Elektromagnetische Felder

Die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder, insbesondere von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, wie sie zum Beispiel beim Mobilfunk, für WLAN oder bei schnurlosen Telefonen verwendet werden, sind ein relevantes und aktuelles Thema.

Aus diesem Grund arbeitet die Bundesärztekammer in dem Runden Tisch Elektromagnetischer Felder (RTEMF) mit. Dieser ist ein unabhängiges Beratungs- und Diskussionsgremium des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

Der RTEMFsoll das BfS bei der Kommunikation über elektromagnetische Felder beratend unterstützen und dabei die Transparenz wissenschaftlicher Erkenntnisse fördern.

Mitglieder des RTEMF sind Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, von Behörden, von Interessenverbänden sowie der Wirtschaft.

Der RTEMF tagt in der Regel zwei- bis dreimal jährlich. In den Sitzungen diskutieren die Mitglieder über aktuelle Themen wie etwa die Kommunikation über neue Technologien oder die Bedeutung neuer Studien.

Über die Sitzungen wird ein Protokoll erstellt, das mit den Teilnehmern abgestimmt und anschließend auf der Seite der BfS veröffentlicht wird.

Mobilfunk und 5G

Seit 2020 wird die nächste Mobilfunkgeneration 5G eingeführt. Gegen den Ausbau gibt es jedoch auch Bedenken. Dazu gehört insbesondere die Frage, ob der 5G-Ausbau auch ein gesundheitliches Risiko nach sich zieht.

Das Science and Technology Options Assessment Komitee (STOA) des Europäischen Parlaments veröffentlichte im Juni 2021 die Studie „Gesundheitliche Auswirkungen von 5G Aktueller Kenntnisstand über die mit 5G verbundenen karzinogenen und reproduktiven Entwicklungsrisiken, wie sie sich aus epidemiologischen Studien und experimentellen In-vivo-Studien ergeben“.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat diesen STOA-Bericht bewertet und erläutert in seiner Stellungnahme die methodischen und inhaltlichen Schwächen dieser Studie.

Das BfS kommt hinsichtlich gesundheitlicher Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern - inklusive 5G - zu dem Schluss, dass es derzeit keine wissenschaftlich gesicherten Belege für negative Gesundheitseffekte unterhalb der bestehenden Grenzwerte gibt.

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