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Erfolgreich ausbilden

Sie möchten Medizinische Fachangestellte erfolgreich ausbilden und Nachwuchskräfte langfristig an Ihre Praxis oder Einrichtung binden? 

Hier finden Sie wichtige Informationen, rechtliche Hinweise und praktische Empfehlungen für die Planung, Durchführung und Gestaltung eines erfolgreichen Ausbildungsverhältnisses.

Eine Initiative von

Hinweise und Anregungen zum Ausbildungsverhältnis


  • Ausbildung ist Teamarbeit

    Eine erfolgreiche Ausbildung lebt von der Zusammenarbeit beider Seiten. Die wesentlichen Rechte und Pflichten sind in den §§ 13 und 14 Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

    Minderjährige Auszubildende unterliegen zusätzlich den Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes(JArbSchG).

    Als ausbildende Praxen sind Sie insbesondere verantwortlich für:

    • die Ausbildung planmäßig und entsprechend der Ausbildungsordnung durchzuführen,
    • eine fachlich geeignete Ausbildung sicherzustellen,
    • Ausbildungsmittel kostenfrei bereitzustellen,
    • den Besuch der Berufsschule zu unterstützen,
    • Ausbildungsnachweise regelmäßig zu überprüfen und
    • persönliche sowie fachliche Entwicklung Ihrer/s Auszubildenden zu fördern.

    Einstellung von Auszubildenden

    Achten Sie bereits vor Ausbildungsbeginn auf die wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung. Dazu gehören insbesondere

    • ein angemessenes Verhältnis zwischen Fachkräften und Auszubildenden,
    • die Festlegung von Arbeitszeiten und Pausen,
    • die Bereitstellung erforderlicher Schutz- und Arbeitskleidung,
    • die Prüfung aufenthaltsrechtlicher Voraussetzungen bei ausländischen Auszubildenden.

    Für jugendliche Auszubildende gelten besondere Schutzvorschriften bei:

    • Arbeits- und Pausenzeiten,
    • Ruhezeiten,
    • Urlaubsansprüchen,
    • ärztlichen Untersuchungen sowie
    • dem Einsatz im betrieblichen Alltag.

    Sie dürfen grundsätzlich nicht mehr als acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.

    Eine sorgfältige Planung hilft Ihnen dabei, die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten und jungen Menschen einen sicheren Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

    Bei minderjährigen Auszubildenden ist vor Ausbildungsbeginn eine ärztliche Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz erforderlich.

  • Ausbildungszeit, Freistellung und Berufsschule

    Planen Sie die Ausbildungszeiten frühzeitig und stimmen Sie diese mit den Berufsschulzeiten ab. Berücksichtigen Sie dabei die gesetzlichen Freistellungsregelungen für Berufsschulunterricht, Prüfungen und weitere Ausbildungsmaßnahmen.

    Eine transparente und verlässliche Planung unterstützt nicht nur die gesetzeskonforme Durchführung der Ausbildung, sondern erleichtert auch die Vereinbarkeit von betrieblicher Ausbildung und schulischem Lernen.

  • Überbetriebliche Ausbildung

    Nutzen Sie die Möglichkeiten der überbetrieblichen Ausbildung Ihrer Landesärztekammern, um die betriebliche Ausbildung sinnvoll zu ergänzen.

    Die überbetriebliche Ausbildung vermittelt Inhalte, die im Ausbildungsalltag aufgrund besonderer fachlicher Ausrichtungen oder Spezialisierungen nicht oder nur eingeschränkt vermittelt werden können.

    So stellen Sie sicher, dass Ihre Auszubildenden alle erforderlichen Kompetenzen erwerben.

  • Rotation im Ausbildungsverhältnis

    Kann Ihre Ausbildungsstätte aufgrund einer Spezialisierung nicht alle Ausbildungsinhalte vermitteln, können Sie dies durch eine Kooperation mit anderen Ausbildungsstätten ausgleichen.

    Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Darstellung zur überbetrieblichen Ausbildung. Eine zeitweise Rotation ermöglicht den Auszubildenden Einblicke in weitere Tätigkeitsbereiche und stellt die vollständige Vermittlung der Ausbildungsinhalte sicher.

    Vereinbaren Sie entsprechende Rotationsphasen frühzeitig und dokumentieren Sie diese vertraglich.

  • Gut zu wissen

    Eine gute Ausbildung umfasst mehr als die Vermittlung fachlicher Inhalte. Feste Ansprechpersonen, regelmäßige Feedbackgespräche, ein strukturierter Ausbildungsplan und eine wertschätzende Lernkultur fördern die Motivation Ihrer Auszubildenden und stärken deren Bindung an Ihre Praxis oder Einrichtung. So investieren Sie nachhaltig in die Fachkräfte von morgen.

Von Beruf wichtig

Um möglichst viele Menschen zu erreichen – vor allem diejenigen, die als Auszubildende in Frage kämen – haben Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung einen Image-Film erstellen lassen, den Arztpraxen gern auf ihren Websites einbinden können.

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