Szendrödi, Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft, und Prof. Dr. Michael Hallek, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer, über Prävention, Gesundheitskompetenz und die Herausforderungen einer sicheren Versorgung chronisch erkrankter Menschen.

Dabei wird deutlich: Prävention muss weit vor dem ersten Arztkontakt ansetzen. Lebensstil und Gesundheitsverhalten werden bereits in der Kindheit geprägt. Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Tabak- und Alkoholkonsum sind wichtige, beeinflussbare Risikofaktoren für chronische Erkrankungen. Neben der individuellen Verantwortung braucht es deshalb auch entsprechende Rahmenbedingungen, die gesundes Verhalten gezielt fördern. Darüber hinaus bedürfe es gesundheitsfördernder Angebote in Kitas und Schulen, mehr Bewegung im Alltag, eine stärkere Unterstützung von Sportvereinen sowie eine gesundheitsförderliche Gestaltung des Lebensumfelds. 

Der Welttag der Patientensicherheit lenkt damit den Blick auf einen erweiterten Sicherheitsbegriff: Sichere Versorgung bedeutet nicht nur, fehlerhafte Behandlungsprozesse zu verhindern. Sie bedeutet auch, vermeidbaren Erkrankungen effektiv vorzubeugen. Dafür braucht es das Zusammenspiel von Medizin, Politik, Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft.