Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich für eine verpflichtende zentrale Erfassung von Intensivkapazitäten in deutschen Kliniken ausgesprochen. Alle Krankenhäuser sollten sich an dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) beteiligen. „Ich bin dafür, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sein gerade verabschiedetes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung dafür nutzt, die Meldung der Kliniken verpflichtend zu machen“, sagte Reinhardt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (31.03.2020). Dann könnte man punkt- und zielgenau analysieren, in welcher Stadt, in welchem Krankenhaus wie viele Beatmungsplätze frei sind, und sie entsprechend schnell und sinnvoll nutzen. Reinhardt betonte außerdem die Notwendigkeit, deutlich mehr Menschen auf Corona zu testen als bisher. Hersteller von Testreagenzien aus Deutschland sollten in dieser besonderen...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, einfache Schutzmasken zu tragen. „Das Tragen auch von einfachen Masken kann bei der Eindämmung des Corona-Virus sinnvoll sein“, sagte Reinhardt der Neuen Osnabrücker Zeitung.  Die einfachen Masken aus Stoff oder anderen Materialien seien nur ein Hilfskonstrukt, aber dennoch besser als Nichts. „Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selber welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum. Diese Masken garantieren keinen Schutz vor Ansteckung. Aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden.“ Zugleich mahnte der Bundesärztekammer-Präsident die Bürgerinnen und Bürger, nur einfache Masken zu verwenden. „Bestellen Sie sich keine professionellen Schutzmasken im Internet oder kaufen solche. Wenn Sie nicht im Gesundheitswesen...
BÄK unterstützt... 26.03.2020

Algorithmus hilft Helfen

Berlin – Die Corona-Epidemie stellt unser Gesundheitssystem auf eine extreme Belastungsprobe. In dieser Krise wird jede helfende Hand dringend benötigt. Bundesärztekammer und Landesärztekammern haben sich bereits mit der Bitte um freiwillige Mitarbeit in Gesundheitseinrichtungen an die Medizinstudierenden gewandt – mit überwältigender Resonanz. „Diese enorme Hilfsbereitschaft unterstreicht einmal mehr: Auf unsere Ärztinnen und Ärzte ist Verlass. Und die vielen Freiwilligen aus der nachwachsenden Ärztegeneration zeigen, dass das auch in Zukunft so sein wird“, sagt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK). Jetzt gehe es darum, die Freiwilligen möglichst schnell dorthin zu vermitteln, wo sie am besten helfen können. Daher unterstützt die BÄK auch das von der Initiative Medis-vs-COVID19 und der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) ins Leben gerufene Projekt...
Berlin - „Medizinstudierende aus ganz Deutschland melden sich bei Ärztekammern, Kliniken und Gesundheitsämtern und bieten Hilfe bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an. Es ist gut und richtig, dass die Bundesregierung mit einer rechtlichen Neuregelung möglichen negativen Folgen dieses selbstlosen Einsatzes für den weiteren Studienverlauf vorbeugen will.“ So kommentierte Dr. Heidrun Gitter, Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer, den vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Verordnungsentwurf „zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei Vorliegen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. Der Entwurf sieht unter anderem Flexibilisierungen für den Beginn des Praktischen Jahres (PJ) und dessen inhaltliche Ausgestaltung vor. Zudem wird klargestellt, dass Krankenpflegedienst und Famulatur auch dann anrechnungsfähig sind, wenn sie während der Zeiten des eingestellten Lehrbetriebs abgeleistet...
Corona-Schutzausrüstungen ... 25.03.2020

Reinhardt: „Wir brauchen kreative Lösungen“

Berlin - Zur Debatte über die Beschaffung von Schutzausrüstung für medizinisches Personal in Kliniken und Praxen erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: "Die Ausstattung von Ärzten, Praxismitarbeitern und Pflegepersonal mit Schutzausrüstung gegen eine Corona-Infektion ist unzureichend. Wie dramatisch sich die Lage vor Ort darstellt, haben wir dem Bundesminister für Gesundheit detailliert dargelegt. Alle Beteiligten sind sich der Situation bewusst und gleichzeitig einig darin, dass diese Notlage nicht vorhersehbar war. Es ist gut, dass sich neben dem Bundesministerium für Gesundheit auch die Länder, die Ärzte und die Krankenhäuser um die Beschaffung von Schutzausrüstung kümmern. Das bleibt vor allem angesichts der stark angespannten weltweiten Marktsituation, insbesondere für Atemschutzmasken, eine Gemeinschaftsaufgabe. Vor diesem Hintergrund begrüßen und unterstützen wir ausdrücklich die Bemühungen des...
BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat Ärzte im Ruhestand und Medizinstudenten zur Mithilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Wir sind für jede helfende Hand dankbar", so Reinhardt in einem Video-Appell. Interessierte sollten sich bei ihrer Landesärztekammer melden.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, die empfohlenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten. "Das Wichtigste ist: Bewahren Sie Ruhe. Panik und Angst sind ein schlechter Ratgeber", sagte Reinhardt in einem Video.
Berlin - Die komplexe Versorgung von schwerkranken Menschen erfolgt zunehmend im außerklinischen Bereich. Dies geht für die Beteiligten mit ethischen Herausforderungen und einem entsprechenden Unterstützungsbedarf einher. An dieser Stelle setzt Ethikberatung an, die das Ziel verfolgt, die ethische Kompetenz der beteiligten Personen zu fördern und sie in schwierigen ethischen Entscheidungssituationen zu unterstützen. Während im klinischen Bereich die unterschiedlichen Formen ethischer Entscheidungsunterstützung (z. B. Fallberatung, Fortbildungsangebote, ethische Leitlinien) mittlerweile breit etabliert sind, handelt es sich bei der Mehrzahl der Ethikberatungsangebote im außerklinischen Bereich um relativ junge und zum Teil sehr unterschiedliche Initiativen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) in Ergänzung zu ihrer Stellungnahme zur Ethikberatung in der...
Berlin - Statement des Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt: „Die Ärzteschaft begrüßt den Beschluss von Bund und Ländern, öffentliche Veranstaltungen vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie in Deutschland bis auf Weiteres abzusagen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem man den Kontakt zu anderen reduziert und damit Infektionsmöglichkeiten minimiert. Ärztinnen und Ärzte sowie deren berufsständische Organisationen sind in besonderem Maße gefordert, in diesem Sinne Verantwortung zu übernehmen. Aus diesem Grund hat der Vorstand der Bundesärztekammer beschlossen, den 123. Deutsche Ärztetag, der vom 19.05.2020 bis 22.05.2020 in Mainz tagen sollte, abzusagen. Ich danke den Mitarbeitern der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und insbesondere den Kollegen Dr. Günther Matheis und Dr. Jürgen Hoffart für das große Engagement in der Vorbereitung des geplanten...
Berlin – Das zwischenzeitlich gestoppte KammerIdent-Verfahren, mit dem Ärztinnen und Ärzte, die einen eArztausweis beantragen, durch einen Mitarbeiter einer Ärztekammer gemäß den Anforderungen der eIDAS-Verordnung der EU identifiziert werden, ist wieder verfügbar. Wegen Sicherheitsmängel, die durch den Chaos Computer Club kurz vor der Jahreswende bekannt wurden, war es notwendig, kritische Bestandteile des Verfahrens zu überarbeiten. „Wir freuen uns, dass damit neben dem PostIdent-Verfahren nun wieder ein weiteres Verfahren zur Verfügung steht“, so Erik Bodendieck, Vorsitzender des Ausschuss Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung der Bundesärztekammer. Das KammerIdent-Verfahren wird von einem Teil der Ärztekammern als Identifizierungsvariante angeboten. Antragstellende Ärzte können sich auf dem Internetauftritt ihrer Kammer informieren, ob diese das Verfahren anbietet.